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zu Aktion Lebensberg e.V.
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Aktion Lebensberg

Mitglied im
Dachverband der
Bürgerinitiativen
gegen die A 39

Das Raumordnungsverfahren (ROV)

Nachdem die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren für den Bau der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg vorgelegt hat, hat das Niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das Raumordnungsverfahren für die geplante Autobahn A 39 von Lüneburg bis Wolfsburg eingeleitet.

Weitere Infos zum ROV
Bitte beachten Sie auch die Informationen zum ROV, die auf der Web-Site des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A39 zusammengestellt sind!

Gegenstand der Planung der A 39 ist der Abschnitt der Bundesautobahn von der bestehenden A 39 bei Wolfsburg bis zur Anbindung an die A 250 im Raum Lüneburg. Zusätzlich ist die Schaffung einer leistungsfähigen Bundesstraße zwischen der A 14 in Sachsen-Anhalt und der A 39 im Zuge der B 190n geplant (Querspange).

Die zehn Kernaussagen der Aktion Lebensberg e.V. zum Raumordnungsverfahren

Stellungnahme und Einwendungen der Aktion Lebensberg
Basierend auf diesen Kernaussagen haben wir die Mängel und Unzulänglichkeiten der Planung in einem 40-seitigen Dokument detailliert aufgezeigt und als Einwendung an die Stadt Lüneburg übergeben.
  1. Ein Bedarf ist weiterhin nicht ersichtlich. Der behauptete verkehrliche Bedarf für eine A 39 zwischen der A 7 und der geplanten A 14 (oder B 189 n) besteht nach den vorliegenden Verkehrsuntersuchungen nicht. Der behauptete wirtschaftliche Nutzen für die Region wird von Wissenschaftlern bezweifelt. Eine spürbare Entlastung der Ortsdurchfahrten der B 4 erfolgt nicht. Gemäß des Landesraumordnungsprogramms ist die überregionale Erschließung des Landes durch das Netz der Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen grundsätzlich ausreichend.
  2. Die Bewertungsmethodik enthält systematische Fehler. Die Bewertungen sind nur relativ, sie enthalten keine absoluten Gewichtungen und lassen keine zusätzlichen Abschnitts-Vergleiche zu.
  3. Grundlage aller Bewertungen ist die Tatsache, dass es keine konfliktarmen Bereiche gibt und durchgehend mindestens mittlerer, meist aber hoher Raumwiderstand gegeben ist. Insofern beruhen die Wertungen auf einer tief negativen Basis, und die Aussagen sind objektiv als geschönt anzusehen.
  4. Ein Nutzen-Kosten-Verhältnis auf Grundlage qualifizierter Kostenschätzungen wurde nicht ermittelt.
  5. Die Variantenvergleiche beschränken sich auf kleinste Abschnitte. Es fehlt die Einteilung in Hauptabschnitte, was Voraussetzung für eine Trassenoptimierung wäre.
  6. Der Vorrang des Schutzgutes Menschen blieb unberücksichtigt.
  7. Die EU-Umgebungslärmrichtlinie und die Feinstaubproblematik blieben unberücksichtigt.
  8. Wesentliche Ziele des Landesraumordnungsprogramms werden verletzt.
  9. Es fehlt die Untersuchung von sich anbietenden Null-Plus-Varianten wie der kreuzungsfreie Ausbau des bestehenden Straßennetzes mit Ortsumfahrten.
  10. Die Tatsache, dass die Menschen ebenso wie die meisten kommunalen Vertreter die A 39 keinesfalls vor der eigenen Tür haben wollen, bezeugt eine flächendeckende Ablehnung des Projekts in der Bevölkerung. Diese fehlende basis-demokratische Akzeptanz entzieht dem ganzen Projekt den Boden.

Planungsunterlagen

Mit einiger Verspätung hatte die Behörde die Planungsunterlagen auch im Web veröffentlicht:

http://www.entera-online.com/016_a39/

Wir haben zusätzlich die zentralen Planungsdokumente, wie sie in der ursprünglichen Form auf Datenträgern verteilt wurden, an dieser Stelle zusammengestellt. Ausgenommen ist hiervon aus Platzgründen ein Teil des Kartenmaterials. Dieses ist teilweise auf der Webseite der Behörde zugänglich.

Alle Dokumente liegen im Format PDF vor. Falls noch nicht vorhanden, muss zum Lesen der PDF-Dateien der kostenlose Adobe Reader installiert werden.

Weitere Unterlagen

 
Stand:  02.07.2006 Impressum Kontakt info@aktion-lebensberg.de