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Gemeinderatssitzung Rullstorf / Boltersen 08.11.2005
Antrag der SPD / BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN zum
Top 9: Beratung und Beschluss A39-Suchraum nördliche Trasse
Wir stellen den Antrag auf Beschluss folgender Resolution zum Thema A39:
Der Rat der Gemeinde Rullstorf/Boltersen spricht sich aufgrund der überwiegenden Nachteile für unsere Region gegen eine Autobahn auf Gemeindegebiet aus und fordert die Planungen zum Bau der A39 zugunsten eines Ausbaus der B4 zur zügig befahrbaren Bundesstrasse einzustellen.
Begründung:
- Der Bau der A39 in dem vom Kreistag geforderten nordöstlichen Untersuchungsraum bewirkt die Zerschneidung der Gemeindeteile Rullstorf / Boltersen und eine Zerstörung großer Teile der Natur, Landschaft und Naherholung.
- Auch die Ostvariante der A39 vorbei an Lentenau und Sülbeck beeinträchtigt durch die zu erwartenden Emissionen große Teile unseres Gemeindegebietes. Als weitere Folge ist eine starke Zunahme des Verkehrs auf den örtlichen Kreis- und Gemeindestraßen durch den Zubringerverkehr zu erwarten.
- Die A39 wird nicht für unsere Region gebaut, sondern dient einer weiträumigen Erschließungsfunktion - dem Transitverkehr.
- Die infrastrukturellen Vorteile für mittelständische Betriebe durch den Bau der A39 werden durch eine Vielzahl von Studien als äußerst gering eingeschätzt.
- Vorteilhafter ist nach Einschätzung vieler Experten der Ausbau der Bundesstraße 4 zwischen Lüneburg und Wolfsburg. Dies brächte die Chance für die notwendigen Ortsumgehungen (die aufgrund der Planungen für die A39 gestoppt sind) und auch Vorteile für die Regionalbetriebe, da eine Bundesstrasse im Gegensatz zur Autobahn auch regionale Verkehre aufnehmen kann.
- Eine Resolution nur gegen die Nord-Ost-Trasse geht zu Lasten anderer Menschen in den dann betroffenen Gemeinden. Daher kann sich die Resolution zum Wohle der Menschen in der Region nur gegen einen Bau der A39 als Gesamtes richten.
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