Unser Kommentar:
Dieser über unseren Lieblingslobbyisten gelaufene Beitrag handelt zwar nicht über die A39 selber, hat aber hinsichtlich angezweifelter Gutachen, die nicht das gewünschte Ergebnis erzielen, eine Parallele zur A39. Auch die VUNO wurde seitens der IHK angezweifelt, das Ergebnis passte nicht in die eigenen Vorstellungen. Der Filmbeitrag zeigt auch auf, wie die IHK Lüneburg-Wolfsburg mit Kritikern umgeht und diesen Rede und Antwort steht, nämlich gar nicht. Wir sind gespannt, wie lange Präsident Eberhardt Mantzke diese Position noch inne hat oder ob es eventuell wegen zerrütteter Vertrauensbeziehung einen Abgang gibt. Diesmal aber dann sicher durch die (Zwangs-)Mitglieder veranlasst.
Unser Kommentar:
Hat Malte Lühr diesen Kommentar für seine Leser oder für seinen Chefredakteur geschrieben, um diesen von der Richtigkeit seiner durchaus nicht unkritischen Berichterstattung über die A 39 zu überzeugen? Fast könnten wir es glauben ... Wir wünschen Malte Lühr weiter eine glückliche Hand bei der Recherche und dass er in seiner Redaktion immer eine freie Hand für seine Artikel erhält.
Unser Kommentar:
Man muss nach dem Superplaner gar nicht so lange suchen, sondern einfach nur nach Oldenburg (Niedersachen) schauen. Hier wurde in den holden 70ern die A 28 einmal quer durch die Stadt gebaut und fast jeder Stadtteil mit einer eigenen Anschlussstelle (AS) versehen. Die A 28 wurde so perfekt ins teilweise historische Stadtbild integriert, dass wir uns fragen müssen, warum sich Oldenburg noch nicht als Weltkulturerbe beworben hat. Der damalige Planer muss doch noch zu recherchieren und gegebenenfalls aus dem Ruhestand zurückzuholen sein. Überhaupt sollten wir diese historische Chance für Lüneburg nutzen. Warum denn gemäß St. Florian die A 39 wegschieben? Sollten wir die A 39 doch ab der AS Handorf über die AS Gellersen und die AS Reppenstedt direkt auf Stelzen in das Stadtgebiet hinein- und hindurchführen. Der OB, die Landesbehörde und die IHK erhalten über die AS Rathaus einen direkten Zugang zur A 39. Schade nur, dass unser vorbildlicher OB mit dem Rad ins Rathaus fährt. Anschließend erfolgt die Trassenführung vorbei an der Leuphania Universität Lüneburg – eine zukunftsweisende Universität braucht mindestens einen Autobahnanschluss – und die neue zukünftige Stadthalle wird auch gleich mit angebunden. Selbstverständlich erfolgt dann eine östliche Anbindung an die Ostumgehung Lüneburgs. Gehen nur die LüneburgerInnen aus Lüne leer aus, da sie ohne direkte Anbindung werden leben müssen. Diese Chance haben sie vertan. Immerhin bleibt noch als Trost die Ostumgehung.
Unser Kommentar:
Für den Redakteur Thomas Mizlaff der AZ-Uelzen scheint das Glas halb leer und nicht halbvoll zu sein, schämt er sich offensichtlich gegenüber Vertreten seiner Zunft, dass in unseren Landkreisen ein starker Widerstand gegen die A 39 besteht. Als Redakteur hat er mit diesem Artikel Meinungsbildung betrieben und nicht 'Bericht erstattet'. Das ziemt sich nicht und hat auch zu einem immensen Leserbriefeingang und Beschwerden bei der AZ geführt. Gut so! Eine nicht vorhandene A 39 ist sicher nicht Schuld an einem Abzug diverser Polizeiinstanzen in Uelzen. Immerhin erfahren wir in diesem Artikel, dass Presseredakteure in Berlin von unserem starken Widerstand Kenntnis haben und das ist auch gut so.
