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zu Aktion Lebensberg e.V.
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Aktion Lebensberg

Mitglied im
Dachverband der
Bürgerinitiativen
gegen die A 39

Pressearchiv nach Jahrgang: 2004



31. Dezember 2004: Landeszeitung:
Viereck bei VW als Berater unbekannt — SPD-Abgeordnete wegen umstrittener Bezüge in Bedrängnis – Weitere Politiker mit Einkommen von der Industrie
Unser Kommentar:
Die A 39 dient VW, und einer der starken Befürworter der A 39, MdB Hans Jürgen Uhl, steht als Gehaltsempfänger auf der Lohnliste von VW.
Ebenso bezieht Ingolf Viereck, MdL und Bürgermeister Wolfsburgs, ein Gehalt von VW, für seine „Aktivitäten“ als Berater der regionalen Sportförderung. Dem zuständigen Manager bei VW ist er allerdings nicht bekannt. Und auch Ingolf Viereck setzt sich für die A39 ein. Ein Schelm, wer da Böses denken mag …
Isenhagener Kreisblatt:
Auch Uhl auf VW-Gehaltsliste — Bundestagsabgeordneter ist bezahlter Betriebsrat
Isenhagener Kreisblatt:
«Erfolgreiches Jahr gegen die A 39» — Dachverband der Autobahngegner zieht Bilanz
Isenhagener Kreisblatt:
Spekulationen, Puppen und umwerfende Argumente — Die A 39-Diskussion prägt das Jahr 2004 in einer ganzen Region
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Ziehe Autobahn als besser geeignet vor — Von Fernverkehr und Autofahrern
Leserbrief von Heinz Priebe
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Plakate demontiert, Tafel übersprüht — Die Aktionen pro und contra der Autobahn
Leserbrief von Werner von Lenthe
30. Dezember 2004: Landeszeitung:
Landesregierung verlangt Auskunft — Offenbar haben mehrere Politiker Jobs bei VW
Unser Kommentar:
Warum schafft VW nicht eine Doppelspitze im Vorstandvorsitz und beruft Christian Wulff als Kollegen von Bernd Pischetsrieder? Im nächsten Schritt könnten dann VW und das Land Niedersachsen fusionieren und man müsste nicht mehr diese versteckte und skandalträchtige Lobbyarbeit durch Zuwendungen an Politiker leisten, die sich für die A39 einsetzen. Die Planung der A39 und die Bezirksregierung würden dann wohl nach China verlagert werden.
Landeszeitung:
Alles im Fluss in Adendorf — Bauprojekte prägten das vergangene Jahr
Unser Kommentar:
Sehr geehrter Herr Pritzlaff, wir freuen uns sehr darüber, dass Adendorf so viel erreicht hat. Vieles haben Sie richtig gemacht. Wie aber werden Sie argumentieren, wenn die Planer der A39 sich im Frühsommer 2006 im Raumordnungsverfahren für die Ebensberger Variante entscheiden? Wie werden sich dann Ihre Bürger bei der Kommunalwahl im Herbst 2006 entscheiden? Würden Sie einen Bürgermeister wiederwählen, der sich nicht mit aller Kraft für die Interessen der Bürger eingesetzt hat, gegebenenfalls auch gegen eigene Parteiinteressen?
Entscheiden Sie doch bereits heute, dass Sie 2006 als Bürgermeister wiedergewählt werden. Sprechen Sie sich endlich mit aller Vehemenz konsequent gegen die A39 aus – egal ob im Osten oder Westen – und treten wie die Betzendorfer dem Klagefond bei.
28. Dezember 2004: ddp:
Verkehrsclub sieht im Maut-Start Chance für die Bahn
27. Dezember 2004: Wolfsburger Nachrichten:
Die Zahl der Gegner wächst weiter — Bürgerinitiative spricht von «erfolgreichem Jahr gegen die A 39» – Landrätin Marion Lau klare Befürworterin
Landeszeitung:
Gemeinde tritt Klagefonds bei — Betzendorf ist erste Kommune in der Solidargemeinschaft der A 39-Gegner
26. Dezember 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
Erfolgreiches Jahr gegen die A 39 und für die Region
22. Dezember 2004: Isenhagener Kreisblatt:
Baubeginn A 39 in 20 Jahren?
21. Dezember 2004: Landeszeitung:
«Schreckgespenst A 39 bestimmt Naturpark-Diskussion» — Skeptiker im Kreistag befürchten «Zementierung» einer möglichen Trasse
Unser Kommentar:
(siehe untenstehender Artikel)
Landeszeitung:
Adendorf wächst behutsam — Kommune rechnet mit rund 700 Neubürgern
Unser Kommentar:
Der Bürgermeister von Adendorf, Joachim Pritzlaff, sieht die Zukunft der Gemeinde in neuen Baugebieten, vor allem im Bereich Erbstorf und Grüner Jägerweg. Wer bitteschön, soll sich hier noch ansiedeln? Der Bereich ist massiv durch die östliche Trasse der A 39, die sogenannte “Ebensberger Variante”, bedroht. Dies haben wir Herrn Pritzlaff bereits vor über einem Jahr schlüssig dargelegt. Doch was ist seitdem passiert?
Der Oberbürgermeister von Lüneburg, Ulrich Mädge, sieht die Zukunft der Stadt in neuen Baugebieten vor allem im Areal der heutigen Schlieffenkaserne, aber auch im Ortsteil Ebensberg mit zusammen 1200 Wohneinheiten. Auch die Ostumgehung ist als Variante für die A 39 in der engeren Auswahl, die mit ihrer Schmutz- und Lärmbelastung das Baugebiet Schlieffenkaserne nachhaltig belasten würde. So könnte die A 39 auch die Stadtentwicklung Lüneburgs blockieren.
Im Westen, der dritten möglichen Variante, sind u.a. die Politiker der Samtgemeinde Reppenstedt dabei, mit der Ausweitung des Naturpark Lüneburger Heide und der Unterstützung vieler Bürger das Thema Westtrasse der A 39 vom Tisch zu bekommen (siehe Artikel «Schreckgespenst A 39 bestimmt Naturpark-Diskussion»). Angesichts des engagierten Auftretens der dortigen Bevölkerung nicht gerade eine Variante mit besonders viel Planungssicherheit.
Der Kampf um die Ressourcen hat also längst begonnen. Nun geht es nicht mehr darum, die Autobahn zu bekommen, sondern sie zu seinem Nachbarn zu schieben, damit man selbst die Vorteile, aber nicht die Nachteile davon hat. Und der Kampf wird mit ungleichen Mitteln geführt. Insbesondere Joachim Pritzlaff und die Adendorfer SPD-Fraktion, aber auch die CDU sollten sich einmal fragen, was sie den Interessen Lüneburgs und dem Umweltrecht entgegenzusetzen haben. Mit ihrer Untätigkeit gefährden sie die Zukunft der Ihnen von den WählerInnen anvertrauten Gemeinde.
Aller-Zeitung:
Gifhorns Spediteure setzen auf Bundesstraße
Unser Kommentar:
Auch die Aktion Lebensberg ist gespannt, in welchem Maße eine Mehrbelastung der Bundesstraßen durch die Maut erfolgt, aber auch, ob andere Transportwege wie Wasser und Schiene verstärkt genutzt werden. Erste Anzeichen dafür gibt es schon.
Auf jeden Fall werden wir Verbraucher die Maut letztendlich durch Umlage auf die Preise zahlen. Sollten wir uns hier nicht alle wieder darauf besinnen, mehr in der Region und aus der Region zu kaufen?
Isenhagener Kreisblatt:
Ortsumgehung für Wittingen? — CDU-Stadtratsfraktion bringt Antrag auf den Weg / Schulze: «Verkehr nimmt zu»
20. Dezember 2004: Schweriner Volkszeitung:
Stadtnah, aber EU-konform — Trassenführung A 14 durch die Prignitz steht fest
Unser Kommentar:
Die Schwesterautobahn A 14 geht in die Zielgerade. Nun steht die Trasse fest, und die Menschen sind schockiert. Jetzt fragen sich die Betroffenen, ob sie mit einer Lärmschutzwand oder Spezialfenster ausstaffiert werden, oder ob sie doch vor einer Umsiedlung (!) stehen. Dieses harte individuelle Schicksal werden viele an der künftigen A 39 noch vor sich haben. Da wäre es doch zumindest tröstend, wenn man wüsste, dass die A 39 notwendig für die Zukunft der Region wäre. Aber diese transkontinentale Nonsens-Autobahn führt zu keiner nachhaltigen Entwicklung, sondern ist Ausgeburt von rückwärtsgewandten Politikern und LKW-Lobbyisten. Lassen Sie uns gemeinsam für die Region eintreten und den Wahnsinn verhindern!
18. Dezember 2004: Isenhagener Kreisblatt:
Gewachsene Ortsstrukturen sind tabu — Hankensbütteler Samtgemeinderat verabschiedet Resolution für Querspange zur A 39 und A 14
Altmark-Zeitung:
B 190n auf Schnellspur — Bundesrat verlängert Beschleunigungsgesetz / Vorteil für Planungsverfahren
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Gibt es erste Rückzugszeichen? — Lieber vorhandene Verkehrswege ausbauen
Leserbrief von Renate Niemann
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Da wurde nur ein Mäuschen geboren — A 39-Befürworter gründen Kreisverbände
Leserbrief von Norbert Sildatke
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Wirtschaftswachstum ein Trugschluss — Autobahn bringt keine Vorteile
Leserbrief von Klaus Rumpenhorst
Unser Kommentar:
Warum kann nicht der eine oder andere Politiker sich dieser Gedankengänge annehmen? Die sind doch alle schlau! Oder wollen sie etwa nicht? Oder können sie etwa nicht? Und warum könnten sie nicht können?
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Vom Einsatz netter Leute für die Autobahn — Leserbriefschreiber: Trotz erdrückender Gegenargumente eine Pro-Initiative gegründet
Leserbrief von Eckart Warnecke
Unser Kommentar:
Das Lesen dieses Leserbriefes macht einfach Spaß! Obwohl Eckard Warnecke sich aus persönlichen Gründen für die A39 ausspricht, nimmt er die “Bürgerinitiative” Pro A39 nett auf den Arm und nennt interessanterweise Argumente, die eher gegen den Bau dieser Autobahn sprechen. Einfach mal lesen!
17. Dezember 2004: Mitteldeutsche Zeitung:
Daehre: Wichtige Voraussetzung für Ausbau der Infrastruktur — Gesetz zur Beschleunigung von Verkehrsplanungen in Ostdeutschland verlängert
Unser Kommentar:
Dieses unselige Gesetz der “Beschleunigung” der Straßenbauprojekte wurde jetzt auch im Bundestag bis Ende 2005 verlängert. Vor allem für die Planung der A14 ist dies tragisch, da sie jetzt noch “beschleunigt” geplant werden kann. Der CDU-dominierte Bundesrat hatte bereits im Herbst seine Zustimmung erteilt, im Bundestag haben die SPD und auch die Grünen aufs Gaspedal getreten.
16. Dezember 2004: Landeszeitung:
Zukunft der wachsenden Stadt sorgfältig gestalten — So stellt sich Lüneburg auf prognostizierte knapp 80.000 Einwohner im Jahr 2013 ein
Unser Kommentar:
Die Schlieffenkaserne und der Ebensberg sind die einzigen Bereiche, in denen sich die Stadt Lüneburg noch nennenswert durch Baugebiete vergrößern kann. Genau diese beiden Ortsteile aber sind in der Entwicklung durch den Bau der A39 gefährdet. Leider geht unser Oberbürgermeister überhaupt nicht darauf ein, wie er in Zukunft diese Gebiete für Bauherren attraktiv gestalten möchte. Oder träumt er doch noch von der Westtrasse, die die Politiker der Samtgemeide Reppenstedt durch Anschluß an den Naturpark Lüneburger Heide zu verhindern suchen?
15. Dezember 2004: Wolfsburger Nachrichten:
«So viel Kasperkram» — Dicke Luft im Gemeinderat Weyhausen – Ex-Bürgermeister verließ Sitzung
Isenhagener Kreisblatt:
«Vor allem landwirtschaftliche sind Flächen betroffen» — Bürgerinitiative «Keine A 39» stellt Klagefonds vor
Aller-Zeitung:
Nicht alleine gegen Staatsmacht — Dachverband stellt Schutz- und Klagefonds für A39-Gegner in Ehra vor
11. Dezember 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
A-39-Befürworter gründen Kreisverbände — Pro A 39 in drei Landkreisen organisiert
Isenhagener Kreisblatt:
«Emmener die Leidtragenden» — Kontroverse Debatte über Resolution zur A 39-Querspange
Isenhagener Kreisblatt:
Alternativen prüfen
Kommentar von Holger Boden
Landeszeitung:
A 39-Befürworter formieren sich — Bürgerinitiative für die Autobahn bildet drei Kreisverbände
Landeszeitung:
Nikolaus besucht Autobahngegner
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Ein großer weißer Fleck
Leserbrief von Ute und Hans-Joachim Flindt
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Ein Umdenken angemahnt
Leserbrief von Peter Weerda
10. Dezember 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
A 39 allenfalls in 20 Jahren?
Die Welt:
Hamburg soll Planungsrecht ändern — Bundesländer beauftragen die Hansestadt, Regelungen zu entrümpeln
Unser Kommentar:
Sieht man von Privatpersonen (die finanziell nur bedingt können) und den Trägern öffentlicher Belange (die in der Regel nicht wollen) einmal ab, so sind die anerkannten Naturschutzverbände NABU, BUND und der LBU die einzigen Institutionen, die die Möglichkeit haben, sich auf dem Klageweg in die großen Planungen, wie bei einer A39, juristisch einschalten zu können. Allerdings müssen solche Klagen finanziert werden und selbst dem BUND als dem größten der Naturschutzverbände wird dies nicht immer leichtfallen.
Wenn jetzt eine Änderung des Planungsrechts dergestalt erfolgt, dass von den Naturschutzverbänden nur noch wird klagen dürfen, wer vor Ort selber vertreten (betroffen) ist, so ist dies eine Einschränkung der Rechte der Bürger, die zwar aus planerischer Sicht nachvollziehbar, aus demokratischer Sicht mehr als verwerflicht ist.
Schränken wir die Rechte der Menschen ein, dann kann die Straßenbaulobby ungehindert ihr Unwesen treiben und Deutschland mit Autobahnen und Bundesstraßen dichtpflastern.
Wie weit ist Deutschland – und dies unter einer SPD/Grünen-Regierung – eigentlich gekommen?
8. Dezember 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Mitte 2005 erste Trassenvarianten — Straßenbauverwaltung legt Zeitplan für Autobahn-Planung vor / Finanzierung bis 2006 gesichert
Unser Kommentar:
Die im Artikel angesprochene Großraumkarte gehört der Aktion Lebensberg e.V., in die die offiziellen Korridore übertragen wurden. Die eingezeichnete östliche Trasse resultiert aus einer uns vorliegenden Karte, die bereits Anfang der 90er Jahre unter “naturschutzfachlichen Kriterien” im Auftrag des Nordland Autobahn-Vereines (federführend ist die IHK Lüneburg-Wolfsburg) von einem Ingenieurbüro erarbeitet wurde. Diese “alte” Trasse passt perfekt in den Suchraum und läßt geographisch kaum einen Spielraum für alternative Trassenführungen. Wir sind sicher, dass diese Trasse ein Vorschlag des Straßenbauamtes Lüneburg für das Raumordnungsverfahren werden wird. Wer sich dafür interessiert, möchte sich gerne an die Aktion Lebensberg e.V. wenden.
Landeszeitung:
Lasten bloß abgewälzt
Leserbrief von Joachim Grobe
Landeszeitung:
Bürger kämpfen um ihre Heimat
Leserbrief von Hansjörg Witte, Sprecher der Bürgerinitiative Gemeinde Betzendorf gegen die A39
Landeszeitung:
Ortskernentlastung mit fragwürdigem Nutzen
Leserbrief von Gerhard Krack
7. Dezember 2004: Wolfsburger Nachrichten:
Lärmgutachten gefordert — Neue Suchräume für Autobahn 39 im Raum Hankensbüttel und Wittingen
Der Kreisbote:
Aktion Lebensberg aktiv — BI gegen die A 39 besteht seit einem Jahr
6. Dezember 2004: Isenhagener Kreisblatt:
«Ganz sicher nicht von uns» — A 39-Planung: Trasse erst Mitte 2005
Landeszeitung:
Arbeitsplätze oder Umweltschutz?
Kommentar von Chefredakteur Christoph Steiner
Unser Kommentar:
Herr Steiner vergleicht den Streit um die Airbus-Startbahn mit dem um die A 39. Er reduziert dabei die Auseinandersetzung auf die Frage “Arbeitsplätze oder Umweltschutz?”. Dies ist viel zu oberflächlich und geht am Thema vorbei.
Es geht nicht um einen Kampf zwischen Arbeitsplatzvernichtern und Öko-Rowdys. Bei der A 39 geht es um Fragen wie: Wer profitiert tatsächlich von einer A 39? Welche Folgen hat diese Autobahn auf die Infrastruktur und die Region als solches? Wie sieht das Verkehrs- und Entwicklungskonzept für die Zukunft aus? Sind die knapp eine Milliarde Euro für ein Einzelprojekt richtig ausgegeben, oder kann man das Geld effizienter einsetzen?
Diese Fragen harren weiter einer Antwort. Dahinter steht aber die Frage, wie wir unsere Gesellschaft für die Zukunft gestalten wollen. Und es geht mittlerweile – hervorgerufen durch das selbstgefällige Verhalten der Projektbefürworter aus Politik und Wirtschaft und ihren personellen Seilschaften – um das Selbstverständnis von Politik und den Werten unserer Demokratie. Und es geht auch um die Frage, welche Rolle Medien bei diesen Konflikten einnehmen.
Im Zeitalter der Massenmedien und des stetigen Ringens um Aufmerksamkeit werden – wie von Angela Merkel vor einiger Zeit passend kritisch ausgeführt – nur noch plakative Pseudo-Wahrheiten wahrgenommen. Für tiefgreifende Zusammenhänge findet sich kein Platz. Dies trifft auf die allgemeine Berichterstattung, sowohl zur Startbahnverlängerung, als auch zur A 39 zu. Dass sich auch die Landeszeitung diesem Trend nicht entziehen kann, ist verständlich. Abfinden möchten wir uns damit aber nicht, denn dadurch wird keine der obigen wichtigen Fragen beantwortet.
4. Dezember 2004: Isenhagener Kreisblatt:
A 39 bei Hankensbüttel? — Suchraum-Erweiterung: Verlauf nördlich des Luftkurortes wird geprüft
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Von Gewinner und Verlierern der A 39
Leserbrief von Klaus Kiel
2. Dezember 2004: Aller-Zeitung:
Resolution soll Nadelöhreffekt westlich der B 4 verhindern
30. November 2004: Hamburger Abendblatt:
800 Millionen für den Hafen — Startschuß für neuen Containerbahnhof. Das größte Investitionsprogramm in der Geschichte der HHLA hat begonnen
27. November 2004: ExtraTip:
Damit die Störche wiederkommen — Mit einem Puppenspiel kämpfen drei Erbstorferinnen gegen die Autobahn 39
Unser Kommentar:
Was war das für eine Freude, als sich nach langen Jahren in Erbstorf wieder ein Storchenpaar zum Nisten entschloß! Wie ein Lauffeuer ging die Info bei uns rund und auch Namen waren gleich vergeben. Florian und Florentine, so sollten die beiden heißen und zum diesjährigen Schrecken der Frösche in unserem wunderschönen Raderbachtal werden. Die Geschichte der beiden, ihrer drei Kinder und der A39 wird nun auf dem Weihnachtsmarkt in Adendorf in einem liebevollen Puppenspiel aufgeführt. Eine tolle Aktion, herzlichen Glückwunsch an die Initiatorinnen! Danke an unseren Bauern Heine, der mit einigen engagierten Erbstorfern die alte Sirene zum Nisten bereitete.
Und was machen wir im Frühjahr? Da warten wir wieder alle auf Florian und Florentine … und auf ihre Kinder!
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Autobahn ist kein Allheilmittel — Von Argumenten, Gegenargumenten und anderen Argumenten
Leserbrief von Heike Dammann
22. November 2004: Mecklenburg-Vorpommern Nachrichten:
Trassenfavorit ermittelt — Planungen zu A 14 schreiten voran
Unser Kommentar:
Da Sachsen-Anhalt nicht bereit war auf die A14 zu verzichten, gelangte durch die Kungelei der Politiker (“Gönnst Du mir meine Autobahn, bekommst Du Deine”) mit dem Hosenträger ein Projekt in die Planung, das laut Verkehrsuntersuchung NordOst (VUNO) als unwirtschaftlich eingestuft wurde. Lediglich über eine neue Bewertungssystematik im Bundesverkehrswegeplan 2003 wurde über die “raumordnerische Wirkung” eine latente Daseinsberechtigung des Hosenträger hergeleitet. Da es aber nie eine getrennte Bewertung der A14 und der A39 gab, konnte auch nicht herausgefunden werden, dass die “raumordnerischen Effekte” bereits durch die A14 erreicht worden sein könnten. Bei der Anbindung Skandinaviens und der Häfen des Hinterlandes würde die Fahrstrecke ohne A39 lediglich ca. 10 Kilometer länger. Reicht das als Daseinsberechtigung für eine A39 aus? Ganz bestimmt nicht!
Isenhagener Kreisblatt:
Wirtschaft für A 39 — Unternehmen demonstrieren Einigkeit
21. November 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
IHK-Autobahngläubigkeit schadet der Region
20. November 2004: Landeszeitung:
Wirtschaft fordert vehement die A 39 — 14 Verbände und Kammern unterzeichnen Resolution
Unser Kommentar:
Sollte der Widerstand dem Präsidenten der IHK Lüneburg-Wolfsburg, Bernd Hansmann, doch etwas zu erfolgreich sein? Auf jeden Fall reagiert er mit einer Resolution von 14 Verbänden, in der die Wirtschaft sich angeblich “geschlossen” für die A39 ausspricht. Hier wird wieder die Unglaubwürdigkeit der IHK deutlich, kann es so viel Geschlossenheit doch gar nicht geben. Immerhin räumt er ein, dass der Widerstand nur mit “zum Teil” unsachlichen Argumenten agieren würde. Dies soll uns im Umkehrschluß wohl bestätigen, dass viele unserer Aussagen und Argumente richtig sind. Wir nehmen dieses Lob gerne auf – Dankeschön, Herr Hansmann.
Schlichtweg falsch ist hingegen die Aussage: “[…] Den Bedarf dieses Verkehrsprojektes belegen die Ergebnisse der im der im Auftrage des Bundesministeriums für Verkehr, Bau-, und Wohnungswesen durchgeführten Projektbewertungen eines unabhängigen Ingenieurbüros.” Die sich jetzt in der Planung befindliche A39 im Rahmen der I-Variante (Hosenträger) wurde in eben dieser Studie als “unwirtschaftlich” aussortiert. Setzt die IHK womöglich darauf, dass man ihr in der Öffentlichkeit eine größere Glaubwürdigkeit als uns Bürgerinitiativen zubilligt und stellt deswegen solche Behauptungen auf? Glaubwürdigkeit kann man auch verspielen, in dem man mit “unsachlichen Argumenten” agiert. Wir Bürgerinitiativen haben dies nicht nötig.
Landeszeitung:
Wachsender Widerstand — Aktion Lebensberg zieht Bilanz
Landeszeitung:
Gerichte entscheiden unabhängig — OVG-Präsident und Anwalt der A 39-Gegner sehen keine «Staatsnähe»
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Nur A 39 löst Probleme der Region — Ausbau der B 4 würde die Verkehrsprobleme nicht lösen
Leserbrief von Claus-Dieter Reese
Unser Kommentar:
Wir möchten Herrn Reese noch einmal ans Herz legen, sich die Ergebnisse der Tagung über den Zusammenhang zwischen Verkehrsinvestitionen und Wirtschaftswachstum durchzulesen, die am 24.-25. September 2004 statt fand: “Mythos Autobahn – Bringen immer perfektere Straßen noch einen Nutzen für regionales Wirtschaften?
Auch Herrn Hansmann und den anderen Befürwortern neuer Autobahnen möchten wir diese Empfehlung geben. Nur Vorsicht: Bei Ergebnisoffenheit könnten Sie etwas lernen.
Allgemeine Zeitung Uelzen:
St-Florians-Prinzip lässt grüßen — Vom Autobahnbau und «Hier-nicht»-Schildern
Leserbrief von Uwe Tillmann
Unser Kommentar:
Bei uns 30 Bürgerinitiativen gegen die A39 spielt dieses Thema keine Rolle, wozu noch darüber reden? Herr Tillmann hat sich offenbar noch nicht dem aktuellen Niveau der Sachdiskussion angeschlossen. Einen Keil werden wir durch solche Leserbriefe jedenfalls nicht zwischen uns treiben lassen.
