Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39PresseerklärungTiefensees Zwei- Milliarden-PrestigeprojektAuch der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 wirft dem Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee schwere Versäumnisse vor. Tiefensee halte an den - miteinander verbundenen - Autobahnprojekten A 39 (Lüneburg-Wolfsburg) und A 14 (Schwerin – Magdeburg) aus reinen Prestige-Gründen fest, ohne den erheblich kostengünstigeren und bedarfsgerechteren Ausbau der parallel verlaufenden Bundesstraßen überhaupt prüfen zu lassen. „Diese ehemaligen Wahlkampfprojekte von Ex-Kanzler Schröder wurden seinerzeit gegen alle Gutachten in den Bundesverkehrswegeplan gehievt“, so Dachverbandssprecherin Annette Niemann, „sie haben deshalb ein schlechtes Nutzen-Kosten-Verhältnis und werden in der Region erbittert bekämpft!“ Tiefensee habe offensichtlich seine Suche nach einer Lobby bei lokalen Befürwortern dieser „Nonsensautobahnen“ so sehr mit diesen zweifelhaften Projekten verbunden, dass er für Alternativen nicht mehr offen sei. Angesichts der Unfinanzierbarkeit dieser Autobahnen setze Tiefensee nun auf einen abenteuerlichen Rettungsplan, in dessen Rahmen die A 14 nur scheibchenweise binnen 15 Jahren gebaut würde – aber genau das gefährde die EU-Gelder in Höhe von 300 Millionen Euro, die an die Realisierung der gesamten A 14 bis zum Jahre 2015 geknüpft sei: „Tiefensees Autobahnfixiertheit und Vabanque-Spiel gehen zu Lasten des Ausbaus eines raschen und bedarfsgerechten Ausbaus regionaler Verkehrswege und kosten den Steuerzahler mehr als 2 Milliarden Euro...“ (ca. 1.550 Zeichen)
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