Unser Kommentar:
Wir möchten der Landeszeitung zu dieser neuen Kolumne gratulieren, wird hier doch mit deutlichen Worten ausgesprochen, was in der sachlichen Berichterstattung unerwähnt bleiben muss. Hans-Herbert-Jenckel hat völlig recht! Im aktuellen Kommunalwahlkampf setzen sich die Politiker zwar noch für die A39 ein, versuchen sie aber vor allem zu den Nachbargemeinden zu schieben. Immerhin setzen sie sich im Moment tiefgreifender mit dem Thema auseinander als noch vor Jahren. Sie dürften inzwischen auch zur Erkenntnis gekommen sein, dass die regionale Wirtschaft die A39 nicht wirklich braucht. Diese Erkenntnis wird allerdings (noch) nicht vertreten, da sie innerhalb der SPD, CDU und FDP noch keinen breiten Rückhalt findet. Doch da die “brilliant vernetzten Bürgerinitiativen” in den letzten Jahren bereits einen großen Bewußtseinswandel erreichen konnten, bekommen wir das auch noch hin …
Unser Kommentar:
… und so sehen wir das:
Gellersen kennt doch kaum jemand. Klaus Olshof sollte bei seinen Aussagen bedenken, dass der Weg der Touristen in den Naturpark Gellersen nur über ein liebenswertes und touristisch interessantes Lüneburg führt. Mit einer A39 besteht die Gefahr, dass die von ihm erhofften Touristen am erweiteren Naturpark Lüneburger Heide vorbeifahren. Menschlich kann man die Aussagen von Herrn Olshof natürlich verstehen, versucht der OB jetzt, die A39 in den Westen zu drücken. Leider haben beide Seiten noch nicht begriffen, dass man sich einmal zusammen setzen und gemeinsam nach Lösungen suchen sollte. Die Stadt Lüneburg und der Naturpark Lüneburger Heide brauchen sich gegenseitig.
Unser Kommentar:
Die Anzeige des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39 zur Bundestagswahl ist ein Probelauf zur im Herbst 2006 anstehenden Kommunalwahl gewesen. Wir werden vorher sehr genau analysieren, welche Politiker und Parteien unsere Interessen vertreten. Durch die Verschiebung des Beginns des Raumordnungsverfahrens und einer möglichen Andeutung einer Laufzeit von neun Monaten versucht man aber offensichtlich bereits heute, den Ausgang und damit das Feststehen der Favoritentrasse auf die Zeit nach der Kommunalwahl zu verschieben. Hätten wir etwas anderes erwarten können? Wohl kaum, denn Politiker denken leider meistens nur von einer Wahl zur nächsten.
Unser Kommentar:
Ein Auszug: “[…] Die Bundesregierung hat die A 39 in einem transparenten Verfahren geprüft. Ergebnis war, dass es in der Linienführung Änderungen geben muss, um mit geltendem Naturschutzrecht nicht zu kollodieren. Deshalb hat die A 39 ein sogenanntes Ökosternchen bekommen. Diese Sternchen erzwingen eine Umplanung, sonst werden die Bundesmittel nicht freigegeben. Jetzt ist die niedersächsische Straßenverwaltung am Zug. […] Ein modernes schnelles Verfahren, setzt setzt sehr früh auf Transparenz und Bürgerbeteiligung, wägt den Konflikt rational ab und kommt dann zu vernünftigen Kompromissen.”
Es fällt auf, dass sich Jürgen Trittin bereits sehr in der ‘Verwaltungsdenke’ befindet. Einzelschicksale interessieren hier nicht, es wird ja abgewägt. Wir denken, dass der Jürgen sich dringend mal wieder verstärkt mit der Basis auseinander setzen sollte. Er hat bald wieder etwas mehr Zeit dazu …
4. Juni 2005:
Isenhagener Kreisblatt:
Streitkultur
Kommentar von Peter Hintze
Unser Kommentar:
Dass Glossist “Carlo” uns nicht sonderlich zugetan ist, haben wir bereits in der Vergangenheit feststellen können. Nun ja, da wir in unseren Beiträgen und Kommentaren mitunter selbst nicht zimperlich sind, sind wir auch durchaus bereit, selbst Inhalt einer Glosse zu sein.