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Auf der Autobahn rollt der Verkehr zügiger — Treibstoffverbrauch positiv für die Umwelt
Leserbrief von Jörg Rittinghaus
19. November 2004: Presseerklärung der IHK Lüneburg-Wolfsburg:
Wirtschaftsverbände Nordost- und Südostniedersachsens demonstrieren Geschlossenheit – Einigkeit in Sachen Autobahn A39
Wolfsburger Nachrichten:
Initiatorin: «Ich denke gar nicht daran» — Straßenbauamt fordert Tiddischer A 39-Gegner auf, Protestschilder unverzüglich zu entfernen
18. November 2004: Presseerklärung der Aktion Lebensberg e.V.:
«Der Widerstand ist vital» — Aktion Lebensberg zieht auf der ersten Jahreshauptversammlung eine positive Zwischenbilanz beim Kampf gegen die A39
17. November 2004: Wolfsburger Nachrichten:
«Unvorstellbar, dass so etwas realisiert würde» — Bürgerinitiative befragte Politik und Verwaltung zu A 39 und Suchraum Gifhorn – Ratsresolution erwogen
die tageszeitung:
Vorbild Airbus-Kritiker — Gegner der Autobahn 39 heuern Hamburger Anwalt an, der Airbus-Gegner erfolgreich vertritt
Landeszeitung:
Zügige Planung für die A 39
Aller-Zeitung:
A39: Autobahngegner gründen Schutz- und Klagefonds — Veranstaltung in der Stadthalle in Uelzen – Hamburger Verwaltungsjurist nimmt Interessen wahr
Allgemeine Zeitung Uelzen:
«Sie brauchen einen sehr langen Atem» — Schutz- und Klagefonds gegen die geplante Autobahn 39 in der voll besetzten Uelzener Stadthalle gegründet
Unser Kommentar:
Es ist ein frühzeitiger und weitblickender Schritt, mit welchem sich der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A39 auf eine juristische Auseinandersetzung vorbereitet. Dies zeigt einmal mehr, mit welcher Aktivität die Initiatoren um Eckehard Niemann hier agieren. Bereits bei Gründung des Klagefond sind 150 Mitglieder beigetreten, eine Verdoppelung der Mitglieder ist wahrscheinlich. Was für ein Erfolg! Auch die Tatsache, dass das Niedersächsische Verkehrsministerium sich mit einer Stellungnahme nach der Gründung des Klagefonds zu Wort meldet zeigt, dass man diese Entwicklung dort ganz sicher nicht gelassen sieht. Nun gilt es herauszufinden, in welchem Bereich innerhalb der Korridore sich am wirksamsten eine Sperre der A39 durchsetzen lassen wird. Wie bereits in einem früheren Kommentar gefragt: “Wann hat sich jemals zu so einem frühen Planungsstand der Widerstand gegen Autobahn so qualifiziert aufgestellt?” Darum werden wir Erfolg haben.
16. November 2004: Landeszeitung:
Sein Kampf um die bürgerlichen Rechte — Verwaltungsrechtsexperte Nebelsieck vertritt Autobahn- und Airbusgegner
Landeszeitung:
Initiativen unter einem Dach
Wolfsburger Nachrichten:
Verkehrsministerium will Planung der Autobahn A 39 zügig durchziehen
Ostsee-Zeitung:
Bauer verklagt die Deges — Die Ostseeautobahn A 20 geht durch sein Land und trennt ihn von seinen Kühen
Isenhagener Kreisblatt:
«Geister sollen ans Tageslicht kommen» — Sprecher der A 39-Gegner fordert anonyme Autobahnbefürworter zu Austausch von Argumenten auf
15. November 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
Schutz- und Klagefond gegen die A 39 gegründet
14. November 2004: General-Anzeiger Uelzen:
Im Gespräch: Morgen wird der Schutz- und Klagefond gegründet
13. November 2004: Volksstimme:
Straße bringt uns kaum etwas — Unterschiedliche Reaktionen auf Studie zum Bau der B 190n
Allgemeine Zeitung Uelzen:
B 4-Ausbau billiger und besser — Innen Rückbau, außen Ortsumfahrungen statt Autobahnbau
Leserbrief von Eckehard Niemann
12. November 2004: Landeszeitung:
A 39-Gegner richten Streitkasse ein — Bürgerinitiativen aus den Kreisen Lüneburg, Uelzen und Gifhorn gründen Klagefonds
11. November 2004: Landeszeitung:
Aufruf zur Gründung des Schutz- und Klagefonds gegen die A 39: Montag, 15.11.04, 19.30 Uhr, Stadthalle Uelzen
Anzeige des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39
Volksstimme:
Mit Maut-Gebühren sollen Straße und Schiene ausgebaut werden — Spediteure tagten in Magdeburg / Verkehrsministerium setzt Priorität
Unser Kommentar:
Da freut sich der Verkehrsminister Sachsen-Anhalts auf die zu erwartenden Mauteinnahmen ab 2005, um sie gleich wieder mit beiden Händen für Nonsensprojekte aus dem Fenster werfen zu wollen. Die Probleme durch einen ständig steigenden LKW-Verkehr löst er dabei nicht. Dass die Gelder auch für den Ausbau der Bahn verwendet werden sollen, wird nur ganz nebenbei bemerkt.
Spediteur Bertram sieht sich “in diesem Spiel als Eintreiber des Staates”, weil er die Maut ja seinen Kunden belasten wird und diese letzendlich die Zeche zahlen würden. Sehr richtig Herr Bertram, dann kommen wir aber endlich wenigstens ein Stückchen dahin, wohin die Reise gehen muss: Die Frachtkosten im LKW-Verkehr müssen endlich an die tatsächlichen volkswirtschaftlichen Kosten angepasst werden. Es kann doch nicht sein, dass es billiger ist, Nordseekrabben mit LKWs quer durch Europa nach Marokko zu fahren, anstatt sie direkt an der Küste zu verarbeiten. Zudem kommt sicher für viele Frachtkunden dann auch die Bahn (die ja im Gegensatz zu den Speditionsunternehmen ihren Fahrweg selber bauen und erhalten muss) wieder als Transportunternehmen in Frage. Zu wünschen wäre es uns allen.
Interessant übrigens, dass auch in der IHK Magdeburg die Speditionsunternehmer an oberster Stelle sitzen …
Elbe-Jeetzel-Zeitung:
Grill: Chancen der A39 schnell ergreifen
Isenhagener Kreisblatt:
Die «Geister» gegen die Gegner — A 39-Befürworter bekennen sich zu Anti-Anti-Autobahn-Aktionen bei Rade und Tiddische
10. November 2004: Naumburger Tageblatt:
Untersuchung favorisiert Bundesstraße 190n — Daehre: Zwischen A 14 und A 39 soll Zwei-plus-eins-Variante gebaut werden
Unser Kommentar:
15.000 bis 22.000 Fahrzeuge sprechen also für eine zweispurige Bundesstraße mit wechselnder Überholspur. Da wird es interessant, mit wieviel Verkehr die A 39 der Straßenkategorie “Autobahn” gerechtfertigt wird.
Isenhagener Kreisblatt:
A39-Streit geht in die nächste Runde — Gutachten zu A14-Bau nicht öffentlich gemacht?
Allgemeine Zeitung Uelzen:
A 39-Gegner holen «Airbus-Anwälte» — Schutz- und Klagefonds vor der Gründung
Altmark-Zeitung:
Gegenwind für A 14 und A 39 — Bürgerinitiativen: Planer müssen mit Problemen rechnen
Leserbrief von Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39
9. November 2004: Landeszeitung:
Umlandkonferenz der CDU 2005 in Lüneburg — Verkehrsexperte Dirk Fischer setzt auf Metropolregion
Unser Kommentar:
Ohne die Straßeninvestitionen gehen die Baufirmen pleite? Wohl wahr, aber was setzt Herr Grill dagegen? Die A 39 müßte als Autobahn europaweit ausgeschrieben werden. Davon profitieren vor allem die großen, überregionalen Baukonzerne. Der regionale Mittelstand wird nur am Rande daran teilhaben können (mit Ausnahme der hiesigen Sand- und Kieswerke – siehe auch Vorstand der IHK). Und was kommt nach der A 39? Das Geld ist ausgegeben, danach kommen erst die anderen Regionen dran. Für weitere, den Mittelstand stützende Straßeninvestitionen wird über Jahrzehnte kein Geld mehr da sein. Das bedeutet ab dem Jahr 2010 das sichere Ende. Herr Grill, mit Ihrer kurzsichtigen Forderung nach einer teuren Autobahn statt nach einem nachhaltigen Verkehrskonzept führen Sie die regionalen Straßenbau-Unternehmen erst recht in die Pleite.
Landeszeitung:
Flächennutzung leicht gebremst
Unser Kommentar:
Das Stadtgebiet Lüneburgs umfaßt eine Fläche von 70,32 Quadratkilometern. 93 Hektar versiegelte Fläche pro Tag bedeutet hochgerechnet, dass 335 Quadratkilometer pro Jahr veriegelt werden. Dies entspricht also etwa der fünffachen Fläche von Lüneburg.
[…] Bundeskanzler Gerhard Schröder wird [am 11.11.2004] erneut das 30-Hektar-Ziel als Teil der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie verkünden. Zur Minderung des Flächenverbrauchs benötigen wir jedoch endlich wirksame Maßnahmen. Alle Subventionen und Steuern, die Zersiedelung und Flächenfraß fördern, gehören abgeschafft. Das hilft übrigens auch dem Bundesfinanzminister aus der Bredouille.
Wie dieses Ziel erreicht werden soll, wenn wir im Straßenbau so weitermachen wie bisher, bleibt allerdings mehr als fraglich.
(siehe auch das Hintergrundpapier des BUND und den Artikel “Deutschland baut sich zu” von stern.de)
6. November 2004: Braunschweiger Zeitung:
«A 39 Rückenwind geben» — MdB Ronsöhr organisierte Treffen – IHK vertreten
Unser Kommentar:
Die Runde “Rückenwind für die A39” wird ein flauschiges Treffen in völliger Harmonie werden; in diesem Kreis versteht man sich schließlich. So wird das Wunschdenken “Arbeitsplätze durch Autobahnen” weitergesponnen und uns Bürgern verkauft. Warum setzen sich die Teilnehmer nicht mit dieser Studie auseinander oder beratschlagen, wie sie einen Termin beim Bundesminister für Verkehr bekommen können, um sich für eine rasche Realisierung des Dritten Gleises einzusetzen? Ach so … die Spedition Hansmann möchte ihre 100 LKW lieber auf der A39 fahren lassen!
Anstatt für das nächste Jahr eine Verkehrskonferenz zu planen, sollte dieser Personenkreis lieber eine regionale Arbeitsplatzkonferenz organisieren, um hier kurzfristig Erfolge zu realisieren. Aber Autobahnbau scheint die einzige Art von Wirtschaftsförderung zu sein, die die Teilnehmer dieser Runde kennen.
5. November 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
Gegenwind für A 14 und A 39
Elbe-Jeetzel-Zeitung:
Pro A39: Beifall — 66 Nähmaschinen für Frauen im Kongo
Unser Kommentar:
Die Junge Union mit ihren 46 Mitgliedern im Landkreis klatscht Beifall für Herrn Dorendorf von der Uelzener CDU-Gründung “Pro A 39”, die etwa ein Dutzend Mitglieder zählen dürfte. Die Zahl der Bürgerinitiativen gegen die zerstörerische Nonsensautobahn A 39 in den Landkreisen Lüneburg, Uelzen und Gifhorn stieg im letzten Jahr von zwei auf 30, die Zahl der Aktiven darin zählt weit über Tausend, die Zahl der Unterschriften gegen die A 39 liegt derzeit bei 20.000. Und unter den Unterschreibern sind viele Mitglieder von CDU und Junge Union – weit, weit mehr als die oben genannten Zahlen der Pro-A-39-Klatschenden.
Ob das nicht noch mehr CDU- und Junge-Union-Mitglieder nachdenklich stimmen sollte?
Elbe-Jeetzel-Zeitung:
Trittin wälzt ab — Grill: Bundesregierung hat versagt
4. November 2004: Altmark-Zeitung:
Daehre dringt auf schnelle Umsetzung von Verkehrsprojekten — Land bringt zur Beschleunigung Antrag in den Bundesrat ein
Unser Kommentar:
siehe Leserbrief “Gegenwind für A 14 und A 39 — Bürgerinitiativen: Planer müssen mit Problemen rechnen” von Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39
3. November 2004: Volksstimme:
Daehre: Schnell-Planung bis zum Jahr 2008 verlängern
2. November 2004: Isenhagener Kreisblatt:
BI gegen A 39 richtet Schutz- und Klagefonds ein — Kreis nimmt Vorhaben verwundert zur Kenntnis: «Autobahnvorhaben steht erst am Anfang»
Unser Kommentar:
Wir werden um eine juristische Auseinandersetzung um die A 39 wohl nicht vorbeikommen. So organisiert der Dachverband der Bürgerinitiativen bereits ein Jahr vor Beginn des Raumordnungsverfahrens die juristische Beratung potentieller Kläger, die Auswahl einer erfahrenen Kanzlei und die Finanzierung durch Gründung eines Klagefonds. Wann in der Geschichte der Bundesrepublik war bei der Planung eines überflüssigen Autobahnprojektes der Widerstand so frühzeitig so gut und professionell organisiert wie hier? Als Aktion Lebensberg e.V., möchten wir bei dieser Gelegenheit einmal Eckehard Niemann, Juliane Hauffe, Annette Niemann, Andreas Conradt und vielen anderen Mitstreitern danken, die sich mit Weitblick und Kompetenz und einem unermüdlichen Engagement für unser gemeinsames Ziel einsetzen. Auch den Umweltverein Gellersen e.V. möchten wir hier dankend erwähnen, der durch seine Vorfinanzierung manches Projekt realisierbar gemacht hat.
Aus dem Artikel: “Mit Verwunderung wird das Vorhaben beim Landkreis zur Kenntnis genommen: «Das Verfahren zur A 39 steht doch erst am Anfang», so Baudezernent Ekkehard Buthe.
Eben unter anderem darum, Herr Buthe, werden wir Erfolg haben und diese Nonsensautobahn verhindern. Beginnend mit der frühzeitigen Recherche der Aktion Lebensberg über die Hintergründe der A 39 und der jetzigen Arbeit des Dachverbands wird unser Widerstand voll handlungsfähig sein, wenn die Verfahren anfangen zu laufen.
1. November 2004: Unsere Wirtschaft (Hauszeitschrift der IHK Lüneburg-Wolfsburg):
Ministerpräsident Christian Wulff zur A39 — Interview in Sachen ‘A14/A39’
Unser Kommentar:
Auch unser Ministerpräsident steht stramm, wenn die IHK ruft. Es fällt schon auf, dass nur jemand bemerken muß, dass die A39 aufgrund der A14 und/oder A22 nicht realisiert werden würde und schon reagiert auch Christian Wulff mit einem anderslautendem Statement. Ansonsten erfahren wir nur die üblichen Begründungen hinsichtlich des strukturschwachen Raumes und den Anbindungen an das Fernstraßennetz. Schuldzuweisungen werden natürlich auch gleich in Richtung Bundesregierung getätigt. Fazit: Wenn die IHK sich des Baus der A39 so sicher wäre, dann würde sie gelassener reagieren – nämlich gar nicht. Was sagt uns dieser Artikel? Die A39 ist noch lange nicht in “Sack und Tüten”.
31. Oktober 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
A14-Raumordnung: Probleme auch für A39-Planer
30. Oktober 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Unsachgemäßer Ausbau erhöht Unfallrisiko — Ein vernünftiger Ausbau der Bundesstraße 4 hätte mehr Sicherheit gebracht
Leserbrief von Eckehard Niemann
Isenhagener Kreisblatt:
«Persönliches Interesse»
Leserbrief von Uwe Bilau
Isenhagener Kreisblatt:
Keine Argumente?
Leserbrief von Renate Fricke-Lass
29. Oktober 2004: Leipziger Volkszeitung:
A 14 wird 140 Kilometer länger
Volksstimme:
Vorzugs-Trasse für neue A14 liegt vor — Verkehrsminister Daehre beendet Raumordnungsverfahren
Mitteldeutsche Zeitung:
Hürde für Nordverlängerung der A 14 ist geschafft — Raumordnungsverfahren beendet – 125 Stellungnahmen von Kommunen und Verbänden
Unser Kommentar:
Bei der A14 wurde am 29.10.2004 das Raumordnungsverfahren mit einer Vorzugsvariante abgeschlossen, die in der Feinplanung allerdings noch um 100-200 Meter verändert werden kann. Die Einwendungen der Bürger wurden abgearbeitet, die geringste Entfernung zur Wohnbebauung soll bei ca. 400 Metern liegen. Als Baubeginn wird 2006 angestrebt. Wir sehen hier, wie zügig die Planung voranschreitet und wie wichtig es ist, dass wir unseren Widerstand gegen die A39 so früh begonnen haben und bereits kurz vor der Gründung eines Klagefonds stehen. Schließlich würde die A39 an einigen Orten bis auf 80 Meter an die Wohnbebauung und das Schutzgut Mensch herankommen.
27. Oktober 2004: Landeszeitung (unveröffentlicht):
Finanzpolitisches Schlagloch A39
unveröffentlichter Leserbrief von Dr. Lars Wohlers
Unser Kommentar:
Mit diesem Leserbrief setzen wir unsere Reihe “Der unveröffentlichte Leserbrief” fort.
26. Oktober 2004: Aller-Zeitung:
ZDF dreht bei Demonstration gegen die A39
Der Kreisbote:
Wir brauchen das dritte Gleis!
Leserbrief von Dipl.-Ing. Reinhard Hillmann
25. Oktober 2004: Braunschweiger Zeitung:
Mit Fonds und Fackeln gegen A 39 — Autobahngegner protestierten in Tiddische: «Allein die Vorstellung ist unglaublich»
Die Zeit:
Grüne Hoffnung, blaues Wunder — Selbst wenn die Bevölkerung schrumpft, könnte der Autoverkehr zunehmen und die Artenvielfalt kleiner werden
Unser Kommentar:
Nehmen Sie sich die Zeit, diesen Artikel in Ruhe zu lesen. Eine Empfehlung, die wir vor allem autobahngläubigen Politikern geben möchten. Das Lesen bringt aber nur bei einer eigenen ergebnisoffenen Einstellung etwas. Sonst lassen Sie es, es könnte Ihnen den Schlaf rauben oder den Blick in den Spiegel trüben.
23. Oktober 2004: Neues Deutschland:
Auto als Jobkiller — Bahn-Initiative zu Beschäftigungswirkungen der Schiene
Bild:
Verlierer: Reinhard Weis
Unser Kommentar:
Reinhard Weis wurde als verkehrspolitischer Sprecher der SPD Bundestagsfraktion völlig überraschend abgewählt. Damit ist ein großer Befürworter der A14/A39 innerhalb der Fraktion entmachtet worden. Ein weiterer kleiner Teilerfolg auf unserem langen Marathonlauf zur Verhinderung der A39.
Hat Reinhard Weis zu offen und ehrlich bekannt (z.B. in diesem Schreiben), dass es sich um eine Autobahn mit ausschließlicher Bedeutung für den Transitverkehr handelt? Hat er durch seine Ehrlichkeit gerade den regionalen SPD-Politikern ihre hübschen “Argumente” kaputtgemacht, die A39 würde Gewerbeansiedlungen, Arbeitsplätze und Geld vom Himmel regnen lassen?
Aller-Zeitung:
Unterschriften gegen die A 39 im Raum Gifhorn — Bürgerinitiative macht mobil gegen mögliche Planungen für eine Autobahn-Trasse im Bereich der Kreisstadt
20. Oktober 2004: Mitteldeutsche Zeitung:
Daehre will Bundesstraße 6 zur Autobahn umwidmen — Verkehrsminister sieht gute Chancen für Aufwertung der B 6 n bis Bernburg
Unser Kommentar:
Gibt es eigentlich eine krankhafte genetische Veränderung bei Verkehrspolitikern, alles was vierspurig ist, als Autobahn ausweisen zu müssen? Mit dem Verkehrsminister Dähre hat sich Sachsen Anhalt hier ein echtes Einzelstück eingekauft. Die Wirtschaft wird sich über die Umwandlung der B 6 n in eine Autobahn ‘freuen’, darf sie dann eine mautpflichtige Straße befahren.
Was das Verkehrswegebeschleunigungsgesetz im Hinblick auf die A 14 betrifft: Es handelt sich bei dieser Autobahn um eine Nord/Süd-Verbindung, und sie wird nach westdeutschem Recht und ohne Aussetzung von Klageinstanzen umgesetzt werden müssen. Dafür werden unsere Freunde bei den Initiativen der A 14 sorgen. Bei der A39 wird der Bund gegen die erfolgreichsten Anwälte bei Verkehrsfragen antreten müssen.
Berliner Zeitung:
Länder sollen Fernstraßen bauen — Gutachten des Rechnungshofs regt Eingrenzung der Zuständigkeit des Bundes auf Autobahnen an
16. Oktober 2004: Landeszeitung:
Wer soll die vielen Autobahnen später nutzen?
Leserbrief von Astrid Henning
14. Oktober 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Der Lärm ist eine Zumutung — Medinger fordern Schallschutzmaßnahmen entlang der Bahnlinie / Besucher bleiben aus”
Unser Kommentar:
Nicht nur die A 39 würde eine immense Lärmbelastung bedeuten. Die Bahn tut es heute schon. In Bad Bevensen-Medingen vertreibt der Verkehr die zahlenden Gäste reihenweise. Nicht nur, dass mit der A 39 eine weitere große Lärmquelle hinzu käme. Jeden Euro, den wir heute für sinnlose Projekte hinausschmeißen, fehlt gleichzeitig an anderen, sinnvollen Stellen – wie zum Beispiel einer Lärmschutzwand. Will man dem Kurort Bad Bevensen etwas Gutes tun, dann soll man ihn von dem Bahnlärm befreien, statt ihm auf der anderen Seite diese Transitautobahn vor die Fenster zu setzen.
13. Oktober 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
A39-Gegner unterstützen Rübenbauern
12. Oktober 2004: Nordwest Zeitung:
Land empört über Vorwürfe von Trittin — Regierung Sander und Hirche wehren sich – Alles nur „Kaffeesatzleserei“”
Unser Kommentar:
Wir stellen an diesem Artikel fest, dass sich auch in Oldenburg eine Industrie- und Handelskammer befindet, die genauso wie die IHK Lüneburg-Wolfsburg eine Autobahn schönredet. Die A22 Küstenautobahn befindet sich nicht im vordringlichen Bedarf und hat einen NKF (Nutzen-Kosten-Faktor) von 1,9. Im Bundesverkehrswegeplan 1992 mußte eine Autobahn einen NKF von mindestens 4,0 haben, um ein Baurecht zu erlangen. Die 3,4 für das Projekt A14/A39 dürften durch die A14 schöngerechnet sein.
9. Oktober 2004: Isenhagener Kreisblatt:
Nächtliche Attacke auf Anti-A 39-Puppen — Autobahn-Protestler: «Wir bauen neue auf» / Infoabend in Rade geplant
Landeszeitung:
Kreisstraßen in schlechtem Zustand — Geld für dringende Sanierungen fehlt
Unser Kommentar:
Unsere vorhandenen Strassen verfallen und dies so zahlreich, dass die LZ hiermit aktuell eine ganze Artikelserie bestreiten kann.
Gleichzeitig plant man für mehrere Hundert Millionen Euro eine neue Autobahn, deren angeblicher volkswirtschaftlicher Nutzen nicht zu belegen ist – Schizophrenie der aktuellen Verkehrspolitik.
7. Oktober 2004: Braunschweiger Zeitung:
«Lieber vorhandene Straßen ausbauen» — Gegner der A 39 machen mobil – Protestveranstaltung am 23. Oktober – Bürgermeister ohne Verständnis
Unser Kommentar:
Der Widerstand weitet sich immer weiter aus. Und überall ist es das gleiche Bild: Engagierte Bürger stoßen auf verhörnte Politiker, die sich nicht anders zu helfen wissen, als zu polemisieren und die A 39-Gegner zu denunzieren. Es wird Zeit für einen Wechsel – geht zur nächsten Kommunalwahl!
Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
Autobahngegner fordern Stärkung der Ostheide-Region
6. Oktober 2004: Landeszeitung:
Radlerprotest gegen die A 39 — Tour führt durch Gellerser Dörfer
Uelzener Anzeiger:
Ein Labyrinth aus Steinen — Gemeinschaftsaktion in Luttmissen mit riesiger Beteiligung
Isenhagener Kreisblatt:
Klagefonds für A 39 — Aktionen der Gegner heute im N3-Fernsehen
5. Oktober 2004: Landkreiszeitung:
Lärmschutz mal anders — Barendorfer müssen sich selbst helfen
Unser Kommentar:
Dieser Artikel könnte ein Vorgriff auf kommende Diskussionen für die Anwohner der A 39 sein. Doch lassen wir es erst gar nicht so weit kommen, sondern verhindern wir diese unsinnige Transitautobahn jetzt!
3. Oktober 2004: Mitteldeutsche Zeitung:
Autobahn 14 belebt die Entwicklung der gesamten Region — Studie: Zehn Millionen Nutzer pro Jahr – Unfallkosten gingen deutlich zurück
Unser Kommentar:
Ein Ingenieurbüro welches Autobahnen baut, wird sicher keine Studie über Autobahnen erstellen, welches sich gegen den Nutzen derselben ausspricht.
