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Quelle: Hamburger Abendblatt, 11. Oktober 2008 Entscheidung: So verläuft die neue A 39Autobahn: Allein die Planung verschlingt 70 Millionen EuroDie Trasse der A 39 ist beschlossen, Baustart 2013. Ob der "Autobahndeckel" kommt, ist aber noch unklar.Von Elke Schneefuß Uelzen - Die Linienführung der geplanten A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg steht fest. Die zuständigen Verkehrsministerien in Berlin und Hannover haben der von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr vorgeschlagenen Trasse zugestimmt: "Das ist ein entscheidender Schritt", sagt Dirk Möller von der Landesbehörde. In der Uelzener Stadthalle stellten die Planer das Ergebnis ihrer bisherigen Arbeit vor: Die A 39 verläuft im Osten der Stadt Lüneburg, auf dem Stadtgebiet wird die bisherige Ostumgehung zur Autobahn. Gegen den Verlauf der A 39 durch die Wohngebiete Moorfeld und Lüne hatte es immer wieder heftige Proteste gegeben: Mit zahllosen Aktionen brachten Anwohner ihren Widerstand zum Ausdruck. Am Trassenverlauf hat sich bisher dennoch nichts geändert - ob der von Stadt und Landkreis befürwortete "Autobahndeckel" in Gestalt einer Untertunnelung in Höhe Kloster Lüne auf dem Stadtgebiet kommen wird, steht noch nicht fest: "Der Deckel wird im weiteren Verlauf der Entwurfsaufstellung geprüft", sagt Werner Pfeiffer, Referatsleiter des Wirtschaftsministeriums in Hannover. Die Behörden werden jetzt eine Feinplanung der Trasse vornehmen: "Die 105 Autobahnkilometer werden in sieben Planungsabschnitte aufgeteilt", sagt Dirk Möller. "In den nächsten zwei Jahren wird die Trasse metergenau mit allen technischen Details im jeweiligen Abschnitt erarbeitet." Die ersten Kraftfahrzeuge rollen erst viel später: "Mit einem Baustart rechnen wir ungefähr im Jahr 2013", sagt Jens Thilo Schulze, Pressesprecher der Straßenbaubehörde. Die von Gegnern immer wieder bezweifelte Finanzierbarkeit der A 39 macht Werner Pfeiffer vom Wirtschaftministerium noch keine Sorgen: "Die Landesregierung hat einen Sondertitel in den Haushalt eingestellt, um die Planungskosten abzudecken", sagt er. Rund 70 Millionen Euro werden es voraussichtlich sein, die allein die Planung der Autobahn kostet - damit ist aber noch kein einziger Autobahnkilometer gebaut: "Die Finanzierung der A 39 muss auch erst 2014 gesichert sein, wenn der erste Spatenstich erfolgt", sagt Pfeiffer. "Die Diskussion darüber müssen wir jetzt nicht führen." Für ihn ist der Bau der A 39 ein für den Norden absolut erforderliches Projekt mit hoher Priorität: "Häfen und Straßen sind die Schlagadern der Wirtschaft." Dass das Vorhaben unbezahlbar werden könnte, glauben die Planer nicht: "Wir rechnen nicht mit Kostensteigerungen wie bei der A 22", sagt Dirk Möller. |