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Quelle: Hamburger Abendblatt, 11. Dezember 2008 A 39: Bürgerinitiativen kritisieren KostenschätzungLüneburg - Für den Bau der zwischen Lüneburg und Wolfsburg geplanten A 39 liegt eine neue Kosten-Nutzen-Analyse des Bundesverkehrsministeriums vor. Das Ministerium bewertet danach den volkswirtschaftlich zu erwartenden Nutzen der Autobahn nur noch mit 2,87 Punkten. Ältere Untersuchungen aus dem Jahr 2003 gingen indes noch von 3, 4 Punkten aus. Auch das Niedersächsische Wirtschaftsministerium in Hannover hatte zuletzt im Oktober diese Zahl als realistisch bewertet. Danach würden sich die geplanten Bauinvestitionen volkswirtschaftlich gesehen um mehr als das Dreifache der Investitionssumme rentieren. Beide Zahlen werden vom Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 allerdings bezweifelt: "Berücksichtigt man die jüngst vom Bundesumweltministerium geforderten zusätzlichen Investitionen für Naturschutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der A 39, dann drückt das massiv auf das Nutzen-Kosten-Verhältnis", sagt Peter Weerda von der Aktion Lebensberg im Dachverband. Bei den jetzt vorgelegten ministeriellen Berechnungen überhaupt nicht berücksichtigt seien die Kosten für den von Kommunalpolitikern geforderten "Lärmschutzdeckel" im Stadtgebiet Lüneburg. Nach Meinung der Bürgerinitiativen liegt die zwischen Befürwortern und Gegnern umstrittene Zahl unter 2 Punkten: "Der inzwischen abgesenkte Wert von 2,87 stimmt absolut nicht. Die neue Analyse des Verkehrsministeriums berücksichtigt eine neue Bundesstraße zwischen Bad Bodenteich und Breitenhees, die überhaupt nicht existiert", sagt Anette Niemann. es |