Quelle: Hamburger Abendblatt, 6. Dezember 2008

Lärmschutz: A 39 nun doch ohne Deckel?

Lüneburg - Was wird aus dem Lärmschutzdeckel, den die A 39 im östlichen Stadtgebiet Lüneburgs bekommen sollte? "Das jüngste Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr aus Berlin enthält keine Festlegungen zu dieser Lärmschutzeinrichtung", sagt Peter Weerda, Sprecher der BI "Aktion Lebensberg" gegen die Autobahn A 39.

Es könnte sein, vermutet die BI, dass der Deckel vom Tisch ist: "An keiner Stelle des jüngsten Schreibens aus Berlin wird die seitens der Stadt geforderte Lärmschutzauflage auch nur erwähnt."

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hatte im Oktober dieses Jahres die Trassenführung der geplanten A 39 auf dem Stadtgebiet Lüneburg endgültig festgelegt. Danach wird die bisherige Ostumgehung zur A 39 - eine Linienführung, die immer wieder zu Protesten der Anwohner in den Stadtteilen Lüne und Moorfeld geführt hat. Die Bewohner beider Statteile wären von dem erhöhten Verkehrsaufkommen auf der bisher als Ortumgehung genutzten Strecke betroffen.

Um den Lärm und die Belastung mit Abgasen zu senken, hatten Kommunalpolitiker aus Stadt und Landkreis immer wieder eine Tunnellösung für die Ostumgehung gefordert.

"Der Deckel wird im weiteren Verlauf der Entwurfsaufstellung geprüft", hatte es dazu zuletzt im Oktober aus dem Wirtschaftsministerium in Hannover geheißen.

Die BI glaubt den Beteuerungen nicht: "Wir möchten vermeiden, dass seitens der Politik am Ende des Planfeststellungsverfahrens der Deckel plötzlich fehlt." Es reiche nicht aus, sich im Wahlkampf für den Deckel stark zu machen: "Lüneburgs Bürger haben ein gutes Gedächtnis."

es

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