Die auf der A14 Halle-Magdeburg fahrenden Fahrzeuge sind zu 80% Güterverkehr und Geschäftstransporte – ja, was sollen sie denn sonst sein? Vielleicht Bürger, die täglich in Hamburg oder Hannover einkaufen und die Kaufkraft aus der Region bringen?
Der Nutzen einer Autobahn spiegelt sich im NKV (Nutzen-Kosten-Verhältnis) wieder und setzt sich zu ca. 80% aus Transportkostensenkungen zusammen. Dies bedeutet nicht zuletzt Abbau und Export von Arbeitsplätzen – und zwar umso stärker, je besser die Verkehrsanbindungen sind.
2. Oktober 2004: Isenhagener Kreisblatt:
«Trügerische Hoffnung»
Leserbrief von Jens Meyer
30. September 2004: Reuters:
Bau-Verbände fordern höhere Investitionen in die Verkehrswege
Industrie-Verbände fordern mehr Verkehrsinvestitionen
Unser Kommentar:
Mit dieser Einstellung kommen wir doch heute nicht mehr weiter: “Laßt uns Straßen bauen, dann haben die Menschen, die diese Straßen bauen, Arbeit” und dies dann gegebenenfalls auch unabhängig davon, ob wir diese Straßen brauchen. Getreu diesem Motto wurde in den 90er Jahren in den neuen Bundesländern durch Sonderprogramme Wohnraum geschaffen, der heute leer steht, verfällt oder gar wieder abgerissen wird. Immerhin haben diese Ausgaben einmal “Arbeitsplätze geschaffen” – und der Abriß schafft sie heute auch.
Warum hören diese Lobbyistenverbände nicht endlich auf, uns solchen Unsinn zu erzählen?! Es ist unverantwortlich und egoistisch. Diese Leute schaden unserem Land.
Aller-Zeitung:
Mit Band und Stroh ein Zeichen setzen
28. September 2004: Isenhagener Kreisblatt:
A 39: Streit um Strohfiguren — Rader wollen nicht «vor den Karren gespannt werden»
27. September 2004: Süddeutsche Zeitung:
Fahrt in die Sackgasse — Gleichung “Autobahn ist gleich Wachstum” geht nicht mehr auf”
Unser Kommentar:
Lassen Sie sich einmal folgende Zitate aus dem Inhalt durch den Kopf gehen:
  • Pro Tag verschwinden bundesweit etwa 117 Hektar Natur unter Asphalt und Beton.
  • Kein Gewerbebetrieb kommt zusätzlich, weil eine Autobahn gebaut wurde.
  • Die Behauptung von Wirtschaftsverbänden, dass der Bau von Autobahnen ein herausragender Standortfaktor sei, ist nicht zu halten und wird auch nicht durch die Fachliteratur gestützt.
Ein sehr lesenswerter Beitrag zum Thema Autobahnbau im Allgemeinen.
25. September 2004: Landeszeitung:
Niedersachsen an der Spitze
Unser Kommentar:
Endlich geht es wieder aufwärts! Niedersachsen liegt mit einer Steigerung des BIP von 2,0% über dem Bundesdurchschnitt von 1,8%. Auch die Bruttowertschöpfung liegt mit 6,1% deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit 4,9% …und das alles ohne A 39!
Überhaupt stehen die Bundesländer mit geringer Autobahndichte (Bayern, Schleswig Holstein, Hessen, Sachsen) in Ihrer Wirtschaftsentwicklung signifikant besser da als Länder mit höherer Autobahndichte wie Nordrhein Westfalen, Rheinland Pfalz oder das Saarland. Aber wir wollen ja nicht so töricht sein, einen Zusammenhang zwischen Autobahndichte und Arbeitsplätzen herstellen zu wollen. Auf die Erklärungsversuche von IHK und der niedersächsischen Landesregierung sind wir dennoch sehr gespannt.
Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Statistik
24. September 2004: Isenhagener Kreisblatt:
«Mehr Engagement gegen A 39» — Autobahn beschäftigt die Grünen weiterhin
Landeszeitung:
Schwieriger Humor
Leserbrief von Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39
23. September 2004: Braunschweiger Zeitung:
«Lieber die B 4 dreispurig» — Hendrik Holtz fürchtet Autobahn vor den Türen Triangels, «Plan im Keim ersticken»
21. September 2004: Der Kreisbote:
100 Bürger radeln im Suchraum der A 39 — Lebensberg informiert über Trassenverlauf im Naherholungsgebiet
20. September 2004: Landeszeitung:
Vor 25 Jahren
Unser Kommentar:
Wie alt das Thema “A 39” schon ist, und wie lange sich die IHK Lüneburg-Wolfsburg hier als Lobby betätigt, zeigt dieser Blick zurück.
Was sich in den vergangenen 25 Jahren jedoch geändert hat, das sind die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen! Eine Autobahn, die damals vielleicht noch wirtschaftlich sinnvoll gewesen sein mag, ist heute eine “Nonsens-Autobahn”. Doch die Betonköpfe der Lobbyisten sind offenbar nicht in der Lage, die sich wandelnden Rahmenbedingungen zu erkennen und sich entsprechend anzupassen.
Landeszeitung:
Glosse «Am Haken»: Solidarität
Unser Kommentar:
Was die LZ hier angestellt hat, ist ekelerregend. Mit niveaulosen Beiträgen wie diesem wird die Auseinandersetzung um die A 39 in unsachliche Bahnen gelenkt und werden die Emotionen weiter hochgekocht.
Wie verbohrt und klischeebeladen muss der Kolumnist sein, der den Drang hat, so undifferenziert und unsachlich zur Lüneburger Öffentlichkeit zu sprechen? Warum beteiligt sich die Chefredaktion an einer solchen pauschalen Diffamierung ganzer Bevölkerungsteile, indem sie dieses Tun billigt? Statt um die niederen Instinkte so manchens Autobahnbefürworters zu buhlen, stände es der Landeszeitung übrigens besser an, einmal die politischen Hintergründe und Machenschaften des regionalen Filzes auszuleuchten, der hinter der A 39 steht. Aber da hoffen wir wohl vergeblich.
Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
Rübenferntransporte belasten die B 4
19. September 2004: Volksstimme:
Daehre: Projekte sind gefährdet — Gesetz läuft aus
Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
Rüben auf die Schiene!
18. September 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Sparen locker die Maut ein — OHE will Rübentransport nach Uelzen auf die Schiene bringen / Teurer Start
Unser Kommentar:
Die Presseerklärung vom 14. September zu den Rübentransporten aus Schleswig hat einiges losgetreten: Nach anfänglicher Zurückhaltung berichtet die AZ, dass die Forderung nach Verlagerung auf die Schiene richtig und realisierbar ist und sogar kostengünstiger als der Straßentransport!
17. September 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Ebstorf rockt gemeinsam die A39 — Mit Musik die Widersacher und Befürworter der A39 friedlich zusammen bringen
16. September 2004: Landeszeitung:
«Anfang vom Ende der A 39» — Autobahngegner sehen Anzeichen für Aus
Unser Kommentar:
Wieso, die Autobahn wird doch nicht mehr gebaut, das stand doch letztens in der Zeitung.” Dies bekamen wir auf der Umweltmesse häufig zu hören. Auf unsere Nachfrage bezogen sich die Besucher auf diesen Artikel in der LZ.
Dieser Artikel ist eindeutig viel zu optimistisch und beschwichtigend abgefaßt! Keineswegs wurde die Planung der A 39 abgeblasen! Das Ergebnis der Verkehrsuntersuchung soll im Herbst vorliegen, und das Raumordnungsverfahren Mitte nächsten Jahres beginnen. Die Politiker und Lobbyisten haben noch immer nichts dazugelernt. Wir dürfen jetzt nicht mit dem Widerstand gegen diese Nonsensautobahn nachlassen – sie ist noch lange nicht verhindert!
15. September 2004: die tageszeitung:
Die Rüben rollen — Wenn heute die Zuckerernte beginnt, hoffen A 39-Gegner, dass Autofahrer im Stau nicht Betonpiste herbeisehnen
14. September 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
Landesregierung schiebt Zuckerrüben auf B 4
11. September 2004: Isenhagener Kreisblatt:
«Horrorvorstellung»: A 39-Quertrasse auf Hankensbüttels Südumgehung?
5. September 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Gut gemeint und schlecht gedacht? — Vom Kampf um Fördergelder
Leserbrief von Arnim Brandes,
Konkurrenz belebt das Geschäft — Mehr Mobilität durch die Autobahn
Leserbrief von Klaus Rumpenhorst
1. September 2004: Bauernstimme:
Regionale Entwicklung statt Autobahngläubigkeit! — Bauern im Widerstand gegen eine zerstörerische «Nonsensautobahn»
Stadtlichter:
Wankelnde A-39-Pläne?
30. August 2004: Landeszeitung:
CDU macht sich für die A 39 stark — Leitantrag passiert Parteitag – Merkels Auftritt umjubelt
Unser Kommentar:
Hah! Den Autobahngegnern haben sie es aber gezeigt! Dies mag so mancher Befürworter heute freudig gedacht haben, als er die Überschrift “CDU macht sich für die A 39 stark” in unserer Lieblingszeitung las. Gönnen wir ihnen ihre kurze Freude und gehen einmal in den Artikel hinein. Hier wird der Eindruck vermittelt wird, dass Angela Merkel sich für die A 39 ausgesprochen hätte – es war jedoch lediglich die Niedersachsen-CDU.
Ob Frau Merkel aus dem Gedächtnis heraus weiß, um was für eine Autobahn es sich bei der A 39 handelt?
Jedenfalls wissen wir, dass die A 39 schon wieder in einem Zeitungsartikel nach der A 22 genannt wird. Vor allem im Zusammenhang mit dem in Wilhelmshafen geplanten Tiefseehafen wird die A 22 eine Rolle spielen. Hier spielt auch eine Rolle, dass Niedersachsen den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein die Realisierung der A 20 bis Sittensen kaputtgemacht hat. Es ist nicht einmal das Geld für eine Autobahn in Niedersachsen da. Bei Realisierung der A 39 hätte die A 22 womöglich keine Chance auf einen Bau innerhalb der nächsten 25 Jahre!?
Christian Wulff weiß das ganz genau und die IHK Lüneburg-Wolfsburg auch. Gönnen wir ihnen noch ihr Träume – es wird sich bald ausgeträumt haben.
Landeszeitung:
Radtour durch die Ostheide
29. August 2004: Generalanzeiger Uelzen:
Wird A39 ein Wackelkandidat?
28. August 2004: Isenhagener Kreisblatt:
«Entlastung fraglich»
27. August 2004: Isenhagener Kreisblatt:
«Vorrangig Transitstrecke» — Brome: 150 Besucher hören sich Bedenken der Bürgerinitiative gegen die A 39 an
Braunschweiger Zeitung:
Region wird Transit zwischen VW und Skandinavien — Bromer Initiative “Keine A 39” informierte 150 Bürger
Altmark-Zeitung:
Arendsee will ein Wort mitsprechen — B 190n-Trasse noch offen / Nähe zur Seestadt gefordert
Allgemeine Zeitung Uelzen:
«Menschen hier sind genauso fleißig» — Fördergelder winken, weil Uelzener zu wenig erwirtschaften / Region als Ziel-1-Gebiet
Unser Kommentar:
Es ist schon unverantwortlich und makaber, wie von CDU-Abgeordneten unsere Region schlechtgeredet wird, nur um ihr Verlangen nach der unsinnigen A 39 irgendwie zu begründen.
Da betont die Wirtschaftsförderungs-Fachfrau des Landkreises, dass vor allem der hamburgnahe Landkreis Harburg mit seinem pendlerbedingten Mißverhältnis zwischen Einwohnern und Arbeitsstätten (und seinen vielen Autobahnen!) die Zahlengrundlage für eine neue EU-Förderkulisse (Ziel-1-Gebiet) liefert. Und Herr Hilmer bastelt sich daraus flugs die Forderung nach der A 39, nach dem Motto: Reim dich oder ich fress dich!
(siehe auch Leserbriefe vom 5. September)
26. August 2004: Aller-Zeitung:
«Wir werden die A39 verhindern»
25. August 2004: Volksstimme:
B 190n: Anschluss an den Großraum Berlin angepeilt — Untersuchungsraum steht fest – Möglicher Straßenverlauf frühestens im Oktober 2006 bekannt
24. August 2004: Hannoversche Allgemeine Zeitung:
Kritiker: A 39 hat keine Zukunft
23. August 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
A 39-Pläne wanken
22. August 2004: Hannoversche Allgemeine Zeitung:
«Wirtschaft bei A 39 gefordert»
Unser Kommentar:
Wir wollen uns auf ein Ranking der A22 im Vergleich zur A39 nicht einlassen, erlauben uns aber die Anmerkung, dass uns der starke Einsatz Niedersachsens für die A39 schon immer unverständlich war. Niedersachsen torpediert damit die Forderung Schleswig-Holsteins und Hamburg, die ganz klar eine Küstenautobahn priorisieren.
Wir meinen, dass Hans-Jürgen Hedrich erstmals die berechtigten Sorgen der Befürworter der A39 nach einer Nichtrealisierung ausgesprochen hat. Die Lobbyisten der A39 und deren hörige Bundes- und Landespolitiker haben bisher so laut geschrien, dass sie die leisen Töne gegen die A39 nicht hören konnten. Wer sind beispielsweise die namentlich nicht benannten “Mitarbeiter des Bundesverkehrsministeriums”, die laut Beitrag der ZDF-Sendung Frontal 21 das Vorhaben für überflüssig halten? Gehört Angela Mertens womöglich zu ihnen, seit sie vor einigen Wochen persönlich die Argumente der IHK vernehmen durfte?
19./20. August 2004: Die Welt:
40-Milliarden-Loch im Bundesetat”,
Europa bekommt Fieber”,
OPEC-Rohöl erstmals über 42 US-Dollar
Unser Kommentar:
Während das Defizit unseres Bundeshaushaltes im ersten Halbjahr 2004 auf 40,7 Milliarden Euro angewachsen ist, steigt der Ölpreis für Opec-Rohöl erstmals auf über $42 pro Barrel. Die EU sieht das Wachstum durch den hohen Ölpreis gefährdet, erste Stimmen aus Deutschland schließen sich dieser Aussage an. Das Ende der niedrigen Ölpreise scheint endgültig gekommen zu sein. Gleichzeitig warnt die europäische Umweltagentur und kündigt an, dass der Klimawandel bereits im Gange sei.
Anstatt dass Deutschland zunächst die Planung der Straßenbauprojekte aussetzt und die Bewertung sowie vorausschauende Berücksichtigung der zukünftigen Entwicklung in Angriff nimmt, werden Autobahnen weitergeplant. Wann werden wir – wie in den 70er Jahren – die ersten Sonntagsfahrverbote bekommen? Erinnern wir uns … Die Ölkrise in den 80er Jahren hat die Nordland-Autobahn aus dem vordringlichen Bedarf geschmissen! Hören wir endlich auf, das Wunschdenken der ewig Gestrigen umzusetzen! Die Zeit für eine neue und moderne Verkehrspolitik ist angebrochen. Schickt die gestrigen Autobahnforderer nach Hause!
18. August 2004: Das Landvolk:
Die A 39 würde viele Bauern treffen
Leserbrief von Eckehard Niemann
16. August 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Fernstraße bis vor die Tore Berlins — Sachsen-Anhalt: Spange zwischen A 14 und A 39
15. August 2004: Generalanzeiger Uelzen:
CDU-Politiker rücken von A 39 ab — Wackelt nun der Plan für die ersehnte und zugleich gefürchtete Autobahn?
14. August 2004: Isenhagener Kreisblatt:
Bürgerinitiative gegen Bau der A 39 gegründet — Widerstand hat die Kreisstadt erreicht
Altmark-Zeitung:
Auf A wie Autobahn folgt B wie B 190 n — Daehre: Wir kommen wieder, wenn die Untersuchung vorliegt
ExtraTip:
«Herr Petersen argumentiert unseriös»
Leserbrief von Peter Weerda, Vorstandssprecher Aktion Lebensberg e.V.
«Petersens Äußerung ist eine Anmaßung»
Leserbrief von Ulrike Neber
13. August 2004: Braunschweiger Zeitung:
Neue Bürgerinitiative gegen A 39 — 25 Bürger trafen sich gestern Abend zur Gründungsversammlung
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Gemeinde Lüder tritt für A 39 ein — Rat schließt sich den Resolutionen an
Elbe-Jeetzel-Zeitung:
«A 39 gemeinsam voranbringen» — CDU-Parlamentarier Grill und Grosse-Brömer zum Gespräch in der Handwerkskammer
Altmark-Zeitung:
Das H kommt – Punkt! — Minister Daehre: 2006 rollen die ersten Bagger / Gegenwind von «Pro Ratio»
12. August 2004: Altmark-Zeitung:
B 190n: Trasse gesucht — Verkehrsausschuss will bei Feinabstimmung ein Wörtchen mitreden
Elbe-Jeetzel-Zeitung:
CDU-Politiker auch gegen A39
11. August 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Gegenwind aus Hannover — Autobahn-Bau: CDU-Abgeordnete skeptisch / Der Einsatz der Wirtschaft
Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39:
CDU-Politiker rücken von A 39 ab
7. August 2004: ExtraTip:
«Das ist doch kein seriöser Journalismus»
Leserbrief von Jens Petersen, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg
Unser Kommentar:
Verärgert sei Herr Petersen, weil die IHK dem Redakteur des “Frontal21”-Beitrags mehrere Stunden die Fakten zum Autobahnvorhaben dargelegt hätte. Wir meinen, dann hat Herr Petersen wohl einmal mehr mit seinen sog. Fakten nicht überzeugt.
Auch der Rest des Leserbriefs ließ uns erschaudern.
Beispiel: Die Wirtschaftsjunioren der IHK stellten bei einer Umfrage 2003 eine Kreisfrage zur A 39. Mögliche Antworten waren, ob man an positive, negative oder gar keine Impluse durch den Bau der A 39 glaube. 76% der abgegebenen Stimmen bezogen sich auf den Glauben der Menschen an positive Impulse. Bei der Publikation dieses Ergebnisses schrieb die IHK in “Unsere Wirtschaft” 11/2003, S. 24: “Genau 76% der Befragten sprachen sich dabei für das Bauvorhaben aus”.
Wer Umfrage-Ergebnisse so verfälscht und diese dann als Argumentation gegen “unseriöse Berichterstattung” der ZDF-Sendung “Frontal21” ins Feld führt, ist nicht nur selbst unseriös. Er zeigt auch, welche gewaltigen ideologischen Barrieren im Kopf bestehen.
Das Lob von Herrn Petersen an die “gefolgsamen” Bundes- und Landespolitiker ist darum in unseren Ohren nur ein Schandruf ob ihrer bereitwilligen IHK-Gefolgschaft.
Mit Lobby-hörigen Politikern werden wir unsere Zukunft aber nicht erfolgreich bestreiten. Das muss möglichst vielen Wählern klar werden!.
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Zukunftsfaktoren fördern statt Autobahnen fordern
Leserbrief von Eckehard Niemann
3. August 2004: Der Kreisbote:
«Wege nach Schilda» — Kritik an geplanter Autobahn 39 in ZDF-Sendung «Frontal 21»
29. Juli 2004: Berliner Zeitung:
Institute statt Autobahnen — Staatssekretär Kasparick für Kurswechsel beim Aufbau Ost
Unser Kommentar:
Zitieren wir doch einfach kurz: “Zehn Kilometer Autobahn kosten 60 Millionen Euro. Für das gleiche Geld kann man ein Fraunhofer-Institut bauen.” Langfristig werde in der Forschung mehr Wertschöpfung und damit mehr Arbeitsplätze geschaffen. “Wir müssen den Begriff Infrastruktur erweitern. Es geht dabei nicht nur um Straßen und Telefonleitungen. Es geht vor allem um Wissen.
Landeszeitung:
Gegen die A 39
23. Juli 2004: Elbe-Jeetzel-Zeitung:
Nur über die B248 — Bund zur Anbindung an die geplante Querspange B190n
22. Juli 2004: Celler Zeitung:
Durch A 39 droht Infarkt Nadelöhr im Kreis Celle
Land & Forst:
Landwirte als die Hauptbetroffenen
Leserbrief von Eckehard Niemann
Unser Kommentar:
Gekürzt wurden beim Abdruck dieses Leserbriefes leider u.a. die Passagen, in denen der Aufbau eines eigenen Klagefonds der betroffenen Landwirte angekündigt wird und die Politiker aufgefordert werden, die 100-Trecker-Demonstration im Mai dieses Jahres endlich ernst zu nehmen.
Die Wochenzeitung “Land & Forst” hat eine Auflage von ca. 40.000 und von fast allen Landwirten auch in unserer Region gelesen. Sie erscheint im dlv-Verlag, zu dessen Eignern der Bauernverband bzw. sein Landesverband “Niedersächsisches Landvolk” gehört. Die Vorsitzenden bzw. Geschäftsführer der Landvolk-Kreisverbände Lüneburg, Uelzen und Gifhorn haben sich bisher grundsätzlich für die A 39 ausgesprochen, klagen aber – bisher vergeblich – die Berücksichtigung landwirtschaftlicher Belange bei der Trassenführung gegenüber der Bezirksregierung ein. Viele Landvolk-Mitglieder sind mit dieser Haltung nicht einverstanden und haben dies auch gegenüber ihren Kreisvorsitzenden deutlich gemacht.
In einem Artikel vor einigen Wochen hatte “Land & Forst” sowohl Gegner, als auch Befürworter der A 39 vorgestellt.
21. Juli 2004: Landeszeitung:
Stadt und Kreis Lüneburg locken immer mehr Neubürger — Die Einwohnerzahl stieg innerhalb eines Jahres um 1.601 auf 173.164 Personen
Unser Kommentar:
Der Verlierer dieser schönen Entwicklung dürfte auf absehbare Zeit die Stadt Lüneburg sein. Während auf Landkreisgebiet noch sehr viele Baugebiete ausgewiesen werden können, kann sich die Stadt Lüneburg nur noch auf dem Gebiet der Schlieffenkaserne und dem Ebensberg vergrößern. Bei der östlichen Trassenführung, die sich in der letzten Zeit herauskristallisieren zu scheint, führt die A 39 auf jedem Fall an einem dieser potentiellen Baugebiete vorbei. Unser Oberbürgermeister und der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion sollten sich darüber ruhig einmal Gedanken machen …
20. Juli 2004: Handelsblatt:
Interview: „Die Starken stärken“ — Mathias Bucksteeg, Direktor der Prognos AG, erklärt im Handelsblatt-Interview die Strategien der Stillen und nimmt Stellung zu Problemen der Standortpolitik in Deutschland.
Unser Kommentar:
Wir zitieren an dieser Stelle Stefan Wenzel aus der Pressemitteilung 214 der Grünen:
Das ist schon sehr dreist, wie das Wirtschaftsministerium die Ergebnisse der Wirtschaftsstudie ins Gegenteil verkehrt, um sie für sich und seine Politik zu instrumentalisieren” […]
Diese Untersuchung von bundesweit 429 Landkreisen und Städten hatte die Baseler Beratungsfirma Prognos gemeinsam mit dem Handelsblatt erstellt und die Regionen bewertet.
Wenn das Ministerium meint, dass der Bau der A22 und A39 die Wirtschaft in Niedersachsen ankurbelt, zieht es falsche Schlüsse aus der Untersuchung”, so Wenzel. Der Direktor der Prognos AG, Mathias Bucksteeg, sage ausdrücklich, dass Innovations- und Technologiepolitik sich auf keinen Fall auf den Ausbau von Straßen konzentrieren solle, sondern dass Bildung, Forschung und Gründungskapital im Mittelpunkt stehen müssten. “Es ist viel sinnvoller, das Geld nicht bei Spatenarbeiten zu verschwenden, sondern es in Bildung und Forschung zu investieren”, sagt Wenzel.
19. Juli 2004: Elbe-Jeetzel-Zeitung:
Autobahnbau «nur als Gesamtmaßnahme» — Kreistag beschließt Resolution im Umlaufverfahren – Aufnahme in vordringlichen Bedarf begrüßt
18. Juli 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Unglaubwürdige «Initiative Pro A 39» — Wer sich nicht äußerst ist automatisch dafür? Werden Touristen wirklich wiederkommen?
Leserbrief von Klaus Rumpenhorst,
Schweigen bedeutet nicht gleich Zustimmung
Leserbrief von Peter Siebeneichner,
Mich hat niemand gefragt — Von wegen «der schweigenden Mehrheit eine Stimme verleihen»
Leserbrief von Elke Bertram,
So wird lebendige Demokratie praktiziert
Leserbrief von Dr. med. Stephanie Scharnhop,
Vernetzte Wertschöpfungsketten aufbauen — Statt Autobahngläubigkeit regionale Entwicklung vorantreiben – Weiche Standortfaktoren nutzen
Leserbrief von Eckehard Niemann,
So zähflüssig kann der Verkehr nicht sein — Eine Autobahn ist nicht gerechtfertigt
Leserbrief von Annette Niemann
15. Juli 2004: Volksstimme:
Ministerium treibt Planungen für neue Bundesstraße voran — Gemeinden werden um Stellungnahmen zu B 190n gebeten
Handelsblatt:
Niedersachsen kämpft gegen Zahlungsunfähigkeit — Ministerpräsident Wulff schlägt schmerzhaften Sparkus ein – Kein Bereich bleibt von den Kürzungen verschont
Unser Kommentar:
Zuerst ein Blick zurück in den ExtraTip vom 10. Juli:
Doch keine Elbbrücke?
