Quelle: Hamburger Abendblatt, 12. Oktober 2007

Beim Lärmschutz muss nachgerüstet werden

Lüneburg: Die Pläne für den Schlieffenpark

Von Carolin George

Lüneburg - Vor drei Jahren vom Verwaltungsausschuss beschlossen, geht die Stadt Lüneburg jetzt den nächsten Schritt in Sachen Baugebiet Schlieffenpark: Sie legt die Pläne aus. Das hat der Bauausschuss Anfang der Woche auf den Weg gebracht. Noch nicht in die Planungen eingegangen ist der Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn 39.

"Wir hatten einige Hindernisse durch die A 39", sagt Stadtbaurätin Heike Gundermann, "jetzt ist das Raumordnungsverfahren abgeschlossen, und wir können weitermachen." Und das plant die GfL Planungs- und Ingenieurgesellschaft aus Bremen: Auf 53 Hektar zwischen Meisterweg, Bahnlinie, Rabensteinstraße/Bleckeder Landstraße und Ostumgehung sollen bis zu 550 Wohneinheiten entstehen, darunter zahlreiche Einzelhäuser. "40 Prozent des Gebiets werden Grünflächen sein", sagt Jens Brendler von der GfL den Mitgliedern des Bauausschusses, zudem sind eine Kita sowie Spielflächen geplant. Als erstes Baugebiet in Niedersachsen werden Kohle- und Heizölheizungen verboten sein, so Brendler weiter, und 20 Prozent der benötigten Energie eines Hauses müssen aus erneuerbaren Quellen stammen.

Als Lärmschutz sind geplant eine vier Meter hohe Schallschutzwand in Richtung Ostumgehung sowie ein drei Meter hoher Wall in Richtung Meisterweg. Aber: Das alles ist aufgrund der heutigen Verkehrslage berechnet. "Die Maßnahmen beziehen sich auf die aktuelle Belastung der Ostumgehung sowie dazugehörige Prognosen", sagte Fachbereichsleiterin Andrea Schröder-Ehlers. Dass die Ostumgehung zur Autobahn wird, ist in den Planungen noch nicht enthalten. "Das muss neu berechnet werden."

Aber schon heute ist klar: Die sogenannten "Orientierungswerte für Allgemeine Wohngebiete" werden im Schlieffenpark laut Gutachten teilweise überschritten werden. Hauptverursacher sei die Bahnlinie, die Überschreitungen würden daher vor allem nachts stattfinden. Weitere Schutzmaßnahmen wie Wände oder Wälle werden damit allerdings nicht nötig, so das GfL-Büro, vielmehr müssen die Bauherren selbst für weiteren Schallschutz an ihren Häusern sorgen.

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