Quelle: Hamburger Abendblatt, 19. Oktober 2007

Verwaltungschefs drücken aufs Tempo

Autobahn 39: Brief an den Bundesverkehrsminister

Lüneburg - Beschleunigung in Sachen Autobahn 39 fordern die Verwaltungschefs der Region jetzt in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee: Sie wollen "das dringende Interesse unserer Region an einem baldigen Baubeginn für die A 39" zum Ausdruck bringen. Unterschrieben haben das auch Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) sowie Landrat Manfred Nahrstedt (SPD).

Nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens dürfe "einer umgehenden Linienbestimmung durch Ihr Haus nichts im Wege stehen", schreiben die neun Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte, und bitten um "alle Möglichkeiten einer Beschleunigung". Und weiter: "Um die Realisierung der A 39 so schnell wir nur möglich zu erreichen, sprechen sich die Unterzeichner dafür aus, im Bereich der Stadtdurchquerung Lüneburg die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen - insbesondere durch eine Deckelung - in die weitere Planung und Finanzierung aufzunehmen."

Als "aussichtslosen Hilferuf" werten die Autobahngegner den Brief: Annette Niemann vom Dachverband der Bürgerinitiativen verweist darauf, dass das Projekt von den Landespolitikern immer weiter in Richtung "Sankt-Nimmerleinstag" verschoben werde.

Die A 39 könne theoretisch erst frühestens im Jahr 2015 in den Investitionsplan des Bundesverkehrsministeriums aufgenommen werden. Niemann: "Nicht ohne Grund erfolgte das Schreiben der hiesigen Landräte just gleichzeitig zur Eröffnung des Raumordnungsverfahrens für die konkurrierende Küstenautobahn A 22."

carol

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