Das Land Niedersachsen übernimmt 75% der Kosten für das Projekt “Elbrücke Neu Darchau”, die sich auf 23 Millionen Euro belaufen. Die Finanzierung ist laut Projektleiter Burghard Kalliefe gesichert.
Doch wie anders liest sich der Artikel aus dem Handelsblatt: Aufgrund der Zinslasten und der wegbrechenden Einnahmen droht die Zahlungsunfähigkeit des Landes Niedersachsens! Auch gibt das Land weniger Geld für den Bau und den Erhalt von Straßen aus.
Wie ist es um die Finanzen des Landes und die Moral der Politiker bestellt, wenn selbst die Streichung der Blindenhilfe in Kauf genommen wird? Aber den Bau der Elbbrücke will man sich trotz des drohenden Exodus leisten und zeigt gleichzeitig mit den Fingern gierig nach Berlin und fordert die Finanzierung einer A 39 in Höhe von einer knappen Milliarde Euro, steht doch der Bund finanziell ebenfalls mit dem Rücken zur Wand. Würden diese Politiker so ein wirtschaftlich geführtes Unternehmen leiten, man hätte sie längst wegen Unfähigkeit zur Arbeitsagentur geschickt.
14. Juli 2004: Elbe-Jeetzel-Zeitung:
Dorendorf im Vorstand der BI «Pro A39»
Landeszeitung:
Nahrungsmittelindustrie hungert nicht nach A 39
Leserbrief von Eckehard Niemann
13. Juli 2004: Der Prignitzer:
Vorzugsvariante soll entkräftet werden — Seit gestern liegen die A 14-Unterlagen aus
Unser Kommentar:
Ein Blick zur A 14 zeigt uns, dass selbst die Wittenberger mit dem Verweis auf das spätere Raumordnungsverfahren und die möglichen Einwendungen hingehalten wurden und jetzt die A 14 vor die Nase gesetzt bekommen. Naturschutz geht vor dem Schutzgut Mensch! Ist diese Erkenntnis etwas Neues für uns? Nicht wirklich, glauben wir!
Allgemeine Zeitung Uelzen:
«Bessere Lebensqualität mit der A 39» — Initiative Pro A 39 gegründet / Treppe übernahm Vorsitz / Vertreter aus Region Lüneburg-Wolfsburg im Vorstand
Unser Kommentar:
Die AZ berichtet zur Gründung der Initiative Pro A 39 u.a.: “Der Verband […] hat sich zum Ziel gemacht, die Argumente, die für eine Autobahn in der Region sprechen, zu vertreten.
Wünschenswert wäre, wenn die neu gegründete Initiative zunächst einmal die Argumente pro A 39 auf den Tisch legen und sich nicht der Wiederholung des Wunschdenkens und der Plattitüden der bisherigen Befürworter anschliessen würde.
Wir stellen wiederholt fest, dass noch immer keine stichhaltigen Argumente aufgeführt und untermauert wurden. Hier daher noch einmal direkt gefragt:
Warum werden sich durch den Bau der A 39 Gewerbebetriebe in der Region ansiedeln, und warum werden Arbeitsplätze geschaffen?
Allen Befürwortern dürfte inzwischen klar sein, dass die Argumente des A39-Widerstands völlig richtig sind. Man bekennt sich nur nicht dazu, sei es aus Gründen des Gesichtsverlustes, des sturen Weiterbeharrens oder vielleicht aus Gründen, die in der Hoffnung auf persönliche Vorteilen liegen?
Wir stellen fest, dass alleine die Gründung einer Pro-Initiative das sicherste Zeichen dafür ist, dass der Bau der A 39 auf einem äußerst wackeligen Fundament steht. Und einmal “Hand aufs Herz”, dass es stichhaltige Argumente für den Bau der A 39 nicht gibt, wissen auch die Entscheider und Geldgeber in Berlin. Stellt sich nur die Frage, wann sie die Katze aus dem Sack lassen. Schade um die verschwendeten Planungsgelder …
Landeszeitung:
Bürgerinitiative «Pro A 39»
Isenhagener Kreisblatt:
Uhl: «A 39 und Ortsumgehung koppeln» — Bundestagsabgeordneter hat Hoffnungen auf eine große Lösung mit Sachsen-Anhalt abgeschrieben
12. Juli 2004: Presseerklärung des Vereins PRO A 39:
«PRO A 39» gegründet
Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A39:
«11; CDU-subventionierter Verband weniger Lobbyisten
10. Juli 2004: Landeszeitung:
Naturpark könnte bis an die Stadtgrenze rücken — Samtgemeinde Gellersen bekundet Interesse, dem Schutzgebiet beizutreten
Unser Kommentar:
Ist die Westvariante vom Tisch?
Nachdem in den letzten Wochen die Wahrscheinlichkeit, dass die A 39 im Westen Lüneburgs verlaufen würde, schon gesunken war, deutet nun alles darauf hin, dass die Planungen sich zukünftig auf den Osten konzentrieren werden. Wie wir aus dem Umfeld der Planungsbehörde erfahren haben, diskutiert man zur Zeit eine Nutzung der jetzigen Ostumgehung.
Der westliche Untersuchungsraum in der UVS II zeichnet sich durch seine enge Bemessung aus. Daher reichen schon räumlich begrenzte Problemzonen, um den Bau der A 39 im Westen zu verhindern. Eine solche “Planungsstörung” tritt jetzt ein: Die Samtgemeinde Gellersen soll in den Naturschutzpark Lüneburger Heide aufgenommen werden.
Was für Ökologie und Tourismus gut ist, dürfte eine ziemlich harte Nuss für die Planer der Autobahn werden, sollten sie sich nicht davon abbringen lassen, die B 404 Richtung Süden als A 39 zu verlängern. Hinzu kommt außerdem noch die schlechte Raumerschließung durch die unmittelbare Nähe der A 7, die nur in ca. 15-20 km Abstand dazu verläuft.
Vermutlich vor diesem Hintergrund diskutieren Bezirksregierung und kommunale Stellen seit einigen Wochen in Geheimverhandlungen, wie man die Ostumgehung in die Planungen einbeziehen könne. Gedacht ist dabei an eine Streckenführung bis Wendisch-Evern, um dort – evtl. unter Nutzung des dortigen Truppenübungsgeländes – auf die andere Seite des Elbe-Seitenkanals zu wechseln. Der weitere Verlauf ginge dann über Wulfstorf, Altenmedingen und Römstedt direkt an Bad Bevensen vorbei weiter Richtung Süd-Osten.
Besonders markant bei diesen Überlegungen ist eine angedachte Tunnelung von Moorfeld, um die Lärmbelästigungen zu minimieren. Aber auch die Querung des Elbe-Seitenkanals bei Ebensberg/Erbstorf wird als Alternative wahrscheinlicher, wenn sich die Ostumgehung als ungeeignet herausstellen sollte.
Dem Dachverband von über 30 örtlichen Bürgerinitiativen “Keine! A 39” wäre mit der Absage an die Westvariante ein erster Etappensieg gelungen. Und der Widerstand wird mit weiterer Konkretisierung der Planungen weiter zunehmen, so dass sich auch die verbleibenden Möglichkeiten der Trassenführung als unhaltbar herausstellen werden. Es zeigt sich mit der fortlaufenden Planung immer deutlicher, dass die A 39 am Widerstand der Menschen und an der Unzumutbarkeit für Mensch und Natur scheitern wird.
Isenhagener Kreisblatt:
A 39-Trasse schon klar? — Unterschiedliche Aussagen auf unterschiedlichen Veranstaltungen
Isenhagener Kreisblatt:
Gemeinsame Sprache der Region — Konferenz zur Querspange in Steinhorst
Landeszeitung:
Vorbild für Melbeck
Leserbrief von Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbands der Bügerinitiativen gegen die A 39
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Nun kommt sie doch, die Autobahn — Verärgert über Reaktion des Gemeinderates
Leserbrief von Klaus Rumpenhorst
Allgemeine Zeitung Uelzen:
OU Kirchweyhe schnell realisieren — Über großzügige Planung nachdenken
Leserbrief von Wieland Utermark
Unser Kommentar:
Während in der Allgemeinen Zeitung Uelzen laufend über die Ortsumgehung Kirchweyhes berichtet wird und in Leserbriefen Diskussionen laufen, hat sich die “Landeszeitung für die Lüneburger Heide” bisher in keinster Weise dieses wichtigen Themas angenommen. Will sie verhindern, dass die Melbecker erfahren, dass sich das zuständige MdB, Dr. Peter Struck, für seine Bürger wesentlich stärker einsetzt, als die Lüneburger MdB dies tun? Möchte sie verhindern, dass enttäuschte Melbecker Hedi Wegener und K.- D. Grill die Tür “einrennen” und ihren Unmut kundtun? Wie dem auch sei, in Kirchweyhe wird in ca. drei Jahren Ruhe einkehren und die Tassen werden nicht mehr wie in Melbeck in den Schränken klirren.
ExtraTip:
Doch keine Elbbrücke? — Neu Darchau: Bund der Steuerzahler gegen das 23-Millionen-Projekt
Unser Kommentar:
Die Elbrücke Neu Darchau wird entgegen des Bürgerwillens so geplant, dass der Verkehr durch den Ort laufen wird. In einigen Jahren wird aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens der Ruf nach einer dann nicht mehr möglichen Ortsumfahrung kommen. Schuld sind die Bürger auch selber, haben sie sich nicht rechtzeitig im Planungsstadium eingebracht und einen anderen Verlauf der Brücke gefordert.
(siehe auch den Artikel im Handelsblatt vom 15. Juli und unseren entsprechenden Kommentar)
9. Juli 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Fragestunde der besonderen Art — Wie die Ratssitzung in Altenmedingen zur A 39-Diskussion wurde und wie Politik funktioniert
Unser Kommentar:
Nach den uns vorliegenden Informationen, rückt ein Trassenverlauf zwischen Altenmedingen und dem Elbe-Seitenkanal in die nähere Betrachtung. Dies würde eine A 39 in unmittelbarer Nähe von Altenmedingen bedeuten. Umso verständlicher ist es, dass die Altenmedinger auf der letzten Gemeinderatssitzung, Aufschluß über den Verlauf der Autobahn haben wollten – Tagesordnung hin oder her. Im Bereich Lüneburg bestehen vielleicht Hoffnungen der Planer, durch eine Informationen über die Verbreiterung und Deckelung der Ostumgehung Lüneburgs, den Widerstand abflauen zu lassen. Verkehrlich ist die Ostumgehung trotzdem wenig geeingnet, den Verkehr aufzunehmen. Eine teure “Deckellösung” kann man im letzten Moment fallenlassen oder in Ruhe die “Ebensberger Variante” mitplanen. Wie dem auch sei, die Altenmedinger haben bei einer östlich geführten Trasse keine Alternative. Sie werden die A 39 wohl in ihre unmittelbare Nähe bekommen.
Aller-Zeitung:
Region soll kein Spielball werden
Gifhorner Rundschau:
«Werden die A 39 zu Fall bringen» — Autobahngegner hatten zu Informationsveranstaltung in Gifhorn eingeladen
7. Juli 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
93 Prozent würden wiederkommen — Gästebefragung in Bad Bevensen ergibt Traumnoten / Kinderfreundlichkeit Kritikpunkt
Unser Kommentar:
Die Kurverwaltung hat also im Rahmen einer Gästebefragung festgestellt, dass 93 Prozent der Besucher zufrieden sind und wiederkommen würden. Gerade für Bad Bevensen ist dies ein sehr erfreuliches Ergebnis, liegt dieser Ort doch – laut der Befürworter der A 39 – in einer verkehrlich äußerst schlecht angebundenen Region. Warum hat die Kurverwaltung die Gäste nicht auch gleich befragt, ob sie auch wiederkommen würden, wenn sich die A 39 mit ihrem Lärm und Gestank in einer Entfernung von ca. 500-1.000 Metern zu Bad Bevensen befinden würde? So wurde eine gute Gelegenheit vertan, einmal direkten Aufschluß von den Gästen zu erhalten. Schade!
Isenhagener Kreisblatt:
Drees: «Raumwiderstand vergrößern» — Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative gegen die A 39 in Rade
6. Juli 2004: Der Kreisbote:
Wahlwerbung mit Folgen — Aktion eines Autobahngegners sorgt für Ärger bei Südergellerser Politikern
Unser Kommentar:
Richtigstellen möchten wir, dass es sich bei “Keine! A39” nicht um eine Bürgerinitiative, sondern um den Dachverband von inzwischen 30 Bürgerinitiativen handelt, die sich gegen den Bau der A 39 einsetzen. Der Dachverband der Bürgerinitiativen ist überparteilich.
3. Juli 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Nur die Autobahn wird geplant — Auftrag an Straßenbauamt und Bezirksregierung ist eindeutig
Leserbrief von Otto Walter,
Wirtschaftsimpulse für den Landkreis — Von Gutachten und leerstehenden Geschäften
Leserbrief von Torsten Meyer,
Gemeinwohl vor Einzelwohl?
Leserbrief von Arnim Brandes,
Nach dem Quartett nun das Quintett — Fünf Bürgermeister und die Autobahn
Leserbrief von Horst Bichinger
2. Juli 2004: Landeszeitung:
A 39 bleibt vordringlich — Der Bundestag billigt die Gesetze zum Fernstraßenbau
Schweriner Volkszeitung:
A14-Projekt nimmt Planungshürde — Anhörungsphase endet heute / Knapp 160 Einwände eingereicht
Unser Kommentar:
Wie weit die Planungen zur “Schwester-Autobahn” A 14 bereits sind, zeigt dieser Artikel. Und wie wenig sich die Politik noch für die Probleme der Anwohner interessiert, wenn die Sache erst einmal beschlossen ist, auch. Denn wie man von Verkehrsminister Stolpe vernehmen kann, lehnt er weitere Diskussionen grundweg ab. Die Sorgen und Nöte der Bevölkerung werden währenddessen im Verwaltungsakt behandelt. Haben Sie auch schon eine Nummer gezogen?
Landeszeitung:
Humor oder Pflege der Vorurteile?
Leserbrief von Stefan Kuhlmann
Autobild:
«Gute Straßen garantieren Wohlstand»
Diverse Leserbriefe zum Artikel vom 18. Juni
1. Juli 2004: Landeszeitung:
Resolution gegen A 39 fällt im Rat durch — Scharnebecker Politiker glauben an Verkehrsentlastung
Unser Kommentar:
Bei einem Gespräch mit ihm im letzten Herbst hat Herr Sonntag sich noch gegen die Autobahn ausgesprochen und wollte das Thema im Rat sensibilisieren. Hat er uns damals die Unwahrheit gesagt, oder er hat seine Meinung inzwischen geändert? Da es seitdem jedoch keine neuen Argumente für die A 39 ergeben haben, dürfte wohl eher parteiinterner Kaderdruck für den Stimmungsumschwung verantwortlich sein. Mit der A 39 stirbt auch die Demokratie …
Pressemitteilung des Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen:
Stolpe: BVWP sichert «Aufbau Ost und Ausbau West»
30. Juni 2004: Presseerklärung des BUND:
Rot-Grün plant Luftschlösser, Schwarz-Gelb will noch mehr. Ausbaugesetze für Straße und Schiene unökologisch und unfinanzierbar
26. Juni 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
«Die A 39 ist die Lösung» — Bürgermeister der Samtgemeinde Bodenteich und aus Wieren unterstützen Planungen
Unser Kommentar:
Wie zuvor schon ein Mehrgespann aus Bürgermeistern von der B 4 ihr Votum für die Autobahn abgegeben haben, sind es auch diesmal die Repräsentanten von Kommunalvertretungen, die sich von der Sache geeint in die Öffentlichkeit begeben. Es zeugt aber nicht von Sachverstand, wenn man sich mit einer Formulierung wie “Pinkelbogen” einfach aus der Diskussion ziehen möchte.
Es ist inzwischen ein Muster zu erkennen. Die Kommunalvertreter in der Region rufen angesichts der haushohen Probleme nach der Autobahn, ohne dabei ein Konzept in der Tasche zu haben. Sie wissen gar nicht, ob ihre Probleme damit gelöst werden. Sie greifen nach dem milliardenschweren Strohhalm in der Annahme, dass die Nonsensautobahn sie ja nichts kosten wird. Aber das ist ein Irrtum. Den Schaden müssen wir alle einmal durch unsere Steuern teuer bezahlen. Diese unverantwortlichen Politik hat in der Vergangenheit Raubbau an unseren Finanzetats betrieben und gehört schnellstens abgewählt!
Elbe-Jeetzel-Zeitung:
Autobahnverbindung weit entfernt
24. Juni 2004: Land & Forst:
Nonsensautobahn oder wichtige Verkehrsader?
Unser Kommentar:
Die Autobahn würde vor allem über landwirtschaftliche Flächen hinweg gebaut werden, doch die vorgeschriebene Berücksichtigung des “Schutzguts Boden” (und seiner natürlichen Fruchtbarkeit) lassen die A39-Planer derzeit arrogant beiseite, um freie Planungsbahn zu haben.
Die A 39 versiegelt je Streckenkilometer etwa 5 ha Fläche und verschlingt außerdem weitere 5 bis 10 Hektar für Ausgleichsmaßnahmen, Zuwegungen, Abfahrten und für Baumaschinenplätze. Eine Folge dieser Landverknappung: eine erhebliche Steigerung der Pachtpreise.
Die zusätzliche Zerschneidungswirkung führt nicht nur zum Verlust hofnaher Flächen und zu längeren Wegen und Problemen mit Beregnungsanlagen, sondern oft auch zu Zwangs-Flurbereinigungsgemeinschaften, bei der alle Landwirte anteilig auf einen Teil ihrer Flächen verzichten müssen.
Wer Land verliert, der wird nur den vorher üblichen Verkehrswert bekommen – die passenden Ersatzflächen wird er aber wegen der verknappten Flächenlage nicht für diesen Preis bekommen (wenn überhaupt). Pachtflächen werden unsicher, Verpächter meiden z.T. “unsichere” Pächter auf der Autobahntrasse. Unter dem Eindruck der Unsicherheit und einer lähmenden Autobahndebatte werden lebenswichtige Investitionen zurückgestellt werden!
Unsere Region hat eine gewachsene, moderne und selbstbewußte Agrar- und Ernährungswirtschaft. Deren Ausbau braucht aber – so eine Befragung in den DLG-Mitteilungen – keine Autobahn, sondern u.a. eine gezielte Schließung von Lücken in der Wertschöpfungskette, die gezielte(!) Ansiedlung, ein kreativ-innovatives Umfeld mit Vernetzungen, Forschungs- und Ausbildungsstätten. Und der “weiche Standortfaktor” einer schönen und intakten Kulturlandschaft ist eine immer wichtigere Einkommenschance, auch für viele landwirtschaftliche Betriebe (Fremdenverkehr, Dienstleistungen, Direktvermarktung).
Die Politiker aller Ebenen sollten die deutliche Meinungsäußerung von über 100 Bauern beim Treckerzug von Uelzen nach Lüneburg am 15. Mai ernst nehmen! Der aktuell vorbereitete Aufbau eines Klagefonds von Landwirten und Grundeigentümern wird diesen Faktor noch enorm verstärken …
23. Juni 2004: Landeszeitung:
Politiker-Lob für die Kammern — Niedersächsischer Landtagsausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr tagte in Lüneburg
Unser Kommentar:
Die Strippenzieher der A 39 klopfen sich gegenseitig auf die Schulter? Oder was soll dieser Artikel für eine Wirkung erzeugen? Wem nützt es, wenn immer wieder die gleichen Plattitüden von Nahrstedt & Co. in der Zeitung stehen und diese auch noch als Argumente verkauft werden? “Ungleichgewichtigkeit in der Region”, “großes, schwarzes Verkehrsloch in Niedersachsen” – das sollen die Begründungen für eine Milliarden schwere Autobahn sein? Warum reicht nicht auch eine Bundesstraße? Warum muss es immer diese Ideologie-belastete kompromisslose Kräftemeierei sein? Die A 39 als postpubertäres Männerspiel – so würde es wohl ein Soziologe analysieren.
22. Juni 2004: Der Kreisbote:
Ein Schritt weiter zur Autobahn — Bundestags-Verkehrs-Ausschuss stellt A 39 in den Vordringlichen Bedarf
19. Juni 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Die Sache mit der eigenen Anreise — CDU-Arbeitskreis besuchte den Landkreis Uelzen: «Wir stehen voll hinter der A 39»
Unser Kommentar:
Weil die Abgeordneten am Uelzener Bahnhof auf den Bus warten mußten, soll nun die A 39 gebaut werden! So wünschen es CDU-Abgeordnete laut AZ Uelzen, die jüngst den Kurort Bad Bevensen besuchten!
Wie auch Abgeordnete seit Generationen in die 3. Welt fliegen, um den Menschen dort den “Wohlstand” zu bringen, kommt eine Delegation von selbsternannten “Wirtschaftsförderern” nach Bad Bevensen, um sich von dem reichhaltigen Angebot der Einheimischen überraschen zu lassen. Pikant. Mit der A 39 wolle man den Tourismus in Uelzen fördern. Diese transkontinentale Autobahn wird direkt(!) an Bad Bevensen vorbeirauschen – aber das wird den Kurort sicherlich stärken. Wie ja überhaupt die A 39 für die Uelzener gebaut wird, weil man diesen benachteiligten Menschen auch einmal was Gutes antun will. Das ist jetzt zwar sarkastisch, aber nicht so einfältig wie die Positionen der CDU in dieser Sache.
18. Juni 2004: die tageszeitung:
A 39 im Plan — Grüne im Zwiespalt: Im Land sind sie gegen die Betonpiste, auf Bundesebene gibt es ‘Koalitionszwänge’
Isenhagener Kreisblatt:
Spange nördlich der B 244 — Bezirksregierung stellt endgültigen Untersuchungsraum für A 39 vor
Autobild:
Stolpes Streichliste — Sparzwang beim Straßenbau: So bleibt das Antistauprogramm auf der Strecke – und vieles mehr
17. Juni 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A39:
Vordringlicher Bedarf der A 39 ist eine Farce!
Landeszeitung:
Die Grünen fahren auf der A 39 zickzack — Ja zum Bundesverkehrswegeplan, aber Nein zur Autobahn”,
Planer verändern Korridore — Raumordnungsverfahren läuft an
Braunschweiger Zeitung:
A 39: Die Suche nach der besten Trasse beginnt
Financial Times Deutschland:
Bund stutzt Verkehrsinvestitionen
15. Juni 2004: Landeszeitung:
Autobahn-Protest – aber nicht überall — Grüne stärkste Kraft in Südergellersen und Barnstedt
Der Kreisbote:
Keine neuen Arbeitsplätze
Leserbrief von Henning Soltau,
Autobahn: Hilflose Antwort
Leserbrief von Wilfried Weissenfeldt, Bürgerinitiative Mechtersen gegen die A39
14. Juni 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A39:
Erste Wahl-Quittung für die Pro-A39-Parteien
Landeszeitung:
Stadt-Grüne überholen die SPD — Platz zwei hinter der CDU – FDP zufrieden – Wahlbeteiligung erneut gesunken
Landeszeitung:
Über die Autobahn zum Sieg
Kommentar von Sebastian Voigt
13. Juni 2004: Uelzener General-Anzeiger:
Der Protest geht weiter — In 28 Bürger-Initiativen gegen die A39
12. Juni 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
A 39: CDU-Mitglieder getäuscht?
Anzeige des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39
Landeszeitung:
St. Florian regiert
Leserbrief von Iris Eggers
11. Juni 2004: Isenhagener Kreisblatt:
Läuft A 39 durch zwei Länder? — Wittinger Wünsche nach Grenzüberschreitung / Klopp: Trasse nur auf niedersächsischer Seite
9. Juni 2004: Landeszeitung:
B 4-Verkehr LG<->UE : Umdenken der BI-Initiativen jetzt!
Anzeige von Otto Walter
8. Juni 2004: Presseerklärung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A39:
Fragen zur A 39 zulassen!
Der Kreisbote:
Unversöhnliche Standpunkte — Autobahnbefürworter und -gegner diskutieren über die Notwendigkeit der A 39
Der Kreisbote:
Was nicht gesagt wurde
Kommentar von Gerhard Sternitzke
4. Juni 2004: Landeszeitung:
Diese Info-Veranstaltung war eine einzige Farce
Leserbrief von Reiner Pohlmann,
Wer soll das noch verstehen?
