Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39PresseerklärungLeere Lippenbekenntnisse für A 39Als „höfliche Pflichtübungen und bloße Lippenbekenntnisse“ hat der Dachverband der 35 Bürgerinitiativen gegen die geplante A 39 die Äußerungen von Politikern zu dieser Autobahn bezeichnet. Zwar gebe es einige gemeinsame Papiere der norddeutschen Länder, in denen neben anderen Straßen- und Schienenbauprojekten auch die A 39 mit erwähnt werde: „Hier wollte man offensichtlich die schwache A 39-Polit-Lobby in unserem Raum nicht verprellen und ihr die A 39 als Wahlkampfthema belassen“, so Dachverbands-Sprecherin Annette Niemann, „aber in den zahlreichen Presseverlautbarungen aus Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein oder Hamburg wird die A 39 zumeist nicht erwähnt.“ Letztes Beispiel sei die Neujahrsansprache von Prof. Dr. Goehrmann, dem Präsidenten der IHK Hannover, in der er als „dringend notwendige Verkehrsprojekte“ lediglich die Küstenautobahn A 22 und den sechsspurigen Ausbau der A 1 und A 7 forderte. Analog dazu sei in einem Forderungskatalog des Hamburger Bausenators Gedaschko in der Zeitung der Metropolregion Hamburg die A 39 ausdrücklich nicht erwähnt worden. Auch der Präsident der Handelskammer Hamburg fordere als „prioritäre Straßenbauprojekte“ den sechsspurigen Ausbau der A 7, den Weiterbau der A 20 in Richtung Westen (Küstenautobahn A 22) und die A 21 als Ostring um Hamburg. Viele ähnliche Äußerungen zur Favorisierung der A 22, so Frau Niemann, gebe es von den Bundesministern Tiefensee und Gabriel, von Ministerpräsident Wulff oder von Verkehrsminister Hirche. All dies sei letztlich nicht verwunderlich, so Autobahn-Gegnerin Niemann, weil die A 39 lediglich ein überholtes Landtagswahlkampf-Projekt aus alten „Schröder-Zeiten“ sei, das nie ein nachvollziehbares Nutzen-Kosten-Verhältnis habe aufweisen können. Diejenigen, die jetzt „diesen toten Gaul“ im Wahlkampf wieder reiten wollten, forderte Dachverbandssprecherin Niemann zu mehr „Verantwortung für unsere Region“ auf: Solange das „Sankt-Nimmerleins-Projekt“ A 39 noch im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans verharre, blockiere es den dringenden Ausbau der B 4 mit Ortsumgehungen und die Realisierung weiterer alternativer Verkehrskonzepte. (ca. 2.200 Zeichen)
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