Doch leider versteht es Carlo Eggeling – hauptamtlich übrigens Chefreporter der LZ – nicht, etwas Tiefgang oder zumindest Unterhaltungswert in seine Glosse zu bringen. Vielmehr werden Klischees aus der untersten Schublade hervorgeholt, die er auch schon in der Vergangenheit verwertet hat. Schade, etwas mehr Anspruch hätte es ruhig sein dürfen …
Unser Kommentar:
Herr Steiner vergleicht den Streit um die Airbus-Startbahn mit dem um die A 39. Er reduziert dabei die Auseinandersetzung auf die Frage “Arbeitsplätze oder Umweltschutz?”. Dies ist viel zu oberflächlich und geht am Thema vorbei.
Es geht nicht um einen Kampf zwischen Arbeitsplatzvernichtern und Öko-Rowdys. Bei der A 39 geht es um Fragen wie: Wer profitiert tatsächlich von einer A 39? Welche Folgen hat diese Autobahn auf die Infrastruktur und die Region als solches? Wie sieht das Verkehrs- und Entwicklungskonzept für die Zukunft aus? Sind die knapp eine Milliarde Euro für ein Einzelprojekt richtig ausgegeben, oder kann man das Geld effizienter einsetzen?
Diese Fragen harren weiter einer Antwort. Dahinter steht aber die Frage, wie wir unsere Gesellschaft für die Zukunft gestalten wollen. Und es geht mittlerweile – hervorgerufen durch das selbstgefällige Verhalten der Projektbefürworter aus Politik und Wirtschaft und ihren personellen Seilschaften – um das Selbstverständnis von Politik und den Werten unserer Demokratie. Und es geht auch um die Frage, welche Rolle Medien bei diesen Konflikten einnehmen.
Im Zeitalter der Massenmedien und des stetigen Ringens um Aufmerksamkeit werden – wie von Angela Merkel vor einiger Zeit passend kritisch ausgeführt – nur noch plakative Pseudo-Wahrheiten wahrgenommen. Für tiefgreifende Zusammenhänge findet sich kein Platz. Dies trifft auf die allgemeine Berichterstattung, sowohl zur Startbahnverlängerung, als auch zur A 39 zu. Dass sich auch die Landeszeitung diesem Trend nicht entziehen kann, ist verständlich. Abfinden möchten wir uns damit aber nicht, denn dadurch wird keine der obigen wichtigen Fragen beantwortet.
Unser Kommentar:
Was die LZ hier angestellt hat, ist ekelerregend. Mit niveaulosen Beiträgen wie diesem wird die Auseinandersetzung um die A 39 in unsachliche Bahnen gelenkt und werden die Emotionen weiter hochgekocht.
Wie verbohrt und klischeebeladen muss der Kolumnist sein, der den Drang hat, so undifferenziert und unsachlich zur Lüneburger Öffentlichkeit zu sprechen? Warum beteiligt sich die Chefredaktion an einer solchen pauschalen Diffamierung ganzer Bevölkerungsteile, indem sie dieses Tun billigt? Statt um die niederen Instinkte so manchens Autobahnbefürworters zu buhlen, stände es der Landeszeitung übrigens besser an, einmal die politischen Hintergründe und Machenschaften des regionalen Filzes auszuleuchten, der hinter der A 39 steht. Aber da hoffen wir wohl vergeblich.
Unser Kommentar:
Deutschland steuert offenen Auges ins Verkehrschaos und die Franzosen zeigen uns auf, wie man es besser machen kann. Es gab einmal eine Zeit, in der Deutschland die innovativen Ideen hatte. Unseren Politikern fallen keine anderen Lösungen ein, als Autobahnen zu bauen.
Dieser über unseren Lieblingslobbyisten gelaufene Beitrag handelt zwar nicht über die A39 selber, hat aber hinsichtlich angezweifelter Gutachen, die nicht das gewünschte Ergebnis erzielen, eine Parallele zur A39. Auch die VUNO wurde seitens der IHK angezweifelt, das Ergebnis passte nicht in die eigenen Vorstellungen. Der Filmbeitrag zeigt auch auf, wie die IHK Lüneburg-Wolfsburg mit Kritikern umgeht und diesen Rede und Antwort steht, nämlich gar nicht. Wir sind gespannt, wie lange Präsident Eberhardt Mantzke diese Position noch inne hat oder ob es eventuell wegen zerrütteter Vertrauensbeziehung einen Abgang gibt. Diesmal aber dann sicher durch die (Zwangs-)Mitglieder veranlasst.