Leserbrief von Carsten Jaeger
3. Juni 2004: Landeszeitung:
Buhrufe von allen Seiten — Hitzige Autobahn-Debatte zwischen Staatssekretärin Angelika Mertens und Bürgerinitiativen”,
«Autobahnloch muss geschlossen werden» — Verbände, Wirtschaft, Politik und Verwaltung einig”,
«Lebensberg» sagt ab — BI zweifelt an «ehrlichem Dialog»
Unser Kommentar:
Wie soll die Staatssekretärin des Bundesverkehrsministeriums, Angelika Mertens, konkrete Fragen beantworten können, wenn sie nicht im Thema ist? Für viele Verantwortliche und Befürworter der A39 stellt diese Tatsache an sich ja keine besondere Neuigkeit dar. Auch der vorhergehende Besuch in der IHK und der Vortrag von Herrn Schöberl haben ganz offensichtlich den notwendigen Wissentransfer nicht gebracht.
Wollen wir hoffen, dass Angelika Mertens doch aufgrund des überwältigenden Widerstandes, der ihr aufgezeigt wurde, eine Message zu ihrem Chef nach Berlin mitgenommen hat die da lauten könnte: “Du Manfred, die A39, die kannst Du in der Prioritätenliste ganz unten ansiedeln! Die Menschen in der Region wollen sie nicht. Und … das nächste Mal, fahr da selbst hin, nach Lüneburg oder Uelzen!”
Pressedienst der Stadt Lüneburg:
Staatssekretärin Mertens: A39 für die Region wichtig”
Unser Kommentar:
In der Berichterstattung der LZ kam der Besuch der Staatssekretärin, Angelika Mertens, nicht besonders vorteilhaft rüber. Einen ‘Reparaturversuch’ lesen Sie beim Pressedienst der Stadt Lüneburg, der allerdings wieder neue Zweifel an den Qualifikationen von Frau Mertens aufkommen läßt, bezeichnet sie doch das Nutzen-Kosten-Verhältnis der A14/A39 von 3,4 als “hervorragenden Wert”. Sicher, er schafft gerade die Hürde von 3,0, ist aber sicherlich nicht als hervorragender Wert zu bezeichnen, wie beispielsweise eine Ortsumfahrung für Melbeck mit 7,5 und für Kirchweyhe mit gar 7,6.
Weiterhin ist die Aussage von Hartmut Schöberl, dass durch die Bürgerinitiativen objektiv falsche Aussagen bewusst oder unbewusst gestreut würden, schon starker Tobak! Herr Schöberl, nur weil Sie und Ihre Mitstreiter es vermeiden, sich auf die Argumente der Autobahgegner überhaupt einzulassen, sind sie deshalb nicht falsch!
Braunschweiger Zeitung:
A 39-Baustelle: Lieblingshorst der Pleitegeier? — Nach erneutem Konkurs der Baufirma: Tiefbauunternehmen werfen Straßenbauamt vor, Warnsignale nicht beachtet zu haben
26. Mai 2004: Landeszeitung:
Kein Gewissenskonflikt — Breite Mehrheit des Kreistages lehnt A 39-Resolution der Grünen ab
Unser Kommentar:
Politik als Tollhaus: Die einen bleiben unbelehrbar bei dumpfen Stammtischparolen wie “Autobahn schafft Arbeitsplätze”, und die anderen wissen es zwar besser, handeln aber nicht entsprechend. Wer wundert sich über die vielbeklagte Unglaubwürdigkeit von Politikern?
25. Mai 2004: Isenhagener Kreisblatt:
«Am besten recht schnell» — Große Unternehmen im Isenhagener Land wollen die A 39 – aber nicht alle
Der Kreisbote:
Samtgemeinderat sagt «Jein» zur Autobahn 39 — Gellerser Politiker können sich nicht auf gemeinsame Resolution einigen
Der Kreisbote:
«Zu wenig Informationen»
Leserbrief von Michael Heise
22. Mai 2004: Landeszeitung:
Plädoyer für die A 39
Die Welt:
Studie: Autobahn Lüneburg-Wolfsburg ist unverzichtbar
Unser Kommentar:
Diese beiden Pressereaktionen auf die von der IHK publizierten Broschüre zur A 39 sind wieder einmal ein Lehrstück in Sachen Journalismus.
Ausnahmeweise müssen wir hier eher der Landeszeitung zustimmen. Die Broschüre ist, im besten Fall, tatsächlich nur ein “Plädoyer” für die A 39. Eine “Studie” – wie die Welt meint – ist sie jedoch definitiv nicht. Denn eine Studie sollte auf objektiven Fakten beruhen und sich nicht auf tendenziöse Meinungsmache in Hochglanzform beschränken! (siehe auch unsere Kommentar zur Broschüre selbst)
Landeszeitung:
Wulff schlägt ein Oberhaus vor
Unser Kommentar:
Wir gratulieren Christian Wulf zu seiner qualifizierten Planung und seiner daraus resultierenden Hoffnung, dass das Land Niedersachsen bereits im Jahr 2187 schuldenfrei ist.
Legen wir also noch eine Nonsens-Autobahn drauf, die nachfolgenden Generationen müssen's sowieso bezahlen.
Wir wünschen ihm für die Landtagswahl im Jahr 2188 wieder einen großen Wahlerfolg. Vielleicht hat er dann ja auch sein Oberhaus bekommen. Jedenfalls hat Niedersachsen selten einen solchen erfahrenen Landesopa gehabt.
Landeszeitung:
Gymnasium und Autobahn — Lüneburger Kreistag berät am Montag wichtige Schulthemen und Straßenbau-Projekte
Landeszeitung:
Belastungen bleiben
Leserbrief von Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39,
Falsche Hoffnungen
Leserbrief von Hans-Joachim Einfeldt,
Nur standardisierte Aussagen
Leserbrief von Klaus Engmann,
Kein klares Votum
Leserbrief von Dipl.-Ing. Reinhard Hillmann
19. Mai 2004: Landeszeitung:
So nah und doch so fern — Gemeinsame A 39-Resolution scheitert
Unser Kommentar:
Der Samtgemeinderat Gellersen hat zwei Stunden über das Thema A 39 getagt. Die CDU/FDP sprach sich dafür aus, dass man die A 39 auf dem Gebiet der Samtgemeinde Gellersen für nicht realisierbar halte, man aber gerne an der Ermittlung der risikoärmsten Linienführung mitarbeiten wolle. Auch die SPD, die Wählergemeinschaft und (wie bitte?) die Grünen, lehnten den Bau einer Autobahn (A 39) auf dem Gemeindegebiet ab.
Dass die fünf Parteien bei dieser harmonischen Übereinstimmung keine gleichlautende Resolution hinbekommen konnten, verwundert uns schon. Aber, haben sich die Grünen diesem Resolutionsentwurf wirklich angeschlossen oder hat die Landeszeitung hier nicht ganz präzise berichtet? Wünschen sich die Grünen jetzt auch eine A 39 im Osten Lüneburgs, sei es mit der “Ebensberger Variante” oder durch die Nutzung der Ostumgehung?
Warum setzen sich die Räte der Samtgemeinde Gellersen und der Gemeinde Adendorf nicht einmal an einen Tisch und suchen gemeinsam eine mögliche, hübsche Trasse? Mögen sie aber bitte niemals wieder mit dem Finger auf eine andere Gemeinde zeigen!
Unsere Freunde vom Umweltverein Gellersen und die BIs im Westen Lüneburgs fragen wir hier, ob sie einen großen Sack für alle Gemeinderatsmitglieder zur Verfügung stellen – den Knüppel bringt die Aktion Lebensberg mit. Den Richtigen treffen wir dann sowieso!
18. Mai 2004: Der Kreisbote:
Trecker-Demo in Lüneburg — Veranstaltung gegen die A 39
Der Kreisbote:
Ansiedlungen ohne Autobahn
Leserbrief von Henning Soltau,
Das Volk bezahlt die Autobahn
Leserbrief von Christian Lemke,
Erbstorf gibt es nicht mehr
Leserbrief von Jürgen Hempel
17. Mai 2004: Landeszeitung:
Traktoren, Transparente und Trillerpfeifen gegen die A 39 — 500 Demonstranten tragen ihren Protest am Sonnabend in die Lüneburger Innenstadt
Allgemeine Zeitung Uelzen:
«A 39 darf hier nicht her» — Mit Protestsongs und Treckern gegen Autobahn demonstriert
16. Mai 2004: Welt am Sonntag:
Politik geht baden
Unser Kommentar:
In welchem Zusammenhang die in dem Artikel getätigten Aussagen zu unserem Thema stehen, mag sich jeder Leser gerne selber überlegen …
15. Mai 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Auf das falsche Pferd gesetzt? — Kirchweyhe bekommt Umgehung - andere Orte gehen leer aus
Leserbrief von Jürgen Meyer-König
Unser Kommentar:
Wie wir aus üblicherweise gut informierten Quellen wissen, liegt dieser Leserbrief auch bei der Landeszeitung vor. Die Landeszeitung hat es aber bisher nicht für nötig gehalten, über die unerwartete Vordringlichkeit der Ortsumgehung Kirchweyhe überhaupt zu berichten. Aber Kirchweyhe liegt ja auch im Landkreis Uelzen und nicht im Landkreis Lüneburg. Warum sollte sich die Landeszeitung der Berichterstattung aus dem Nachbarkreis annehmen? Gleiches trifft auch häufig auf die Allgemeine Zeitung Uelzen zu. Gemeinsam haben beide Zeitungen jedoch, dass sie Internetumfragen die nicht das gewünschte Ergebnis erlangen, einfach abschalten.
Landeszeitung:
Anwohner der B 4 profitieren sicher vom Bau der A 39
Leserbrief von Kurt-Wilhelm Drewes,
Melbecker setzen auf schnelle Reduzierung des Verkehrs
Leserbrief von Bernd Schulnies
14. Mai 2004: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr:
Hirche: Verschwendung von Steuergeldern bei Verkehrsvorhaben verhindern — Niedersachsen setzt sich mit Forderung im Bundesrat durch
Unser Kommentar:
Wirtschaftsminister Hirche bangt wohl bereits im Voraus um seinen Zeitplan. Wir finden fünf Jahre Gültigkeit für einen Planfeststellungsbeschluß völlig ausreichend. Bei einer Gültigkeit über 10 Jahre könnten sich wichtige Plandaten völlig verändert haben – wenn sie denn überhaupt jemals gestimmt haben sollten …
Elbe-Jeetzel-Zeitung:
«A 39 ist keine VW-Subvention» — Grill bei Grillfest der CDU Bergen
Unser Kommentar:
Einen Kommentar zum Treiben von Herrn Grill zu verfassen, ist immer eine undankbare Aufgabe – meist sprechen seine Ausagen hinreichend für sich. Wie z.B. als er Vorstandssprecher Peter Weerda vor gut einem Jahr ins Gesicht sagte: “Es liegen noch gar keine Trassen fest, da plage ich mich doch nicht schon mit irgendwelchen Bürgerinitiativen rum!
Danke Herr Grill! Nicht jeder Politiker macht es uns so leicht wie Sie! ;-)
13. Mai 2004: Volksstimme:
Lesestoff Verlängerung A14: 20 Aktenordner liegen aus — Raumordnungsverfahren angelaufen: Vier Wochen für Einsichtnahme und Stellungnahmen
Unser Kommentar:
Hier zeigt sich ganz bei der A 14 ganz eindrucksvoll, was uns in einem Jahr blühen wird! Vier Wochen Zeit, um die Unterlagen des Raumordnungsverfahrens für Eingaben durcharbeiten zu können. Die Profiplanung läuft und die Behörden ziehen das Ding durch! Wie soll ein normaler Mensch sich in so kurzer Zeit das Wissen aneignen, um den Behörden Paroli zu bieten?
Landeszeitung:
Illusionen vernichtet — Bad Bevensener und Behördenvertreter diskutieren über den Bau der A 39”,
Autobahn löst Probleme nicht — Wissenschaftler referiert in Melbeck
Unser Kommentar:
Sie wollen doch gar keine Autobahn. Sie wollen weniger Lärm, weniger Unfälle, mehr Lebensqualität.
Die Befunde, die die Aktion Lebensberg in ihrem Brennpunktpapier zusammengetragen hat, werden hier wissenschaftlich untermauert. Vordergründig ging es um realistische Verkehrspolitik. In Wirklichkeit ging es aber wieder einmal mehr darum, dass wir auch mal unser Gehirn benutzen müssen, um eine Ecke weiter zu denken …
12. Mai 2004: Financial Times Deutschland:
Rau prangert Egoismus der Eliten an
Unser Kommentar:
Johannes Rau kritisierte “Egoismus, Gier und Anspruchsmentalität in Teilen der so genannten Eliten”, die alle Maßstäbe verloren hätten. Allzu oft werde das Gemeinwohl vorgeschoben, wenn es nur um Gruppenegoismus gehe.
Ich wüsste kein Land, in dem so viele Verantwortliche und Funktionsträger mit so großer Lust so schlecht, so negativ über das eigene Land sprechen, wie das bei uns in Deutschland geschieht. Das bleibt nicht ohne Folgen”, sagte Rau.
Welche Namen fallen uns ein, wenn wir diese Worte lesen? Wer redet die wirtschaftliche Situation unserer Region schlecht, und wer schiebt das Gemeinwohl vor, um Gruppenegoismus durchzusetzen?
Landeszeitung:
Bund bei der A 39 in der Pflicht
Unser Kommentar:
Da haben wir wieder den Pferdefuß unserer Politik erwischt. Erst das Gesetz beschließen und dann darüber nachdenken, wie man dem Steuerzahler das Geld dafür aus der Tasche ziehen kann. Was ist denn eine “unkonventionelle Finanzierung”? Will man etwa keine neuen Schulden aufnehmen für dieses Wahnsinnsprojekt? Soll etwa doch VW – wie schon vor einem Jahr gemunkelt – eine private Vorfinanzierung übernehmen und anschließend Maut-Gebühren auf der Strecke erheben dürfen? Dann fordern wir aber Rabatt für Golf-Fahrer! ;-)
11. Mai 2004: Der Kreisbote:
«Der Planungsauftrag wird umgesetzt» — Behördenvertreter stellten sich den Fragen der Bürger zur A 39
ddp:
Sachsen-Anhalt und Niedersachsen wollen enger zusammenarbeiten
10. Mai 2004: Landeszeitung:
Verliert Diskussion an Tempo? — Geringe Resonanz auf A 39-Runde
Unser Kommentar:
Ganz sicher wird die Diskussion nicht an Tempo verlieren, wie zwischenzeitlich die Demo in Lüneburg am 15. Mai eindrucksvoll bewiesen hat. Tatsächlich waren aber außer ein paar Mitgliedern der Aktion Lebensberg wohl hauptsächlich Mitglieder der lokalen Parteien und Jugendorganisationen anwesend und so gut wie keine reinen “Privat”-Personen.
Vielleicht liegt das nicht nur an dem miesen Wetter an dem Abend, sondern auch an der sich an die Adendorfer Parteien anbiedernden Position, die der Bürgerverein zur Sache eingenommen hat? Vielleicht ziehen es die Adendorfer angesichts des Verhaltens des offiziellen Adendorfs lieber vor, sich von der schmutzigen Politik abzukehren? Sie taten auf jeden Fall gut daran, ihre Zeit anders zu verbringen, denn Ausgewogenes geschweige denn Neues gab es an dem Abend nicht zu erfahren.
Bei der Veranstaltung in Reppenstedt hat sich Herr Gratzke übrigens nicht getraut, Tacheles zu reden. Er wäre wohl trotzdem ohne Schaden aus der Gellersen-Halle hinausgekommen – wir sind eine friedliche Bewegung!
8. Mai 2004: Braunschweiger Zeitung:
Große Koalition für Autobahn 39 — Bundestagsabgeordnete von SPD und CDU: Strecke Wolfsburg-Lüneburg schnell bauen
Unser Kommentar:
Die A 39 wird noch zweimal den Bundestag passieren müssen. Zunächst vor der Sommerpause, um im Rahmen des 5. Fernstraßenänderungsgesetzes verabschiedet zu werden. Zu einem späteren Zeitpunkt muß der Bundestag aber noch die Finanzierung dieses Projektes sicherstellen, hier kommt die A 39 noch einmal auf den Prüfstand. Wie dies bei den heute pognostizierten 50 Milliarden Euro weiteren Steuerausfällen der nächsten Jahre erfolgen soll, interessiert uns ganz besonders. Die Daumen drücken wir Dr. Peter Struck der sich zur Zeit zu Bewerbungsgesprächen bei unserem Kanzler befinden soll, um die Nachfolge von Hans Eichel anzutreten. Eine A 39 zu fordern ist die eine Sache, die finanziellen Mittel für diese überflüssige Autobahn aufzubringen, eine andere. Keine! A 39 – das sagen wir Herrn Struck.
Allgemeine Zeitung Uelzen:
«Fahrlässig, wenn wir diese Chance verstreichen lassen» — Kreisausschuss fasst einstimmig Stellungnahme zur Autobahn A 39 / Unmut bei Grünen: Stimmen fielen unter den Tisch
Unser Kommentar:
Viel Neues erfahren wir in diesem Artikel nicht! Es werden die üblichen Phrasen gedroschen, wir alle kennen sie nur zu gut. Interessant vielleicht die Aussage: “[…] Die damit für die unmittelbar Betroffenen verbundenen Nachteile lassen sich durch die sorgfältige Planung minimieren. Hierzu will der Landkreis nach Kräften beitragen.” Wie, mit Ohropax, fragen wir uns? Und noch: “[…] ohne die von den Bürgerinitiativen vorgebrachten Bedenken aus den Augen zu verlieren.” Hmm, liest sich ja nett, aber wenn die Damen und Herren der Planungsbehörden uns einmal zugehört hätten, sollten sie eigentlich wissen, dass es für uns keine Kompromisse gibt!
Unsere Antwort: “Keine! A39!”
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Mehr Platz am Süsing und am Kanal — Straßenbauamt Lüneburg erweiter im nördlichen Kreis Uelzen Suchkorridore für die Autobahn
Unser Kommentar:
Da hat der Chefredakteur der AZ Uelzen, Heinrich Kracke, doch glatt das gemacht, für dass die Aktion Lebensberg sich auch schon einmal schelten lassen mußte: Er hat eine Karte verändert und dem Straßenbauamt Lüneburg unter die Arme gegriffen und schon einmal selber die neuen Suchräume in die Karte eingezeichnet. Wohl etwas ungeduldig, der Herr Kracke. Auch mag er seine eigenen Internetumfragen nicht, wenn sie im Ergebnis nicht in die gewünschte Richtung gehen. Die schaltet er sie nämlich – wie übrigens auch sein Kollege von der LZ, Christoph Steiner – einfach ab!
Und über die gefundene Rotbauchunke auf den Ländereien unseres Dachverbandsprechers, muß er auch nicht rumunken. Wären die ausführenden Planungsbüros nämlich umfassend informiert, hätten sie sie selber gefunden und müßten sich nicht, wie beim Schwarzstorch im Süsing, erst von den BIs darauf hinweisen lassen.
Interessant ist allerdings die Information, dass sich acht Landtagsabgeordnete für eine Einbeziehung der Ostumgehung in die Planung starkgemacht hätten. Hier wird wohl die Planung des “worst case” vorangetrieben oder aus Sicht der Befürworter “der Spatz in der Hand”. Wir meinen allerdings, dass Spatzen lieber frei fliegen sollten!
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Abgeordnete drängen auf Bau der A 39
Unser Kommentar:
Die üblichen Damen und Herren Abgeordnete, haben sich einmal mehr für die A 39 ausgesprochen. Warum legen sie nicht einfach einmal ein Band auf und stellen es auf “repeat”? Die üblichen Phrasen, interessant vielleicht: “[…] Jetzt müsse allerdings sichergestellt werden, dass sowohl für die Planung als auch für die Realisierung der Projekte die nötigen Finanzmittel zur Verfügung stehen.” Wie jetzt? Haben unsere Politiker Sorgen, dass vor lauter leeren Kassen die Kohle aus Berlin nicht fließt? Ist die A 39 doch noch nicht in Sack und Tüten? Muß der Bundestag nach der Abstimmung vor der Sommerpause über die 5. Novellierung des Fernstraßenänderungsgesetzes auch noch einmal über die Finanzierung abstimmen? Die 28 Bürgerinitiativen werden dran bleiben, soviel ist sicher!
Landeszeitung:
Süsing rückt aus dem Blickfeld — Planer definieren Suchraum für Autobahn-39-Trasse nach Auswertung der Anregungen neu
Landeszeitung:
Huckepack-Deal bei A 39 ohne Logik
Leserbrief von Michael Jung
7. Mai 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
«Nur alles in Frage gestellt» — Streit um Ortsumgehung Kirchweyhe: Struck-Vorwürfe gegen Hedrich
Unser Kommentar:
Da schafft der MdB Peter Struck den genialen Schachzug, für Kirchweyhe in seinem Wahlkreis eine Ortsumfahrung herauszuboxen, obwohl der Verkehrswegeplan schon fertig war, und das vor dem Hintergrund, dass andere Gemeinden an der B 4 diese Chance verweigert wird. Und unsere Landeszeitung hält es nicht einmal für notwendig, darüber zu berichten? So erfahren z.B. die Melbecker diese Nachricht nicht aus ihrem Heimatblatt und glauben weiterhin an die “einzige gangbare Alternative” Autobahn? Und da soll man keine politische Absicht hinter sehen?
6. Mai 2004: Braunschweiger Zeitung:
Bauvorhaben A 39 bestätigt — Bundestags-Ausschuss schichtet bei Verkehrsprojekten um – Region nicht betroffen
5. Mai 2004: Landeszeitung:
Überzeugung ist kein Argument
Leserbrief von Siegfried Koschek
Unser Kommentar:
Wer ist eigentlich Herr Hirche? Wer ist die FDP? Gibt es die noch? Haben wir von ihr im Lüneburger Raum jemals etwas gehört?
4. Mai 2004: Landeszeitung:
Südergellerser feiern Dorffest gegen die geplante A 39 — Rund 500 Besucher strömen auf den Hof Steinbeck
Unser Kommentar:
Viele nette Menschen und Kinder, gute Laune, Musik, politische Beiträge und keine Befürworter! Der eingeladene Bürgermeister Melbecks hatte zugesagt, dann abgesagt und eine Vertretung angekündigt, die aber auch nicht kam. Kurzum, es war ein netter Nachmittag!
3. Mai 2004: Stadtlichter:
Straßenlärm, den keiner will …
1. Mai 2004: ExtraTip:
Mit Treckern gegen die geplante A 39 — Riesen-Demo am 15. Mai von Uelzen nach Lüneburg
30. April 2004: Spiegel Online:
Grüne Verkehrspolitik: Letzte Ausfahrt Lebenslüge
Unser Kommentar:
Vier Verkehrsminister in sechs Jahren, marodes Schienennetz, dessen Privatisierung gescheitert, Maut-Pleite, aktionistischer Straßenbau, kein Konzept – besser als spiegel.de hätten wir es auch nicht schreiben können. Die Verkehrspolitik in Deutschland ist eine einzige Katastrophe.
Und bald kommt wieder ein neues Kapitel dazu. In nur wenigen Wochen entscheidet der Bundestag über die Novellierung des Bundesfernstraßenausbaugesetzes und macht damit den Bau der A 39 mit den Stimmen von SPD und Grünen zum Gesetz.
Wie konzeptlos und aktionistisch die Verkehrspolitik von SPD und CDU sind, haben beide Parteien in den letzten Jahrzehnten zur Genüge bewiesen. Die Grünen möchten dieses ändern, werden aber trotzdem für die A 39 stimmen. Bei den Wählern wird sowohl die Ignoranz der Volksparteien als auch die grüne "Zementierung" ihrer Lebenslüge nicht unbemerkt bleiben.
29. April 2004: Landeszeitung:
Hirche bleibt in der Sache hart — A 39-Gegner überreichen Minister 8900 Protest-Unterschriften und ein Stück Kulturlandschaft
Volksstimme:
Autobahn-Hosenträger droht zu zerreißen — 22 niedersächsische Bürgerinitiativen laufen Sturm gegen geplante Verlängerung der A 39
NDR Fernsehen “Hallo Niedersachsen”:
Widerstand gegen Weiterbau der A 39
SWR Fernsehen “WiesoWeshalbWarum”:
Mit Vollgas ins Verkehrs-Chaos
Unser Kommentar:
Deutschland steuert offenen Auges ins Verkehrschaos und die Franzosen zeigen uns auf, wie man es besser machen kann. Es gab einmal eine Zeit, in der Deutschland die innovativen Ideen hatte. Unseren Politikern fallen keine anderen Lösungen ein, als Autobahnen zu bauen.
Landeszeitung:
Gemeinwohl ist nicht nur durch Windkraft bedroht
Leserbrief von Dr. Lars Wohlers
28. April 2004: Landeszeitung:
Fronten bleiben verhärtet — Podiumsdiskussion zur A 39
dpa und Landeszeitung:
Wulff: Im Zuge von EU-Erweiterung Verkehrsinfrastruktur ausbauen
Niedersachsen hat Brückenfunktion — Wulff: Verkehrsinfrastruktur ausbauen
Unser Kommentar:
Bei diesen beiden Artikeln handelt es sich in Wirklichkeit nur um einen. Das Original stammt aus der Feder der dpa, in der Landeszeitung erschien dann am Folgetag eine bearbeitete Version.
