Pressedienst Lüneburg

SPD-Fraktionschef Struck lehnt Klostertrasse ab

(sp) Lüneburg/Uelzen. Einen Schulterschluss zwischen Lüneburg und Uelzen in Sachen A 39 forcierte jetzt Dr. Peter Struck, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Struck: „Wir können nicht wollen, dass so ein wichtiger Partner wie die Stadt Lüneburg gegen eine mögliche Klostertrasse klagt und so die Planungen erheblich verzögert.“ Bei einem Gespräch im Uelzener Rathaus am Freitag machte sich Struck darum bei Uelzens Bürgermeister Otto Lukat sowie der Bundestagsabgeordneten Hedi Wegener (Lüneburg), den Landtagsabgeordneten Manfred Nahrstedt (Lüneburg), Uwe Harden (Landkreis Harburg) und Jacques Voigtländer (Landkreis Uelzen) dafür stark, eine Tunnellösung für Lüneburg zu prüfen.

Otto Lukat: „Wir sehen die Probleme der Stadt Lüneburg auf der Ostvariante. Mit einer Westvariante können wir aber nicht leben.“ Darum müssten alle, die an einem zügigen Bau der A 39 interessiert sind, zusammen nach Alternativen suchen. Eine solche könnte ein Tunnel sein, von der Abfahrt Bleckeder Landstraße bis zur Abfahrt Artlenburger Landstraße. Lukat: „Die Auswirkungen und eventuelle Mehrkosten dafür sind nicht ausreichend geprüft worden. Wer eine Autobahn will, muss das aber prüfen und rechnen.“ Das müsse jetzt nachgeholt werden.

Die SPD-Landtagsabgeordneten wollen bei der nächsten Sitzung im Juni die Landesregierung auffordern, entsprechende Gutachten in Auftrag zu geben.

Struck mahnte an, keine Zeit zu verlieren: „Wir brauchen spätestens im März eine klare Entscheidung pro Tunnellösung, damit sich der Bau nicht verzögert.“

Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge hatte das Gespräch mit Struck gesucht, um die „menschenfeindliche Osttrasse“ mitten durch Lüneburg zu verhindern. Nach dem Gespräch sagte er: „Wir fordern ganz klar eine westliche Umfahrung. Gegen weitere Untersuchungen haben wir nichts – hier zählt das Ergebnis, wir wollen die beste Lösung für Lüneburg.“

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