Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39PresseerklärungDachverband analysiert Nutzen-Kosten-Verhältnis der A 39Durch die Linienbestimmung des Bundesverkehrsministeriums für die geplante A 39 sind nach Einschätzung des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39 erneut überraschend gravierende Planungsmängel deutlich geworden. „Bei der Neu-Berechnung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses der A 39“, so Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann, „stimmt auch der neue, abgesenkte Wert von 2,8 absolut nicht.“ Trotz angeblich „aktueller Zahlen“ habe man völlig unrealistische Niedrigst-Kosten angesetzt und die A 39 jetzt hilfsweise mit einer – verkehrsplanerisch überhaupt nicht vorgesehenen – neuen Bundesstraße zwischen Bad Bodenteich/Lüder und Breitenhees zusammengerechnet. Dachverbands-Verkehrsexperte Peter Weerda von der Lüneburger „Aktion Lebensberg“ kritisierte jene Politiker als unseriös, die wider besseres Wissen oder aus Unkenntnis immer noch von angeblichen „regionalen Effekten einer A 39 schwadronierten“. Dabei liege dieser „regionale Nutzen“ sogar in der offiziellen Nutzen-Kosten-Berechnung bei vernachlässigbaren 2,08 Prozent. Die ebenfalls vielbeschworene „Hinterlandanbindung der Seehäfen“ (schon 1995 nur 0,07% des angesetzten Nutzens) habe das Bundesverkehrsministerium nunmehr vollständig aus der Nutzen-Begründung gestrichen. Ganz offiziell als planerisch ungelöst, so Weerda, bewerte die Linienbestimmung die Führung der A 39 auf der sogenannten Ostumgehung Lüneburgs mit ihrem engen Radius und ihren vorhandenen Anschlussstellen für die Stadt. Entgegen allen „vollmundigen Versprechungen und leeren A-39-Vertröstungen“ von Lüneburgs Bürgermeister Mädge gebe es in der Linienbestimmung auch keine Aussage zu den jetzt schon dringend gebotenen und rasch umzusetzenden Lärmschutz-Maßnahmen. Setze man eine realistische Kostensteigerung an, berücksichtige man Ausgaben wie die für den geforderten Lärmdeckel oder die nunmehr vom Bundesumweltministerium eingeforderte Vielzahl von zusätzlichen Grünbrücken, Querungshilfen und Naturschutzmaßnahmen, dann – so Weerda – verändere sich das seinerzeit vom Dachverband errechnete Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1,87 nunmehr eindeutig weiter in Richtung Unwirtschaftlichkeit der A 39. „Unsere Verkehrsexperten“, so Peter Weerda, „analysieren derzeit die aktuell vorliegende Bewertung des Projekts, offenbar können wir demnächst weitere, ganz erhebliche Planungsfehler ans Licht der Öffentlichkeit bringen ...“ (ca. 2.430 Zeichen)
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