Bemerkenswert sind dabei zwei Aspekte: Zum einen mach Wulff in diesem Artikel deutlich: Es geht mit der A 39 nicht um die Befriedigung regionaler Bedürfnisse. Vielmehr stellt sie einen Baustein bei der Schaffung einer europaweiten Transitinfrastruktur dar, um noch mehr Verkehr in die und aus den neuen EU-Mitgliedstaaten in Osteuropa zu ermöglichen. Nicht einmal die wichtige Rolle von VW wird hier von ihm geleugnet.
Zum anderen haben wir hier ein Beispiel für die redaktionelle Arbeit der Landeszeitung. Worin unterscheidet sich die LZ-Version vom Original? Neben marginalen Unterschieden in den Formulierungen gibt es im wesentlichen einen Unterschied: Die LZ hat den letzten Absatz weggelassen, in dem Bezug auf VW genommen wird – ein Schelm, wer hierbei unlautere Absichten unterstellt …
26. April 2004: Freie Presse:
Dohnanyi für längere Arbeitszeiten im Osten — Regierungsberater will Ost-Infrastruktur weniger fördern
Unser Kommentar:
Wir bekommen indirekt (und ungewollt) Unterstützung aus Regierungskreisen. Was der Regierungsberater nämlich aussagt, ist richtig: Nicht die “noch bessere” Infrastruktur entscheidet zukünftig über Investitionen, sondern die Produktionskosten. Daher jetzt noch ein Aufruf an unsere “Lokal”-Politiker und Wirtschaftslobbyisten: Denken Sie endlich um – schneiden Sie die alten Zöpfe endlich ab und stellen Sie sich den Herausforderungen der Zukunft! Weg mit der A 39 – her mit einem nachhaltigen Entwicklungs- und Verkehrskonzept für die Region!
Landeszeitung:
Breite Mehrheit für die Autobahn 39 — CDU-Kreisparteitag verabschiedet Initiativantrag
24. April 2004: ExtraTip:
5. Teil der ExtraTip-Serie: Was bringt uns die Autobahn 39?
Jetzt reden die Autobahngegner
21. April 2004: Landeszeitung:
Region droht das Abseits — Arbeitgeberverband pro A 39
Landeszeitung:
A 39-Patt ist keine Überraschung
Leserbrief von Wilfried Weissenfeldt
ExtraTip:
Gilt nur der Wille der Autobahn-Gegner?
Leserbrief von Dirk Rudolph,
Man sollte lieber Schienenbrachen nutzen
Leserbrief von Reinhard Stranz,
Ausbau der Ostumgehung schnell anmelden!
Leserbrief von Ulrich Löb
20. April 2004: Aller-Zeitung:
Neue Suchräume für Autobahn 39 und Ost-West-Querspange”,
Wittingen / Neue Bürgerinitiative will neutral über A 39 informieren und Bau möglichst verhindern
17. April 2004: ExtraTip:
4. Teil der ExtraTip-Serie: Was bringt uns die Autobahn 39?
Jetzt reden die Autobahngegner
ExtraTip:
Schwarzen Peter nicht hin- und herschieben
Leserbrief von Jörg-Harald Garbers,
Konzentrieren Sie sich auf die B-4-Trasse
Leserbrief von D.-U. Zey,
Befürworter stellen sich keiner Diskussion
Leserbrief von Renate und Jürgen Backhaus,
Wählerwille ist Politikern ganz egal
Leserbrief von Karlheinz Meurers,
Man muss Alternativen zum Neubau prüfen
Leserbrief von Carsten Jaeger,
Reppenstedter Politiker seid wachsam!
Leserbrief von Petra Meese
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Keine Chance für Bau der Autobahn
Leserbrief von Hans-Günther Bothe
10. April 2004: ExtraTip:
3. Teil der ExtraTip-Serie: Was bringt uns die Autobahn 39?
Interessenvertreter antworten
ExtraTip:
Mit der A 39 verlieren wir Arbeitsplätze!
Leserbrief von Ortwin Höller,
Lieber eine Stadtbahn für Metropolregion HH
Leserbrief von Reinhard Stranz,
Wasserstraßen und Bahnlinien einbeziehen
Leserbrief von Ricarda Ranft-Koschek,
Anlieger in Melbeck brauchen Umgehung
Leserbrief von Jürgen Hempel
Landeszeitung:
A 39-Gegner wollen nachlegen — Zurückgehaltenes Exposé soll öffentlich gemacht werden
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Die Meinung auf Biegen und Brechen durchsetzen
Leserbrief von Jörg Rittinghaus
7. April 2004: Landeszeitung:
An der A 39 scheiden sich weiter die Geister — Das knappe TED-Ergebnis macht nicht unbedingt klüger”,
Beide Seiten sehen sich als Sieger der guten Argumente
Unser Kommentar:
Dass das Ergebnis – egal wie man es interpretieren mag – uns “nicht unbedingt klüger macht”, war schon vorher klar. Doch zumindest entbehren die Stellungnahmen nicht eines gewissen Unterhaltungswertes. So spricht IHK-Hauptgeschäftsführer Petersen davon, “weiterhin mit Fakten und sachlichen Argumenten vom Sinn einer Autobahn […] zu überzeugen” – dabei kamen die sachlichen Argumente doch bisher praktisch ausschließlich von den Kritikern der A 39. Oder mein Herr Petersen hiermit etwa Aussagen wie die von Handwerkskammer-Präsident Schmidt: “Deutschland und Niedersachsen liegen mitten im wachsenden Europa und würden ohne die A 39 im Chaos versinken.” Eine derartig verzerrte Wirklichkeitsdarstellung muß man nicht einmal mehr karikieren …
6. April 2004: Der Kreisbote:
Argumente gegen die Autobahn 39
Leserbrief von Wolfgang Biederstedt,
Brummis bringen Lüneburg nichts
Leserbrief von Jürgen Hempel,
Verkehrsprobleme auf der B 4 lösen!
Leserbrief von Stefan Kuhlmann
4. April 2004: Spiegel Online:
Anti-Aldi-Protest: Brot wird heute in Tunesien hergestellt
Unser Kommentar:
Wozu der Wahnsinn eines transeuropäischen Autobahnausbaus führt, wird mit diesem Artikel deutlich.
Dabei ist dies kein Einzelfall: Brotbacken in Tunesien, Hotelwäsche waschen in Polen, Krabbenpuhlen in Marokko. Die anteiligen Transportkosten sind ganz offensichtlich nicht so hoch, wie uns die Befürworter des Autobahnwahnsinns gerne glauben machen wollen, sonst wären solche Absurditäten gar nicht profitabel!
3. April 2004: ExtraTip:
2. Teil der ExtraTip-Serie: Was bringt uns die Autobahn 39?
Politiker beziehen Stellung
Unser Kommentar:
Wenig überraschend: Die Befürworter haben nicht dazugelernt. Im besten Fall sehen sie immer noch “blühende Landschaften” durch die A 39 entstehen – durch welches Wunder auch immer. Oder aber sie beharren schon starrsinnig auf der Position “Wir waren schon immer dafür und sind es deshalb auch jetzt noch.”
K.-D. Grill setzt allem (wieder einmal) die Krone auf: “Wir brauchen eine Initiative für die Autobahn, nicht jeden Tag neue Verweigerungsgründe und Bedenkenträger.” Aha, also zuerst wiederholt eine Sachdiskussion fordern, aber als diese dann erfolgt und die eigenen Argumente sich als heiße Luft herausstellen, dann doch lieber schnell die unliebsamen Gegenargumente vom Tisch fegen und “faktenfreie Politik” einfordern. Solche Positionen schaden nicht nur der Sachdiskussion um das Thema “A 39”, sie schaden auch dem allgemeinen Politikverständnis und fördern die vielbeklagte Politikverdrossenheit!
2. April 2004: Landeszeitung:
Telefon-Umfrage zur A 39 — Ja oder Nein – Stimmen Sie ab bei der Aktion am kommenden Dienstag
Unser Kommentar:
Nachdem sie die Abstimmung im Internet schnell wieder zurückgezogen hat (siehe unser Kommentar vom 1. April – leider kein Scherz), versucht die LZ nun einen zweiten Anlauf, diesmal mit einer telefonischen Abstimmung.
Die LZ gesteht selbst ein, dass die Umfrage nicht repräsentativ ist. Wir halten sie für nicht zielführend im Sinne einer sachlichen und inhaltlich orientierten Diskussion. Wie auch immer das Ergebnis ausfallen wird, es wird zur Rechtfertigung mißbraucht werden: Dominieren die Befürworter, wird dies als klares Votum der Bevölkerung interpretiert werden. Dominieren die Gegner, wird womöglich zur Abschwächung wieder der Vorwurf der “Mobilmachung” oder gar Manipulation vorgebracht werden, wie dies schon bei der Abstimmung der AZ Uelzen geschah.
Nun, zumindest verdienen diesmal LZ und Dienstleister ein paar Euro an den Gebühren …
30. März 2004: Landeszeitung:
Verkehrsprojekte landen auf dem Abstellgleis — Land beklagt Bundesmittel-Kürzung – Verzögerungen auch bei A 39 möglich”,
Viele Verkehrsprojekte liegen auf Eis — Niedersachsen fehlen bis 2008 rund 800 Millionen Euro vom Bund – Verzögerungen auch bei A 26 und A 39”,
Noch mehr Widerstand — Initiative in Reinstorf gegen die A 39”,
Gellerser Genossen gegen Autobahn — Uwe Nehring bleibt Parteivorsitzender
Landeszeitung:
Wackeliges Fundament für ein Großprojekt
Leserbrief von Martin Eckers,
Schiere Angst vor der Leere als Argument
Leserbrief von Manfred Mattner,
Es fehlt nur noch der Wachtelkönig
Leserbrief von Hans-Dieter Wilhus,
Bahn und Schifffahrt wären die ersten Opfer
Leserbrief von Henning Soltau,
Westliche Trasse würde als Umweg die Umwelt unnötig belasten
Leserbrief von Klaus Pohlmann,
Sparen am falschen Ende
Leserbrief von Ortwin Höller,
Stillstand droht nur in den Staus
Leserbrief von Wilfried Weissenfeldt,
Ausbau der B 4 aktuell wie nie
Leserbrief von Dr. Lars Wohlers
Der Kreisbote:
Gellerser Bürger stellen Politiker zur Rede — Samtgemeinderat strebt gemeinsame Position zur Autobahn 39 an”,
«Eine absurde Vorstellung» — Bürger lehnen Autobahn über die Ostumgehung ab
Der Kreisbote:
Ihr Pharisäer!
Leserbrief von Hans Peter Albers,
Mit Sprache gelogen
Leserbrief von Wolfgang Ihde
29. März 2004: AP:
Niedersachsen sieht sich schon als Nadelöhr
Unser Kommentar:
Wo wird Niedersachsen seit langem bei Verkehrsinvestitionen benachteiligt?
Unser Wirtschaftsminister Hirche sollte sich nicht beklagen, sondern einmal eine Statistik des VCD zu Rate ziehen, da kann er noch etwas lernen. Während die Bevölkerungszahl der Niedersachsen 9,7% der Gesamtbevölkerung Deutschlands beträgt, liegt der Anteil an Autobahnen bei 11,5% und der Anteil überörtlicher Straßen sogar bei 12,2%.
Also Herr Hirche, befassen Sie sich einmal ein bißchen mit Zahlen, Daten und Fakten! Die Plattitüden ziehen langsam nicht mehr, und Sie machen sich unglaubwürdig – oder sind Sie es bereits?
28. März 2004: tagesschau.de:
Verkehrs-Projekte: Länder wollen klares Signal von Stolpe
27. März 2004: Berliner Morgenpost:
Brandbrief an Stolpe — Koch und Steinbrück: «Wir sind nicht schuld an Straßenbaukürzungen»
Landeszeitung (unveröffentlicht):
Johnson Controls und A39
unveröffentlichter Leserbrief von Hansjörg Witte,
Besuch von Dr. Struck
unveröffentlichter Leserbrief von Barbara Witte
Unser Kommentar:
Die Landeszeitung hatte versprochen, jeden Leserbrief zum Thema A 39 abdrucken zu wollen. Nachdem in der heutigen Ausgabe zwar eine komplette Doppelseite mit Leserbriefen enthalten war, jedoch wieder kein einziger zum Thema A 39, setzen wir hier unsere Reihe “Der unveröffentlichte Leserbrief” fort.
Offenbar scheint die LZ sich aus der Berichterstattung zur A 39 zurückziehen zu wollen, kam doch das Anzeigenblatt Extratip heute mit einem großen Artikel zur A39 als Beginn einer Serie heraus. Die LZ hingegen beschäftigt sich eher mit ganzseitigen Autotestberichten, die vom Chefredakteur persönlich verfaßt werden.
ExtraTip:
Neue ExtraTip-Serie zur geplanten Zoff-Autobahn: Was bringt uns die A 39?”,
Straßenbau-Experten erklären uns die Planungen — Erster Spatenstich frühestens im Jahr 2010”,
Adendorfer Rat verabschiedete Resolution zur geplanten Autobahn — Wir wollen die A 39, aber nicht bei uns!
26. März 2004: Landeszeitung:
Protestplakate kontra Verkehrssicherheit — Landkreis weist auf Genehmigungspflicht hin
Unser Kommentar:
Gefährden nicht womöglich auch die Konterfeis der Politiker in Wahlkampzeiten die Verkehrssicherheit?! Diese Plakate mit den Herren Mädge, Althusmann, Meihsies & Co. werden quer durchs gesamte Lüneburger Stadtgebiet genagelt, und niemand beklagt sich. Wenn aber politische Auffassungen vertreten werden, die nicht genehm sind, bemüht man den Rechtsstaat! Verboten! Gefährdet die Verkehrssicherheit! Und man merkt noch an, dass es sich nicht um Schikane handele. Auch die Landeszeitung berichtet hierzu eifrig. Mag sich jeder Bürger seine eigene Meinung dazu bilden …
Landeszeitung:
Bürger gegen A 39 auf der Ostumgehung — Initiative im Osten Lüneburgs befürchtet unzumutbare Lärmbelästigung und Gesundheitsschäden
Unser Kommentar:
Wieder ein Fingerzeig in den Westen und diesmal sogar durch eine Bürgerinitiative! Ein bekanntes Lüneburger CDU-Mitglied dieser Bürgerinitiative hat hier endlich sein Betätigungsfeld gefunden, nachdem die Aktion Lebensberg eine von ihm gewünschte Mitgliedschaft aufgrund seiner Grundeinstellung nicht bejahen konnte.
Interessant auch die Frage, wie unser OB Mädge aus der Zwangsjacke herauskommen will, in der er sich befindet. In den Westen darf er nicht mehr zeigen, es droht Ärger mit dem Landrat. Den Ebensbergern hat er auf der Bürgerversammlung die “Ertüchtigung der B4” schmackhaft gemacht, und unseren Nachbarn im Bereich der Ostumgehung macht er ebenfalls Hoffnung, dass die Autobahn dort nicht käme. Im Sommer 2003 noch hat unser OB Mädge der Aktion Lebensberg e. V. in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt, dass für ihn nur die Nutzung der Ostumgehung in Frage kommen wurde. Diese Auffassung vertritt er schon länger.
Wo denn nun, bitteschön Herr Oberbürgermeister?
25. März 2004: Braunschweiger Zeitung:
Stolpe stoppt Straßen-Neubau in Niedersachsen
Unser Kommentar:
Unserem Verkehrsminister steht das Wasser bis zum Hals, die Nase kann man gerade noch sehen. Die Renten, die Krankenkassen und der Arbeitsmarkt werden reformiert und die Bürger bluten. Warum geht nicht ein beherzter Bundeskanzler endlich an die Reform des Bundesverkehrsministeriums und schneidet die alten Zöpfe ab? Das könnte Stimmen bringen, oder hat er davon etwa genug?
Landeszeitung:
Zu früh für eine Stellungnahme — Rat Melbeck äußert sich noch nicht zum Autobahnbau”,
Ratsmehrheit plädiert für die Autobahn 39 — Adendorfer Kommunalpolitiker lehnen allerdings Trasse vor den Toren der eigenen Gemeinde ab”,
Sohl: Politik ist Partner der Bürgerinitiativen — Infoveranstaltung zur A 39 lockt 200 Teilnehmer”,
FFH-Gebiete nicht überstülpen — Die Ausweisung weiterer Zonen in Niedersachsen soll nach Abstimmung mit Beteiligten erfolgen
24. März 2004: Landeszeitung:
Autobahn 39 erregt Gemüter — Bürger fühlen den Mitgliedern des Samtgemeinderates Gellersen bei Sitzung auf den Zahn
Braunschweiger Zeitung:
Neue Kürzungen bei Verkehrsinvestitionen — Industrie warnt vor Kahlschlag – Debatte um Bedarfsplan: Union will mehr Projekte in der Region ausweisen
Unser Kommentar:
Am 25. März 2004 muß unser Verkehrsminister im Bundestag also Farbe bekennen, wie er mit den “neuen” milliardenschweren Löchern im Haushalt umgehen wird, und Finanzminister Eichel wird am 31. März 2004 im Bundestag mitteilen, welche Projekte gestrichen werden sollen.
Aufgrund der Finanzlöcher gehen wir davon aus, dass nur noch Mittel für den Erhalt des vorhandenen Fernstraßennetztes und für wirklich wichtige Neubauprojekte vorhanden sind. Die A 39 gehört sicher nicht zu den wichtigen Projekten und wird in den letzten Tagen zu oft im Zusammenhang mit Streichungen in der Presse genannt. Sind hier bereits inoffiziell Informationen durchgesickert? Wir gehen davon aus, dass jedem Gerücht ein Körnchen Wahrheit zugrunde liegt.
(siehe auch unser Kommentar vom 20. März)
23. März 2004: Landeszeitung:
Verkehrsprognosen sind nicht eingetreten — Verkehrsclub Deutschland kritisiert Bau des neuen Tunnels für die Autobahn 38”,
Protestzug hoch zu Ross — Reiter demonstrieren in Reppenstedt gegen die A 39
Der Kreisbote:
Die Grünen diskutieren über Autobahnbau — Bürger und Verkehrsexperten sprachen über den Ruf nach immer neuen Fernstraßen”,
SPD Gellersen äußert sich zur A 39 — Vorstand und Fraktionsvorsitzende sehen keine Notwendigkeit zum Bau
Der Kreisbote:
Konfliktfreies Scharnebeck schläft weiter! Bald Autobahnabfahrt Nutzfelde?
Leserbrief von Mark Hartwig,
Der Berg kreißte … und gebar ein Mäuschen.
Leserbrief von Martin Eckers,
Das Fehlen der fachlichen Basis am Beispiel Kurt-Dieter Grill
Leserbrief von Wilfried Weissenfeldt
22. März 2004: Braunschweiger Zeitung:
Startet Bau der A 39 erst 2015? Uhl dementiert
Unser Kommentar:
(siehe 20. März und 24. März)
Gemeindebrief Kirchengemeinde Lüne:
Die Trasse – der Verkehr – und wir
von Pastor Hans-Joachim Spengler
21. März 2004: Landeszeitung (unveröffentlicht):
Wo liegt der wirtschaftliche Nutzen der A39?
unveröffentlichter Leserbrief von Ortwin Höller
Unser Kommentar:
Herr Höller ist Unternehmer, also Vertreter einer Interessengruppe, die in der letzten Zeit gerne von der LZ für Stellungnahmen pro A 39 herangezogen wird. Doch der Standpunkt von Herrn Höller passt offenbar nicht ganz ins Konzept – sein Leserbrief liegt seit über drei Wochen unveröffentlicht bei der LZ …
20. März 2004: die tageszeitung:
A 39 kommt nimmer — Sparpläne von Finanzminister Eichel gefährden Bau der umstrittenen Autobahn von Lüneburg nach Wolfsburg
Unser Kommentar:
An jedem “Gerücht” ist bekanntlich ein Körnchen Wahrheit. Die Berichterstattung in der Presse ist noch nicht ganz einheitlich, aber eine erste Tendenz in Richtung “keine A39” scheint erkennbar. Warten wir die nächsten Wochen einmal ab und arbeiten weiter an unseren Sachargumenten. Wie Enno Hagenah auf der Veranstaltung im Lims sagte: “Der Erfolg unseres Widerstandes ist bereits erkennbar”, da die Befürworter in den letzten beiden Wochen alles, was sie haben (nur keine Sachargumente), in die Presse bringen. Wir gehen davon aus, dass bei der desolaten Finanzlage nur noch die wirklich notwendigen Verkehrsinvestitionen getätigt werden können. Die A 39 gehört mit Sicherheit nicht dazu und die verantwortlichen Entscheider werden dies auch ganz genau wissen.
Bleibt nur zu hoffen, dass das Land Niedersachsen über den Weitblick verfügt, dass gleichzeitig mit der Rückstufung der A 39 in den weiteren Bedarf die notwendigen Ortsumfahrungen an der B 4 wieder in den vordringlichen Bedarf angemeldet werden.
(siehe auch die Braunschweiger Zeitung vom 22. März und 24. März)
Landeszeitung:
Neue Autobahn könnte B 4 spürbar entlasten — Bürgermeister von Melbeck, Bienenbüttel, Jelmstorf und Tätensen für Neubau
Unser Kommentar:
Die Stellungnahme der Aktion Lebensberg e.V. ist einem Schreiben an die in dem Artikel zitierten Bürgermeister zu entnehmen. Ein weiteres Schreiben ging an die Redaktionen der Landeszeitung und Der Kreisboten.
Landeszeitung:
Emotionen kein Kriterium — Grill warnt vor Irreführung
Unser Kommentar:
Dass Entscheidungsträger bei veränderter Sachlage alte Entschlüsse revidieren und an die neuen Gegebenheiten anpassen, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wenn man sich jedoch diesen Artikel und den Aufruf auf seiner Web-Site ansieht, kann man zu dem Eindruck gelangen, dass K.D. Grill gegen Erkenntniszuwachs immun ist. Sich auf die jahrzehnte alte Forderung der Lokalpolitiker nach einem Autobahnanschluss zu berufen oder gar Planungen für eine A 39 von 1925(!) aus der Tasche zu ziehen, ist schon bemerkenswert. Herr Grill, seit 1925 hat sich viel getan in Deutschland und Europa!
Dass im Zuge der Globalisierung Produktionsarbeitsplätze hier ab- und im billigen Ausland wieder aufgebaut werden, ist eine Realität, der man sich stellen muss. Der Bau einer Autobahn ist so ziemlich das teuerste und unwirksamste Gegenmittel gegen diesen Trend. Und dies lässt sich auch, im Gegensatz zu manch anderen Aussagen, wissenschaftlich belegen. Nur ewig Gestrige können oder wollen diese Tatsachen nicht anerkennen!
Herr Grill, wo sind die von Ihnen erwähnten Wirtschaftsexperten, und auf welches Zahlenmaterial stützen sich ihre Studien? Bislang ist nicht eine Arbeit, die eine positive Entwicklung für unsere Wirtschaft schlüssig belegt, veröffentlicht, geschweige denn als Begründung für die Forderung nach der A 39 benannt worden.
Für eine positive Zukunft brauchen wir Politiker, die sich an Fakten orientieren und nicht emotional, quasi aus dem Bauch heraus, viele hundert Millionen Euro in rückwärtsgewandte Projekte verschwenden!
Landeszeitung:
«A 39 ein bedenkliches Projekt» — Info-Veranstaltung im Lim's
(siehe auch unser Kommentar vom 18. März)
Allgemeine Zeitung Uelzen:
A 39 schadet Tourismus nicht — Die Suche nach umweltschonender Trasse positiv begleiten
Leserbrief von Claus-Dieter Reese,
Streit um Bau der Autobahn — Sachlich mit dem Thema auseinandersetzen
Leserbrief von Anja Porr
19. März 2004: Braunschweiger Zeitung:
A 39: Westvariante nicht vom Tisch — Straßenbauamt Lüneburg unterrichtete Gifhorns Kommunen über neusten Planungsstand
Aller-Zeitung:
Brome / Gespräch mit dem verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
Landeszeitung:
Embser unentschlossen — Ratsmitglieder diskutieren über A 39 – Häcklinger Weg wird umbenannt
18. März 2004: Landeszeitung:
Samtgemeinde teilt Betzendorfer Bedenken
17. März 2004: Landeszeitung:
Lösung soll im Westen liegen — Befürworter der Autobahn 39 gegen stadtnahe Osttrasse
Unser Kommentar:
Kaum ist Aktion Lebensberg nicht bei einem öffentlichen Termin mit Herrn Althusmann dabei, schon kann er empfinden, bei diesem Termin endlich “fair” behandelt worden zu sein. Wir gönnen Ihnen diese kleine Erholungspause, Herr Althusmann, dennoch wollen wir nicht gelten lassen, dass Sie sich offenbar nur dann “fair” behandelt vorkommen, wenn man Ihrer Meinung ist!
Verpasst haben wir mit dieser Veranstaltung jedenfalls nichts Entscheidendes, außer vielleicht, dass sich – mal was anderes – ganz offensichtlich eine Bürgerinitiative pro A 39 gegründet hat. Hier heißt die Devise dann: “Bitte gern, aber nur nicht bei uns!” Diese Argumente kennen wir jetzt schon länger, richtiger werden sie dadurch nicht.
