Pressedienst LüneburgA 39: 659 Stellungnahmen - Frist endet am Dienstag(sp) Lüneburg. Ganze 40 Seiten und 28 Argumente schwer ist die Stellungnahme der Aktion Lebensberg e.V., die Vorstandsmitglied Friedhelm Feldhaus am Freitag der städtischen Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers überreichte. Insgesamt 659 Stellungnahmen sind damit bislang von Seiten der Lüneburgerinnen und Lüneburger, aber auch Auswärtigen im Rathaus eingegangen. Die Stadt Lüneburg hatte die Unterlagen der Autobahn-Planer öffentlich ausgelegt und ist somit Adressat für Stellungnahmen, die an die Außenstelle des Ministeriums für den ländlichen Raum in Lüneburg weitergeleitet werden. Wer seine Einwände noch nicht formuliert hat, muss sich sputen: Die Schreiben müssen spätestens bis Dienstag, 23. Mai, bei der Stadtverwaltung (Andrea Schröder-Ehlers, Rathaus, Am Ochsenmarkt, 21335 Lüneburg) vorliegen. Dabei kommt es auf die Menge der Einsendungen nicht an, wie Bernd Rczeppa von der Regierungsvertretung Lüneburg kürzlich auf einer Info-Veranstaltung der Stadt deutlich machte: „Das ist keine Volksabstimmung. Aber wenn ein gutes Argument übersehen wurde, dann muss dieser Aspekt sauber nachgearbeitet werden.“ Jeder Einwand werde dahingehend geprüft, so Rczeppa. Bei begründeten Hinweisen könnten dann einzelne Trassenabschnitte geändert werden. Die Aktion Lebensberg bemängelt in ihrer Einwendung, die gemeinsam mit den Bürgerinitiativen Lebensraum Scharnebeck und Aktion Ostheide e.V., erarbeitet wurde, u.a. die unzureichende Bewertung des Schutzgutes Mensch, den fehlenden Kosten-Nutzen-Faktor sowie unzureichende Variantenvergleiche. Schröder-Ehlers und ihr Team bestätigen allen Einsendern, darunter auch einigen Kindern, die ihre Bedenken teils aufgemalt haben, brieflich den Eingang ihres Schreibens. Die Bewertung des Inhalts obliegt der Landesverwaltung. Die Anhörung der Öffentlichkeit ist Teil des Raumordnungsverfahrens, an dessen Ende im kommenden Herbst eine Vorzugsvariante für die Autobahn festgelegt wird. Die Stadt Lüneburg selbst hat als so genannter Träger öffentlicher Belange noch bis Ende Juli Zeit, eine Stellungnahme zur geplanten Trasse abzugeben. Der Rat hat sich in seiner jüngsten Sitzung in großer Mehrheit gegen die geplante Trasse mitten durchs Stadtgebiet und unmittelbar am Kloster Lüne vorbei ausgesprochen und fordert stattdessen eine westliche Umfahrung. |