Pressedienst LüneburgStadt bildet Arbeitsgruppe zur A39(sp) Lüneburg. Acht Kartons mit 32 Ordnern zur A39 stehen derzeit im Büro von Andrea Schröder-Ehlers, Fachbereichsleiterin Verkehr bei der Stadt Lüneburg. Bis zum 30. Juni soll der Rat der Stadt eine Stellungnahme zur Vorzugstrasse abgeben. „Das ist viel zu knapp bemessen“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge und ordnet eine beschleunigte Bearbeitung der Unterlagen an. Die Stadtverwaltung richtet deshalb jetzt eine Arbeitsgruppe ein. „Wir ziehen die Fachleute aus der Verwaltung zusammen zu den Themen Stadtplanung, Straßenbau, Grünplanung, Forst, Denkmalschutz, Verkehr und Umwelt“, sagt Schröder-Ehlers, federführend für die neue Arbeitsgruppe. In den nächsten zwei Wochen wird die Verwaltung die Unterlagen genau sichten. Mädge weiß, dass das für seine Mitarbeiter eine zusätzliche Belastung darstellt: „Dann bleibt natürlich die alltägliche Arbeit liegen, außerdem muss so mancher Urlaub aufgeschoben oder abgesagt werden. Aber die vom Land gesetzte Frist lässt uns keine andere Wahl.“ Außerdem muss die Stadt weitere Fachgutachten in Auftrag geben. „Das wird uns zwischen 50.000 und 100.000 Euro kosten, aber wir müssen eine fachlich sehr gut fundierte Stellungnahme abgeben. Denn die Argumente, die wir jetzt abgeben, fließen später ins Planfeststellungsverfahren ein“, sagt Mädge. Die Ausgabe für die Gutachten muss der Rat noch genehmigen. Trotz aller Anstrengungen kommt der Termin für die Stellungnahme des Rates am 30. Juni zu früh. „Zur Ratssitzung im Mai schaffen wir es schon wegen der Auslegungsfristen nicht, die nächste reguläre Sitzung ist dann erst am 20. Juli“, sagt Schröder-Ehlers. Im Sinne einer genauen Prüfung der Unterlagen und einer fundierten Stellungnahme wird die Stadtverwaltung eine Fristverlängerung beantragen. |