Im übrigen ist auch die Aktion Lebensberg der Meinung, dass die Ostumgehung nicht 60.000 Fahrzeuge pro Tag aufzunehmen vermag. Das muß sie auch gar nicht, denn bei vorhandener A 14 und ausgebauter B 4 mit Ortsumfahrungen und Bundesstraßenstatus, wird der überörtliche Verkehr gar nicht erst angezogen. Es dürfte beim heutigen Verkehrsaufkommen mit leichter Steigerung bleiben. Es bleibt dabei: Mit einer ausgebauten B 4 wäre unsere Region hervorragend und ideal erschlossen. Abschließend nochmals: Die Gutachten und die neue Verkehrsuntersuchung werden erst im Herbst vorliegen. Im Mai wird der Bundestag aber bereits abschließend beraten und entscheiden – ohne Gutachten und Verkehrsuntersuchung. Da haben wir sie wieder – unsere faktenfreie Politik. Eigentlich ein Skandal, oder?
16. März 2004: Landeszeitung:
Es gibt nichts zu revidieren — Ministerpräsident Wulff hegt keinen Zweifel am Autobahnbau
Unser Kommentar:
Wir haben als Reaktion auf die Veröffentlichung des Interviews mit unserem Ministerpräsidenten um einen Termin gebeten und würden ihn gerne persönlich zur noch fehlenden “feststehenden Betroffenheit” der Menschen befragen. Auch möchten wir gerne seine Meinung erfahren, wenn wir ihm auf unserer Landkarte zeigen, dass wir in unserer Region die mit Abstand höchste Autobahndichte in Norddeutschland erhalten sollen. Wir sind gespannt, ob wir bald unter Termine eine Einladung in die niedersächsische Staatskanzlei einstellen können.
Landeszeitung:
Unternehmer für A 39 — Fünf Firmenchefs betonen Bedeutung für die Region
Unser Kommentar:
Nein, was für Zufälle es im Leben gibt!
Da druckt die Landeszeitung einige Wochen Leserbriefe gegen die A 39 ab, und von den Befürwortern ist rein garnichts zu hören, sodass wir schon mißtrauisch wurden. Und dann geht es Schlag auf Schlag im Abstand von zwei Tagen mit den Stimmen für die A 39, die unisono die gleichen einfachen Argumente wiederholen.
Hedi Wegener, K.-D. Grill, Herr Manzke, Herr Petersen, Johnson Control und jetzt fünf Lüneburger Unternehmer, die auch ohne A 39 Erfolg haben. Zwischendurch ein Artikel von Herrn Fischer und dass die B 4 den Verkehr nicht aufzunehmen vermag. Gleichzeitig erreicht uns “Gemunkel”, dass der Chefredakteur das Thema A 39 zur Chefsache deklariert habe. Die Krönung dann, das “Interview” mit Christian Wulff. Fehlt nur noch der Kanzler, schließlich ist es eine “Kanzlerautobahn”!
Der Kreisbote:
Bürger sammeln Argumente — Stellungnahme des Bürgervereins Adendorf gegen die Autobahn 39
Unser Kommentar:
Der Bürgerverein Adendorf hat viele Argumente gegen die A 39 im Osten gesammelt. Damit gehört also auch der Bürgerverein Adendorf zu denen, denen unser Ministerpräsident “die fehlende fachliche Basis” bescheinigt.
Jedoch darf die Pro-West-Position des Bürgervereins nicht darüber hinweg täuschen, dass auch die meisten Adendorfer Bürger die A 39 grundsätzlich ablehnen und den westlichen Gemeinden keine Autobahn “vor die Nase” setzen wollen. Das ist lediglich das Ergebnis der politischen Verhältnisse in unserer Nachbargemeinde, die auch auf den Bürgerverein abfärben. Hier ist es an den Bürgern Adendorfs, ihre Position gegenüber der Politik in Zukunft klarer durchzusetzen.
Der Kreisbote:
Kein Zweifel an der A39 — Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff im Interview
Unser Kommentar:
Das Interview mit Ministerpräsident Wulff wird also auch im Kreisboten identisch zur Landeszeitung und dem Pressedienst der Stadt gebracht. Inhaltlich entgegnen wir hier das Gleiche, was wir schon anlässlich des Erscheinens in der Landeszeitung geschrieben haben (s.o.).
Ergänzen möchten wir an dieser Stelle nur unseren Wunsch, dass sich die verantwortlichen Redakteure zukünftig etwas mehr auf ihr journalistisches Handwerkszeug besinnen mögen, anstatt nur die Bühne für Propaganga bereitzustellen. Alternativ könnten Sie einen solchen Erguß auch einfach als Anzeige plazieren und die Einnahmen vorausschauend in die A 39-Kasse einfliessen lassen – hier wird noch jeder Cent benötigt werden …
Der Kreisbote:
SPD beantragt Resolution — Diskussion über die A39 auch im Rat
Unser Kommentar:
Der Gemeinderat Adendorf spricht gar nicht von Unternehmensansiedlungen und neuen Arbeitsplätzen, die die A 39 bringen soll. Man geht jetzt davon aus, dass sie “wirtschaftlich unterentwickelte Bereiche” voranbringt. Setzt hier ein Umdenkungsprozeß ein? Fehlt nur noch der Mut, sich gegen Fraktionskollegen durchzusetzen, wenn man sich gegen eine A 39 ausspricht? Immerhin, wenn alle Gemeinden in den betroffenen Gebieten eine Resolution verabschieden, dass sie die A 39 nicht auf dem eigenen Gemeindegebiet haben wollen, könnte es mangels Platz doch noch bei einer “virtuellen” Autobahn bleiben. Schade, wenn alle Politiker sich allen Argumenten öffnen würden, hätten wir das Thema bereits vom Tisch. Immer dieses Kaderdenken, Selbstverpflichtungen in den Schubläden und die Fraktionszwänge …
Der Kreisbote:
Politisch nicht durchsetzbar
Leserbrief von Carsten Jaeger,
Ärzte lehnen die Autobahn ab
Leserbrief von Dr. med. Olaf Templin, Initiative Gellerser Ärzte und Psychologen gegen die A39,
Wir brauchen die Autobahn nicht
Leserbrief von Henning Soltau,
Die A250 wird auch benutzt
Leserbrief von Walter Schomacker
Landeszeitung:
Prognosen stimmten nie
Leserbrief von Axel Treptow,
Märchen aus ehemaliger Idylle
Leserbrief von Prof. Helmut Gschwendtner,
Fördergeld toppt Autobahn
Leserbrief von E. Asmussen,
Ostumgehung schon am Limit
Leserbrief von Frank F. Keller,
Autobahnen nur noch Lagerräume
Leserbrief von Reinhard Stranz
14. März 2004: Landeszeitung (unveröffentlicht):
Ortsumgehungen
unveröffentlichter Leserbrief von Dr. Lars Wohlers
13. März 2004: Landeszeitung:
Bedenkenträger sorgen für lähmenden Stillstand
Leserbrief von Hartmut Müßigbrodt,
«Weißer Fleck» als Lebensraum
Leserbrief von Beate Engmann,
Ost-Trasse führt nach Schilda
Leserbrief von Thomas Nuoffer,
Mobilität braucht Infrastruktur
Leserbrief von Heinz Meyer,
Slalomstrecke um die B 4-Ortschaften
Leserbrief von Hans Peter Albers,
Betört vom Gesang des Wachtelkönigs
Leserbrief von Rolf Rabeler
Unser Kommentar:
Sie sind die Vasallen der A 39-Befürworter. Stammtischpolemik ist Ihr Mittel der Wahl. Fern einer Auseinandersetzung mit inhaltlichen Argumenten leben Sie in einer einfacheren Welt, in der A 39-Gegner allesamt langhaarige, weltfremde Fortschrittsverweigerer sind. Lassen wir sie dort – wir werden sie nicht überzeugen können …
ExtraTip:
Bringt die A 39 wirklich neue Arbeitsplätze? — Donnerstag: Große Diskussion mit Verkehrsexperten im Erbstorfer Lim's
Unser Kommentar:
Gespannt beobachten wir, ob auch die Landeszeitung diese wichtige und interessante Veranstaltung mit einer Terminankündigung bedenken wird …
11. März 2004: Landeszeitung:
Die B 4 stößt an Ihre Grenzen — Gutachter erwarten in den nächsten Jahren spürbaren Verkehrszuwachs in der Region Lüneburg
Unser Kommentar:
Nach gerade einmal 9 Jahren setzen sich die Autobahn-Befürworter mit der Verkehrsuntersuchung für den Nord-Osten auseinander, die den Bau der A 14 von Schwerin nach Magdeburg und den (Aus-)Bau von Bundesstraßen für den Bereich Lüneburg-Wolfsburg vorschlägt. Erstmals setzt sich der A 39-Planer Fischer vom Straßenbauamt Lüneburg mit den Inhalten dieser Studie öffentlich auseinander. Die Aktion Lebensberg wertet das als Erfolg ihrer mühsamen Überzeugungsarbeit. Auch teilt sie die Einschätzung des Straßenbauamtsleiters, dass die B 4 in ihrer heutigen Form an ihre Grenzen gestoßen ist.
Damit werden die Erhebungen der VUNO endlich auch von offizieller Seite grundsätzlich anerkannt. Mit seiner Kritik bestätigt Herr Fischer damit
1. dass es zur Zeit keine fundierten Zahlen zur Verkehrsentwicklung gibt,
2. die gesamte Planung für A 14 und A 39 aus einer Zeit stammt, die den aktuellen und zukünftigen Entwicklungen in keiner Weise Rechnung trägt.
Damit wird dem Gesamtvorhaben A 14/A 39 die Grundlage entzogen. Konsequenz muss daher sein, die Planugnen mit sofortiger Wirkung einzustellen und zuerst die Grundlagen für ein nachhaltiges Verkehrskonzept zu legen.
Es wäre ein Skandal, wenn man aus politischen Gründen an der A 39 weiter festhält, obwohl es keinerlei Zahlenmaterial für deren Begründung gibt.
Der Schwerpunkt des Artikels verdeckt allerdings auch eine große Argumentationslücke der Autobahnbefürworter. Eine erhoffte Entlastung der Ortsdurchfahrten zwischen Lüneburg und Uelzen durch die A 39 (insbesondere Melbeck) wird von Verkehrsexperten nämlich bezweifelt. Die aktuell 20.000 Fahrzeuge in Melbeck haben Ihre Ursache vor allem in der Region Lüneburg-Uelzen selbst. Eine Autobahn auf der anderen Seite des Elbe-Seitenkanals ist nur zu einem geringen Teil geeignet, diesen lokalen Verkehr abzuleiten. Abhilfe für die Ortschaften schaffen hier nur Ortsumgehungen – ganz unabhängig von einer Transitautobahn.
Die örtliche Infrastruktur gehört vernünftig ausgebaut. Die B 4 muss so gestaltet werden, dass man auf ihr mit Tempo 100 zwischen Lüneburg und Uelzen und darüber hinaus unterwegs sein kann. Die Transit-Lkws aber sind für den Lüneburger Raum nur eine unnötige Belastung und gehören auf die A 14 und die A 7.
9. März 2004: Der Kreisbote:
A39-Gegner demonstrieren in Lüneburg — Bürgerinitiativen entlang der geplanten Trassen wollen sich zusammenschließen”,
«A39 unverzichtbar» — IHK setzt sich für Autobahnbau ein”,
Grosse Unterschriftenaktion zur A 39 — Adendorfer Bürgerverein engagiert sich aktiv gegen die Autobahn”,
«Gellersen wird zerschnitten» — Samtgemeindedirektor nimmt Stellung zur Autobahn”,
«Sie sind gefordert» — Autobahn: Grünen-Abgeordneter schreibt Hedi Wegener”,
«Keine Argumente für die Autobahn»
Leserbrief von Peter Weerda, Vorstandssprecher der Aktion Lebensberg
8. März 2004: Landeszeitung:
Aufträge am Hindukusch und auch in Hindelang — Verteidigungsminister Struck umreißt die neuen Aufgaben der Bundeswehr
Unser Kommentar:
Nun hat sich unser Verteidungsminister doch klammheimlich an der Demonstration vorbeigeschlichen. Die Organisatoren waren zwar darüber informiert, über welchen Nebeneingang er das IHK-Gebäude betreten sollte, und Petitionen lagen an allen Eingängen bereit. Dennoch finden wir es schade, dass Dr. Peter Struck nicht erhobenen Hauptes den Weg durch den Haupteingang gewählt hat. Was hat er denn befürchtet?
Etwas einfach macht er es sich auch mit seiner Begründung für den Bau der A 39: “Ich war schon immer für ihren Bau. […] Sie brauchen nur auf die Landkarte zu schauen, um zu sehen, dass unsere Region hier verkehrsinfrastruktuell ein weißer Fleck ist.” Soll wirklich mit solchen Begründungen ein 600 Mio. Euro teures Straßenprojekt durchgedrückt werden? Und ob der Verteidigungsminister nach seiner “Weiße-Fleck-Theorie” auch die demnächst zu schließenden 100 Standorte der Bundeswehr ermittelt?
Elbe-Jetzel-Zeitung:
A39: Politischer Streit nimmt an Fahrt auf — Bündnisgrüne lehnen den Neubau ab - Tritz: Nicht durchsetzbar - Grill: Ohne Autobahn keine Entwicklung
Landeszeitung:
Roter Teppich unnötig
Leserbrief von J. Leupold,
Hilferuf der Politik
Leserbrief von Peter Weerda,
Schutzbedarf im Westen
Leserbrief von Hartmut Erdmann,
Geradlinigkeit gefragt
Leserbrief von Gottfried Klinger,
Gerecht nur im Westen
Leserbrief von Antje Walter,
Autobahn als Holzweg
Leserbrief von Vera und Andreas Graap,
Standort-Garantie wäre ein Argument
Leserbrief von Claudia Schallhorn
6. März 2004: Landeszeitung:
Der Rastplatz Am Sande — Autobahn-Gegner bekamen Verteidigungsminister Dr. Peter Struck nicht zu sehen”,
Barnstedt streubt sich”,
Opel Astra schafft auch in Lüneburg neue Jobs — 200 Neueinstellungen und hohe Investitionen bei Johnson Controls
Unser Kommentar:
“Das Imperium schlägt zurück!” Diesen Eindruck gewinnen wir hier. Zwar wird über die Demo am Vortag berichtet, aber ein rechtzeitiger Terminhinweis wurde – entgegen einer mündlichen Zusage – nicht gedruckt. Auch die Leserbriefe zu den Aussagen des IHK-Hauptgeschäftsführers Petersen vom 3. März wurden unterschlagen. Stattdessen ein ganzseitiger Artikel aus der Feder des Chefredakteurs selbst, in dem er versucht, den Sinn der A 39 aus der Rolle des VW-Zulieferers Johnson Controls herbeizuargumentieren.
Lieber Herr Steiner, wir wünschen uns für die Zukunft wieder eine deutlich weniger tendenziöse Berichterstattung der LZ!
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Selbst informieren über Bau der A 39 — Appell an die schweigende Mehrheit
Leserbrief von Arnim Brandes,
Nicht förderlich für die Landwirtschaft — Von Standortvorteilen und Discountern
Leserbrief von Dr. Jürgen Koch,
Ganz gewaltig den Mund verbrannt — Althusmann und der geplante Autobahnbau
Leserbrief von Dr. med. Eckhard Krause,
Objektiv bleiben
Leserbrief von Michael Griep,
Fehler in der Argumentation — Bau der Autobahn 39 / Das Für und Wider von Arbeitsplätzen
Leserbrief von Dipl.-Ing. Björn Schaefer,
Zitierte Gutachten noch nie gesehen — Autobahn und die Wirtschaftlichkeit
Leserbrief von Axel Siekmann
5. März 2004: die tageszeitung:
Kuhmist gegen Kanzler — Per Machtwort soll sich Gerhard Schröder für die A 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg eingesetzt haben. Jetzt formiert sich der Widerstand
4. März 2004: Landeszeitung:
A 39 als Allheilmittel untauglich
Leserbrief von Axel Siekmann
3. März 2004: Landeszeitung:
Mit der A 39 kommen auch Arbeitsplätze — Arbeitgeberverband: Harburg und Soltau als Vorbilder
Unser Kommentar:
Und noch einmal müssen immer die gleichen Beispiele herhalten, um Entscheidungen für die Zukunft zu rechtfertigen. Der Vergleich mit Soltau und Harburg hing so sehr, dass Herr Manzke drüber stolpert. Harburg ist wie Soltau an einer Autobahngabelung gelegen, die dort ansässigen Logistik- und Transportunternehmen ziehen ihre Vorteile aus dieser geografischen Lage. Die A 39 wird aber nur eine geradlinige Verbindung von Wolfsburg und Hamburg darstellen. Daher wird der Arbeitsplatzeffekt äußerst dürftig ausfallen. Rechtfertigt eine Subventionierung in Höhe von 600 Mio. EUR diesen mageren Effekt? Für Unternehmen der Baustoffindustrie dürfte ein Autobahnbau allerdings über einige Jahre für die gewünschten Effekte sorgen. Eine weitere Frage bleibt unbeantwortet: Wie will Herr Manzke die Unternehmen von Soltau und Harburg sowie vom Mittellandkanal nun in die Heide holen? Immerhin finden diese Unternehmen bereits heute “perfekte” Infrastruktur vor?
Landeszeitung:
Ohne die A 39 fällt Lüneburg weiter zurück — IHK: Region benötigt wirtschaftliche Perspektive
Unser Kommentar:
Der Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg greift endlich wieder öffentlich in die Diskussion ein. Wieder einmal werden die “Fakten” genannt, die keine Diskussion über die A 39 zulassen. Welche “Fakten” mögen das sein? Seit einem Jahr versuchen wir, diese “Fakten” zu bekommen, doch bei Nachfrage wird nur gekniffen. Oder meint Herr Petersen “Fakten” wie die genannte Bruttowertschöpfung für den Landkreis Lüneburg (Jahr 2000), die er mit 16% unter dem Landesdurchschnitt angibt? Tatsächlich waren es nämlich nur 10% laut Niedersächsischem Landesamt für Statistik. Aber über Zahlen wollen wir uns ja nicht streiten, schließlich sagte die IHK schon 1996, als es um die Diffamierung der VUNO-Ergebnisse ging:
“Es geht hierbei nicht allein um raumordnerische Kennzahlen, sondern vor allem auch um die Standortgunst [...] und damit um die Schaffung von Arbeitsplätzen in einer ansonsten strukturschwachen Region.”
Dass Herr Petersen als Grund für die Produktionsverlagerung von Betrieben ins Ausland insbesondere die Verkehrsinfrastruktur nennt, ist allerdings schon ein starkes Stück. Schließlich hat Lüneburg seit 1995 3.000 Arbeitsplätze vor allem im produzierenden Gewerbe verloren, obwohl eine perfekte Anbindung an das Oberzentrum Hamburg besteht. Grund ist die Internationalisierung des Warenverkehrs, die es Betrieben, die ihren Absatzmarkt bei uns haben, erlaubt, in Billiglohnländern zu produzieren, weil
1. die Infrastruktur für den Transport vorhanden ist und
2. die Kosten für den Transport auf der Infrastruktur so niedrig sind, dass es sich lohnt, jedes noch zu billige Teil quer durch Europa zu karren.
Ein noch schlechteres Beispiel ist das BMW-Werk in Leipzig, für dessen Ansiedlung immense Subventionen geflossen sind.
Wer, Herr Petersen, führt hier eine durch “Unsachlichkeit und Unwissenheit gekennzeichnete Diskussion”?
2. März 2004: Landeszeitung:
Bundestag hat das letzte Wort — Entscheidung über Autobahn-Projekte fällt vor der Sommerpause – «Änderungen möglich, aber unwahrscheinlich»”,
Wegener und Grill bleiben bei Ja zur A 39 — Tritz (Grüne) hat keine Zeit für komplexes Thema
Unser Kommentar:
Ist unsere Region im Bundestag wirklich gut vertreten?
Keine(!) der inzwischen zahlreichen Bürgerinitiativen hat bisher die Trasse in den Vorgarten der jeweils anderen verschieben wollen. Wenn Kurt-Dieter Grill (CDU) sich mit unseren Zielen beschäftigt hätte, würde er das wissen. Es stellt sich uns die Frage, ob er sich überhaupt mit dem Für und dem Wider der A 39 auseinandergesetzt hat, wiederholt er doch unisono die Phrasen von gestern.
Hedi Wegener (SPD) ruft die IHK und die Wirtschaft zu Hilfe, sind doch seit Wochen nur Stimmen des Widerstands zu hören. Wir möchten gerne in die Diskussion mit den Befürwortern gehen, würden sie doch endlich nachvollziehbare und stichhaltige Argumente pro A 39 auf den Tisch legen. Wo bitte sind die Gutachten, die die Wirtschaftlichkeit der A 39 begründen?
Auf die Aktivitäten von Marianne Tritz (Bündnis 90/Die Grünen) möchten wir gar nicht weiter eingehen. Wir haben von ihr noch nie etwas zum Thema A 39 gehört …
Landeszeitung:
Schiene keine Alternative
Leserbrief von Jan Augustin,
Bemerkenswerte Schizophrenie
Leserbrief von Michael Wilhelm,
Motorenlärm in der Stube
Leserbrief von Uwe Meyer-Burow,
Protest verhallt
Leserbrief von Wilfried Weissenfeldt,
Auf dem falschen Weg
Leserbrief von Klaus Rainer Strunk,
Der Osten als Bauernopfer
Leserbrief von Erik Nagel,
Menschen 2. Klasse?
Leserbrief von Host Neben
1. März 2004: Landeszeitung:
Autobahn drängt Etat in den Hintergrund — Betzendorfer Gemeinderat verabschiedet Resolution gegen A 39 und Haushalt 2004
29. Februar 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
A 39 ist wichtig für die Region — Von neuen Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen
Leserbrief von Heiko Genthe
Die Autobahn schafft keine neuen Arbeitsplätze — Nur einige einheimische Investoren und der Autobauer VW werden von einem Neubau profitieren
Leserbrief von Eckehard Niemann
Zukunft liegt beim Fremdenverkehr — Proteste gegen Art der Autobahn-Proteste
Leserbrief von Walter Plagge
Eine “emotionsgeladende Minderheit” — Diskussion um A 39 / Auch der Tourismus kann vom Bau der Autobahn profitieren
Leserbrief von Jörg Rittinghaus
Und was wird eigentlich morgen sein? — Vom möglichen Bau der Autobahn 39 und dem Umgang mit dem Erdöl / Ein Blick in die Zukunft
Leserbrief von Eckhart Warnecke
Unser Kommentar:
Diese neue Runde an Leserbriefen läßt nun auch vermehrt Stimmen pro A 39 zu Worte kommen. Dies sehen wir grundsätzlich als sehr positiv, verspricht es doch, die bisher noch unzureichende inhaltliche Diskussion um das Für und Wider der A 39 zu beleben.
Doch leider beschränken sich die Befürworter auf übelste Stammtisch-Polemik (wie Herr Genthe) oder eine haarsträubende Zusammenstellung von Argumenten (wie Herr Rittinghaus). Sollte dies wirklich repräsentativ für die Befürworter sein?
Aber machen Sie sich einfach selbst ein Bild von der Qualität der unterschiedlichen Argumentationen in diesen Lesenbriefen!
28. Februar 2004: Landeszeitung:
Widerstand in Oerzen — Info-Abend zur Autobahn 39”,
Landrat kontra Adendorf?”,
Oberflächliche Informationspolitik
Leserbrief von Michael Böhme
27. Februar 2004: Landeszeitung:
Oberbürgermeister Mädge hält Kurs bei der Autobahn 39 — Diskussion bei der gut besuchten Bürgerversammlung am Ebensberg von Sachlichkeit geprägt”,
Grünen-Fraktion bleibt bei Ihrem strikten «Nein» — SPD, CDU und FDP im Lüneburger Stadtrat bekräftigen ihr «Ja» zur geplanten Autobahn
26. Februar 2004: Landeszeitung:
Länder sorgen sich um Verkehrsinvestitionen — Bund soll die Finanzlücken nach dem Lkw-Maut-Debakel stopfen”,
Neue Wege für die Autobahn — Landkreis schlägt Ausbau der Bundesstraße 4 zurA39 oder Trasse bei Dahlenburg vor”,
Widerstand wächst
Pressedienst der Stadt Lüneburg:
A 39: Ebensberger haben viele Bedenken
25. Februar 2004: Landeszeitung:
Es gibt genügend Alternativen
Leserbrief von Michael Jung,
Wo bleibt das Gutachten über die Notwendigkeit?
Leserbrief von Achim Gründel
24. Februar 2004: Landeszeitung:
Im ‘Osten’ gibt es mehr Wähler
Leserbrief von Dr. Lars Wohlers,
Alternativen ernsthaft bedacht?
Leserbrief von J. Leupold,
‘Heile Welt’ ginge verloren
Leserbrief von Henning Soltau,
Verschont unsere Dörfer!
