Pressedienst LüneburgRat diskutiert Lärmschutz und Bürgerbefragung(sp) Lüneburg. Die Anfragen und Anträge lösten am Donnerstag intensive Diskussionen aus. In der Sitzung im Huldigungssaal des Rathauses erörterten die Mitglieder des Lüneburger Rates unter anderem den Lärmschutz entlang der Ostumgehung und eine Bürgerbefragung zur A39. Um die Menschen in den Stadtteilen Bülows Kamp, Klosterkamp und Kaltenmoor vor dem Lärm der Ostumgehung zu schützen, soll eine Lärmschutzwand errichtet werden. Das diese Maßnahme sinnvoll und nötig ist, darüber waren sich alle Ratsfraktionen einig. Die Stadt hat laut Andrea Schröder-Ehlers, Fachbereichsleiterin Verkehr, auch schon die notwendigen Flächen erworben, Kosten schätzen lassen und bereitet das Baugenehmigungsverfahren vor. Das Problem: „Erst wenn die Verkehrsschätzungen vorliegen, können wir die Lärmschutzwand planen“, so Schröder-Ehlers. Der Rat diskutierte, ob der Bau beschleunigt werden und ob der Lärm durch Geschwindigkeitsbeschränkungen und -messungen reduziert werden kann. Oberbürgermeister Ulrich Mädge bekräftigt die Position seiner Fachbereichsleiterin: „Je nachdem, wie es mit der A39 weitergeht, schwanken die Prognosen zwischen 20.000 und 60.000 Fahrzeugen auf der Ostumgehung. Aufgrund dieser Spanne können die Ingenieure und Lärmtechniker die Lärmschutzwand noch gar nicht berechnen.“ Mit der Bürgerinitiative vor Ort hat der OB vereinbart, dass die Planungen Mitte nächsten Jahres starten. Ob die Stadt Lüneburg alle juristischen Mittel gegen den Bau der A39 durch Lüneburg einlegen soll, diese Frage sollte Gegenstand einer Bürgerbefragung werden. Stadtdirektor Peter Koch stellte dazu fest: „Wir befinden uns derzeit noch im Raumordnungsverfahren und damit in der planerischen Phase. Rechtsmittel kann die Stadt erst nach dem Planfeststellungsbeschluss einlegen.“ Außerdem sei eine Bürgerbefragung zu einer Planfeststellung ausgeschlossen, weil in diesem Verfahren eine breite Mitwirkung der Bürger gewährleistet ist. OB Mädge sah auch keine Notwendigkeit für eine solche Befragung: „Wir waren in fünf Bürgerversammlungen und haben von zwei- bis dreitausend Menschen ein eindeutiges Feedback bekommen: Ihr sollt klagen.“ Mädge setzt außerdem darauf, dass sich die Stadt im Raumordnungsverfahren mit ihren Argumenten durchsetzt. |