Leserbrief von Susann Haas,
Geld kann man nicht essen
Leserbrief von Renate Backhus,
Lüneburg wäre nur Zaungast
Leserbrief von Carl Friedrich von Schack
Aller-Zeitung:
Tappenbeck / Lärmschutzwand fertig gestellt — Anwohner beurteilen neue Situation unterschiedlich
Unser Kommentar:
Für die Tappenbecker ein Bericht aus dem Hier und Jetzt – und für uns ein Bericht aus der Zukunft, die aber auch zu unserer Gegenwart werden wird, falls die A 39 hier realisiert werden sollte.
Der Kreisbote:
«Keiner will die Straße vor der Tür haben» — Antragskonferenz zur Autobahn 39: Es bleiben noch viele Fragen offen”,
Feuer lodern gegen die Autobahn — Mehrere hundert Teilnehmer bei Erbstorfer Protestaktion”,
Keine Autobahn 39 – weder im Osten noch im Westen
Leserbrief von Gerhard Minich,
Hoffentlich bleibt es nur ein Märchen
Leserbrief von Christiane Behrens,
Nach anderen Korridoren suchen
Leserbrief von Jürgen Hempel
21. Februar 2004: Landeszeitung:
Weiterer Korridor für A 39 bis an die Göhrde — Lüneburger Anregung bei Uelzener Antragskonferenz”,
Protest eint die Generationen — Bürger aus der Region demonstrieren vor der Antragskonferenz in Uelzen gegen die A 39”,
Probleme mit der Ostumgehung — Wie kann die A 39 im Großraum Lüneburg angebunden werden?
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Und zurück bleibt ein großer Haufen Mist — Bezirksregierung stellte in der Stadthalle die Grobplanung für A 39 vor: Gemeinden fordern Einbindung der B 4”,
«Wir werden sehr groß» — Autobahngegner der Region protestierten erstmals gemeinsam
ExtraTip:
Eine ganze Region wird für immer zerstört
Leserbrief von Ossaid Zediqian,
Dann hören wir immer den Krankenwagen
Leserbrief von Jule Emplin (8 Jahre)
20. Februar 2004: Landeszeitung:
Barnstedter fürchten um Süsing — Waldgebiet liegt im Trassenkorridor - Diskussion über A 39 erfasst auch Samtgemeinde Ilmenau”,
Beschlüsse stehen aus”,
Unverträglich für die Menschen — Gemeinde Wendisch Evern lehnt mögliche Trassen der geplanten A 39 im Westen und Osten ab”,
Enttäuscht von Suchraum”,
Große Bedeutung für die Wirtschaft”,
Ein volkswirtschaftlich bedenkliches Projekt
Leserbrief von Jörg Frohn,
Stagnation in Melbeck absehbar
Leserbrief von Bernd Schulnies
Pressedienst der Stadt Lüneburg:
A39: Antragskonferenz wirft viele neue Fragen auf”
19. Februar 2004: Landeszeitung:
Flammender Protest bei Erbstorf — Autobahn-Gegner leuchten möglichen Trassenverlauf der A 39 mit Strohfeuern und Fackeln aus”,
Alle Beteiligten an einem Tisch — Antragskonferenz zur Autobahn 39 Freitag in Uelzen”,
«Sankt Florian nicht unser Ding» — Betzendorfer lehnen A 39 ab und fordern stattdessen Ausbau der B 4”,
Beratungsbedarf bei CDU und SPD
Landeszeitung:
Ersatzzahlung bei Eingriff in Natur
Unser Kommentar:
Ist Ihnen eigentlich dieser kleine Artikel aufgefallen? Haben Sie ihn gelesen und sich den Inhalt verdeutlicht?
Natur gegen Cash heißt die neue Devise. Es müssen in Niedersachsen bei der Vernichtung von Naturräumen keine Ausgleichsflächen mehr zur Verfügung gestellt werden. Vielmehr kann der Vernichter sich mit 7 % der Investitionssumme – zu zahlen an die Naturschutzbehörde – freikaufen. Gilt dies auch für die Flächen, die bei einem Bau der A 39 vernichtet werden, wenn es keine geeigneten Ausgleichmaßnahmen gibt?
18. Februar 2004: Landeszeitung:
«Politische Entscheidung für den Bau der A 39 ist gefallen» — CDU-Chef Bernd Althusmann bezieht bei öffentlicher Fraktionssitzung Stellung
Unser Kommentar:
Die CDU-Fraktion hatte eingeladen und viele sind gekommen. Anhand der überfüllten Veranstaltungshalle im Lim's konnte man erkennen, welchen Stellenwert das Thema Autobahn bei der Bevölkerung derzeit einnimmt.
Die CDU in Person von Bernd Althusmann machte ihre Vorstellungen einer Verbesserung der Infrastruktur und des Arbeitsplatz-Angebots für die Region deutlich: sie steht hinter der Entscheidung für die A 39 und glaubt weiterhin an die Chancen der Transitstrecke, auch wenn sie Belege für Lüneburgs Wirtschaftsentwicklung trotz Nachfragen wieder einmal schuldig blieb. Die A 39 bleibt also ein politisches Projekt als “Ergebnis faktenfreier Politik” (Zitat eines Besuchers).
Desweiteren sieht die Lüneburger CDU große Gemeinsamkeiten mit der örtlichen SPD und dem Oberbürgermeister sowie der Gemeinde Adendorf. Zusammen will man den Bürgern im Westen der Stadt die Autobahn vor die Haustür setzen.
Die Aktion Lebensberg distanzierte sich von solchem Kirchturmsdenken und forderte, wie auch Vertreter von Initiativen aus dem westlichen Landkreis, die anwesenden Politiker dazu auf, mitzuwirken, die A 39 als Ganzes doch noch zu kippen.
Als neue Erkenntnis nahmen wir aus der Veranstaltung mit, dass aus den bisher 440 Mio EUR für den Bau der Autobahn mal aben 600 Mio EUR geworden sind. Ein Umstand, der die zweifelhafte Rentabilität dieser Wahnsinnsprojekts weiter senken dürfte.

17. Februar 2004: Der Kreisbote:
Autobahn - nicht bei Adendorf! — Einigkeit in Diskussionsveranstaltung des Bürgervereins”,
Autobahn treibt Gellerser Bürger um — Der Widerstand formiert sich / Erste Protestaktionen laufen an”,
A39: Lüneburg stimmt sich eng mit Adendorf ab — Bürgerversammlung für den Ebensberg am 25. Februar”,
«Lebensberg» hat Zulauf — Bedrohung durch Autobahn A39 wird konkret”,
Wir brauchen keine Autobahn
Leserbrief von Markus Graff (Grüne) stellv. Landrat, Adendorf,
Wähler ist zu vertrauensselig
Leserbrief von Wolfgang Ihde
16. Februar 2004: Landeszeitung:
Der lange Weg zur Autobahn 39 — Vom Raumordnungsverfahren über die Planfeststellung bis zum ersten Spatenstich gibt es viele Hürden”,
Wer kann gegen wen klagen? — Experte des Oberverwaltungsgerichts stellt rechtliche Möglichkeiten dar”,
Konfliktpunkte — Stadt kooperiert mit Adendorf”,
A 39 bündelt Interessen von VW, Land und Bund
Leserbrief von Axel Siekmann,
Menschen in der Heide sind die Deppen
Leserbrief von Peter Bollmann,
Nach dem St. Floriansprinzip »am besten im Westen«
Leserbrief von Wilfried Weissenfeldt,
Scheinheilig und verlogen
Leserbrief von H. Wortmann
Unser Kommentar:
Leider erweckt der Artikel zum formellen Planungsverfahren der A 39 den Anschein, als wäre nichts definitiv entschieden und hätte man alle Zeit der Welt. Das Gegenteil ist der Fall! Die Darstellung des allgemeinen Verfahrens mag so korrekt sein, nur zeigt ein Blick auf die konkreten Umstände der A 39, dass die Gestaltungsfreiräume hier minimal sind und insofern kein Anlass besteht, die Hände in den Schoß zu legen! Wir müssen vielmehr umgehend auf politischer Ebene verhindern, dass dieser formalistische Planungsapparat überhaupt erst volle Fahrt aufnimmt – denn ist dies erst geschehen, dann wäre es bereits zu spät, die A 39 zu stoppen!
In diesem Zusammenhang begrüßen wir ausdrücklich die Aussage von Frau Schröder-Ehlers, von der Stadt aus eine Prüfung der Alternative “Ausbau der B4” einzufordern, und möchten ihr im Interesse Lüneburgs den Rücken stärken. Ist diese Aussage doch ein erster öffentlich ausgesprochener Weg in die richtige Richtung. Bitte verlassen Sie den falschen Weg, die Trasse in den Westen zu drücken. Wir sind alle Lüneburger! Wir brauchen keine Nord-Süd-Transit-Autobahn, sondern Politiker, die sich ernsthaft und mit Tiefgang um die Sorgen unserer Region kümmern!
14. Februar 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Ruhe und Stille genießen — Geplanter Autobahnbau durch den Landkreis Uelzen
Leserbrief von Carola Gräflich,
Eine Schnellstraße nach Braunschweig — Vorschlag eines Leserbriefschreibers
Leserbrief von Andreas Klus
13. Februar 2004: Landeszeitung:
Keine Autobahn vor der Tür — Adendorfer sprechen sich für eine Trassenführung der A 39 im Westen des Kreises aus”,
Resolution im Kreistag”,
Grüne gegen Autobahn — Dafür Ausbau der Bundesstraßen”,
Am besten im Westen — SPD befürwortet Bau der A 39”,
Adendorf genug belastet — CDU für Autobahn im Westen”,
Eine weitere Bürgerinitiative — Autobahngegner in Gellersen formieren sich”,
Zu früh für Stellungnahme”,
Sensibles Thema erfordert intensives Aktenstudium”,
Verkehrsprognose rechtfertigt nur Ausbau
11. Februar 2004: Landeszeitung:
Niemand wird applaudieren
Leserbrief von Hansjörg Witte,
Verkehr intelligenter lenken
Leserbrief von Martin Eckers,
Den Osten anbinden
Leserbrief von Wilhelm Hartmann,
Andere Impluse notwendig
Leserbrief von Thorsten Schmidtke
Hamburger Abendblatt:
Kommt jetzt die Küstenautobahn? — Eingewilligt: Hamburg und Schleswig-Holstein akzeptieren Niedersachsens A 22. Was das bedeutet.
Unser Kommentar:
Die A 39 ist noch nicht in trockenen Tüchern! Das lässt hoffen, denn manchmal will das Auge mehr, als der Bauch vertragen kann. Und manche Politiker kriegen von Autobahnen auch nicht genug. Eine Entscheidung für die A 21, für die A 39 und für Ortsumgehungen scheint nicht mehr umsetzbar. Und woran will man sparen? Am Notwendigsten – den Ortsumgehungen. Besteht dann die niedersächsische Verkehrspolitik nur noch aus zwei Autobahnen, und der Rest liegt darnieder? Oder soll wieder einmal der Steuerzahler durch Steuererhöhungen herhalten, nur um ein völlig unsinniges Autobahnprojekt von unfähigen Politikern zu finanzieren?
10. Februar 2004: Landeszeitung:
Widerstand gegen die geplante Autobahn — Südergellerser Bürger haben sich zusammengetan
Unser Kommentar:
Einen herzlichen Gruß möchten wir an Lars Wohlers ausrichten, der den richtigen Ansatz hat, sich mit seinen Leuten gegen die A 39 einsetzt und deren Wirtschaftlichkeit in Frage stellt. Die Aktion Lebensberg e.V. hat noch keines der angeblich vielen Gutachten zu dieser Autobahn zu sehen bekommen. Unser Schreiben an Herrn Petersen blieb ohne Antwort. Für eine Vereinsgründung können wir Hilfestellung geben. Lars, sprecht uns gerne an. Unser Angebot der Zusammenarbeit steht!
Der Kreisbote:
Autobahnpläne beunruhigen Bürger — Bürgerverein Adendorf stellte Mappe Löwe und Krug vor”,
»Wir wollen die Autobahn nicht!« — Mechterser einig in der Ablehnung / Bürgerinitiative gründet sich”,
Autobahn: Abwarten und dann diskutieren”,
Von den Politikern im Stich gelassen
Leserbrief von Lutz Tetau,
Doppelter Widerstand
Leserbrief von Heinz Fricke, Bürgermeister Vögelsen,
Nichtssagende Rhetorik
Leserbrief von Christiane Behrens
9. Februar 2004: Landeszeitung:
Adendorfer loben und tadeln — Bürgerverein übergibt Umfragemappe an die Gemeinde
Unser Kommentar:
Auch Adendorf meldet sich zu Wort. Leider wird aber auch (noch?) nach Westen gezeigt. Wir bieten unsere Sachargumente und unsere Zusammenarbeit an. Hoffen wir, dass sich die Politiker im Osten und im Westen Lüneburgs bald zum gemeinsamen Widerstand gegen die A 39 verbünden werden. Noch einmal der wesentliche Ansatz: Lüneburg ist durch die A 250 hervorragend erschlossen und bildet (noch!) den Endpunkt der Metropolregion Hamburg. Mit der A 39 verlängert sich die Metropolregion Hamburg – mit allen Nachteilen – über Lüneburg hinaus. Mit einem Ausbau der B 4 und den notwendigen Ortsumgehungen, können wir den heute vorhandenen Verkehr in vernünftige Bahnen lenken – ohne zigtausend stinkende und lärmende überregionale LKW in unser Lüneburg zu ziehen.
8. Februar 2004: ExtraTip:
‘Das war unter aller Sau!’ — Samtgemeinde Bardowick: Erörterungstermin wegen 3. Gleis löst Unmut aus
Unser Kommentar:
Was unter der “Bürgerbeteiligung” konkret zu verstehen ist, auf die uns die Befürworter der A 39 immer versuchen zu vertrösten, kann man sehr schön am Beispiel 3. Bahngleis erleben: Die sogenannte “Beteiligung” offenbart sich letztendlich als reine Farce. In Sachen “A 39” werden wir es nicht soweit kommen lassen!
7. Februar 2004: Landeszeitung:
Mechterser Protest gegen A 39 — Bürger wollen Trasse verhindern
Auch Vertreter der drei großen Parteien äußern sich:
Infrastruktur wird besser — CDU: Naherholung berücksichtigen”,
Schutz der Landschaft — SPD: Chance für die Wirtschaft” und
Probleme nicht verquicken — Grüne: Westumgehung kein Thema
Unser Kommentar:
Allen Unkenrufen zum Trotz ist die Aktion Lebensberg e.V. an der Panik im Westen Lüneburgs unschuldig. Hat sich der Westen zu sehr auf einen Verlauf der A 39 im Osten verlassen und sich in Sicherheit gewiegt? Sehr geehrte Regionalpolitiker, zeigen Sie doch nicht mit dem Finger in die jeweils andere Himmelsrichtung! Wie wollen Sie denn eine sachliche Argumentation aufbauen? Holen Sie endlich das Versäumte nach und befassen sich mit den Sachargumenten zur Wirtschaftlichkeit der A 39 (z.B. VUNO). Und dann beweisen Sie das Rückgrat, sich gegen die Funktionärslobby und ihre eigene Partei durchzusetzen. Setzen Sie sich mit uns gegen den Bau der A 39 ein. Wir haben bald Europawahlen. Was meinen Sie, wie sprunghaft ihre Glaubwürdigkeit und Wählbarkeit ansteigt, wenn Sie die Bereitschaft zeigen, sich ernsthaft für die Interessen der Bürger einzusetzen. Die Aktion Lebensberg zeigt nicht einfach nach Westen! Wir bieten Ihnen unsere Zusammenarbeit an. Alle Politiker zusammen können die A 39 noch verhindern!
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Eine “Hausstrecke” für Autokonzern — Von Windkraftanlagen und der Autobahn
Leserbrief von Gudrun Schulze und Claudia Schallhorn,
Straßen nach Osten verbessern — Ausbau des Straßennetzes in der Region
Leserbrief von Wieland Utermark
5. Februar 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Noch drei Trassen zur Diskussion — Autobahn-Pläne für den Kreis Uelzen konkretisiert
Unser Kommentar:
Das Gerücht aus unseren “üblicherweise gut informierten Quellen”, hat sich bestätigt. Am 20.02.2004 findet im Rathaus Uelzen die Antragskonferenz der Bezirksregierung statt. Dies hatte uns Herr Fischer auf unsere Anfrage bereits vorgestern mitgeteilt. Wer die Uhrzeit weiß, möchte sie uns bitte an info@aktion-lebensberg.de mailen.
Herr Fischer teilt mit, dass er mit der Trasse mindestens 450 Meter von Ortschaften fernbleiben möchte. Zumindest bei der Querung der Erbstorfer Landstraße wird er ein Problem bekommen, da nicht genügend Abstand zu Erbstorf eingehalten werden kann. Oder er verlegt einfach einen Teil der Ortschaft? Und auch bei der direkten Abzweigung an der A250 wird er Adendorf ziemlich nahe kommen. Ob der Platz ausreicht, um 450 m einzuhalten? Wir werden das am Wochende mit dem Zollstock nachmessen.
Unsere Prognose, dass die Ostumgehung nicht zur A39 werden wird ist somit bestätigt. Herr Fischer setzt auf den Neubau von Straßen und nicht auf die Nutzung der vorhandenen Verkehrswege. Eine definitive Entscheidung gegen die Menschen. Herzlichen Glückwunsch, Herr Fischer!
Ein Gruß an den sich formierenden Widerstand aus dem Westen! Wie sieht es mit den 450 m Abstand geografisch bei Euch aus? Kann der Abstand eingehalten werden? Bitte Infos an info@aktion-lebensberg.de.
3. Februar 2004: Der Kreisbote:
Autobahnabfahrt Kirchgellersen? — Bürgermeister sehen Vorteile einer möglichen West-Trasse der A39”,
An der Autobahn spazieren gehen? — Leserin fordert Stellungnahme der Politiker / Wir haben nachgefragt” und
‘Wir sind am Thema dran’
Leserbrief von Rolf-Werner Wagner, Stellv. SPD-Fraktionsvorsitzender und Ortsvereinsvorsitzender
30. Januar 2004: Landeszeitung:
Weichen für Region gestellt
28. Januar 2004: Landeszeitung:
Abwägungsprozess aus den Amtsstuben geholt
Leserbrief von Dr. Gerhard Scharf,
Bahntrassen sind die bessere Alternative
Leserbrief von Reinhard Stranz,
Ost-Trasse würde Verkehr durch die Wohnzimmer lenken
Leserbrief von Fred Walter,
Stadtnahe Autobahn birgt Konflikte
Leserbrief von Ruth und Holger Klimmek
27. Januar 2004: Der Kreisbote:
Autobahn totgeschwiegen
Leserbrief von Christiane Behrens
20. Januar 2004: Landeszeitung:
Die Autobahn 39 erhitzt die Gemüter — Erste Statements zur möglichen Trassenplanung der Schnellverbindung von Wolfsburg nach Lüneburg”,
Noch ist es zu früh für einen Favoriten — Oberbürgermeister Mädge und Landrat Fietz erneuern Votum für die neue Autobahn”,
Keine Variante ist realisierbar”,
Kaidas und Meihsies legen sich schon fest — Das sagen die vier Landtagsabgeordneten”,
Im Westen am besten? — Stimmen aus den Samtgemeinden”,
«Toll, dass es vorwärts geht» — Reaktionen der Wirtschaftsverbände”,
Tatsächlich drohen konfliktreiche Trassen
Leserbrief von Peter Weerda,
Schutzgut Mensch ist untergeordnet
Leserbrief von Detmar Ohlenroth,
Eine Trasse nur als Ablenkungsmanöver?
Leserbrief von Christian und Anke Klement,
Ausbau der B 4 wäre weitaus günstiger
Leserbrief von Jörg Asmussen,
Die A 39 wird auf Kosten Lüneburgs gebaut
Leserbrief von Dr. Bernhard Pruin
Der Kreisbote:
Autobahn 39 wird konkreter — Planung des Straßenbauamtes zeigt für den Raum Lüneburg drei Varianten
19. Januar 2004: Pressestelle des Lüneburger OB Ulrich Mädge:
Mädge zur A 39: Zu früh für eine Favoriten-Trasse
18. Januar 2004: Presseerklärung Aktion Lebensberg e.V.:
Presseerklärung zur Veröffentlichung der konfliktarmen Bereiche innerhalb des Suchraums für die A 39 durch das Straßenbauamt Lüneburg
17. Januar 2004: Landeszeitung:
Pläne für Verlauf der A 39 werden konkreter — Straßenbauamt legt Karte mit «konfliktarmen Bereichen» vor”,
Drei Varianten für Lüneburg — Mögliche Anbindung der A 39”,
Erste Linienplanung für A 39 steht — Straßenbauamt Lüneburg präsentiert «konfliktarme Bereiche» für möglichen Verlauf der Autobahn” und
Trassenverläufe, die die Natur möglichst wenig belasten
Unser Kommentar:
Das Straßenbauamt hat endlich erste sogenannte “konfliktarme” Korridore auf den Tisch gelegt und warnt auch gleich wieder vor “Spekulationen und Panikmache”. Ferner ließe sich heute noch nicht die Frage beantworten, durch welche Gemeinde und in der Nähe welcher Wohngebiete die Trasse später liefe. Es handelt sich also um eine “imaginäre virtuelle” Autobahn. Für wie dumm werden wir Bürger eigentlich gehalten? Gleichzeitig bekommen wir die Information, dass die Bürger erst im Raumordnungsverfahren (Mitte 2005) ihre Anliegen einbringen können. Zu einem Zeitpunkt also, in dem die Entscheidung über den Verlauf der Trasse bereits längst gefallen ist. Was sollen diese Sprüche? Dann soll man uns doch lieber gleich sagen: Liebe Bürger, wir bauen eine Autobahn, Ihre Meinung und Einzelschicksale interessieren uns nicht, also laßt uns in Ruhe arbeiten!
Diese sogenannten konfliktarmen Korridore beinhalten Ortschaften im Osten Lüneburgs, denen wir hier einen Namen geben wollen. Aufgrund des an dieser Stelle so schmalen Korridors und der geografischer Begebenheiten handelt es sich teilweise um 200-400 Meter Abstand zur Autobahn: Lüneburg Lüne, Moorfeld, der Ebensberg, Erbstorf, unmittelbare Nähe zu Adendorf und Scharnebeck, Trasse über die Steinhöhe, Nutzfelde, Lentenau, Neu Lentenau, unmittelbare Nähe zu Wendhausen und Reinstorf, Bahrendorf, Volkstorf, Vasdorf, Gifkendorf, Solchstorf, Aljarn, Eddelstorf, Hääßel, Altenmedingen, Niendorf, Römstedt, usw.
Wir zeigen den Behörden und Politikern, wie konfliktreich wir sind: Bitte melden Sie sich zu Wort, wehren Sie sich und bauen Sie nicht darauf, dass diese Autobahn woanders laufen wird. Heute müssen wir unseren Widerstand formulieren und für den Erhalt unseres Lebensraumes kämpfen. Melden Sie sich bei uns und helfen Sie uns mit. Wir werden den Behörden aufzeigen, wie konfliktreich wir sind!
Allgemeine Zeitung Uelzen:
Ein wirklich teures Geschenk — Nochmals nachdenken über Bau der Autobahn
Leserbrief von Stefan Kuhlmann
9. Januar 2004: Landeszeitung:
Wulff lobt Hansmanns Vision für das Jahr 2016 — Ministerpräsident und IHK-Chef in Celle auf einer Wellenlänge” und
«Land braucht neuen Implus» — Wulff optimistisch beim IHK-Neujahrsempfang
Unser Kommentar zu dieser Selbstbeklatschung erfolgt diesmal als fiktiver Zeitungsbericht zum IHK-Neujahrempfang 2016 und zeigt auf, wie es auch hätte ausgehen können:
“Anläßlich des Neujahrsempfangs 2016 beglückwünschte Christian Wulff die IHK. Erst durch die Blockade der IHK konnte der überregionale Verkehr Skandinavien/Hamburg-Osteuropa aus unserer einzigartigen Region mit vielen Schutzgebieten herausgehalten und die Tourismusregion “Lüneburger Heide” nachhaltig gesichert werden. Auch die neuen Tourismus-Orte Melbeck und Kirchweyhe hätten letztes Jahr mit einem neuen Besucherrekord abgeschlossen. Durch die realisierten Einsparungen konnten andere wichtige Verkehrsprojekte in ganz Niedersachsen realisiert werden, die sonst über Jahrzehnte auf Eis gelegen hätten. Vor allem der Anfang 2004 bedrohte Ausbau von Bahnstrecken konnte durch eine Umschichtung der Mittelverwendung aufrecht erhalten werden. Dies sei dem besonderen Engagement der IHK zu verdanken. Insbesondere wies Christian Wulff auch noch einmal darauf hin, wie wichtig es in der damaligen Zeit gewesen sei, dass auch politische und öffentliche Institutionen das Rückgrat gehabt hätten, einen einmal eingeschlagenen Weg zu verlassen, wenn sich dieser als falsch heraus gestellt hätte, um dem Allgemeinwohl und nicht nur eigenen Interessen zu dienen.”
5. Januar 2004: Allgemeine Zeitung Uelzen:
Zeitspiel um die Uelzen-Autobahn — Ministerpräsident Wulff warnt vor Verzögerungen
 
Stand:  10.05.2009 Impressum Kontakt info@aktion-lebensberg.de