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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 26. Mai 2007 Hoffentlich ein AnstoßZum Leserbrief "Zeter und Mordio und Auweh" in der AZ vom 19. Mai: Wir, die Bürgerinitiative Gemeinde Oetzen, hatten Politiker verschiedener Parteien eingeladen, um ihnen hautnah zu zeigen, welche Auswirkungen die am Schreibtisch geplante völlig unsinnige A39 auf Natur und Mensch hat. Herr Voigtländer folgte bislang als einziger unserer Einladung. Als Gast hatten wir außerdem unseren Bürgermeister Bernd Burmester hinzugebeten. Oetzens Gemeindedirektor Thomas Schulz ist seit ihrem Entstehen 2004 aktives Mitglied der BI. Leider war die Berichterstattung der AZ für jemanden, der sich nicht die Mühe macht, genauer hinzusehen, etwas missverständlich. Es liegt der Gemeinde Oetzen lediglich ein Antrag auf Beitritt in den Klagefonds der Autobahngegner vor (so bereits korrigiert durch die AZ-Redaktion am 12. Mai). Wir würden diesen Beitritt sehr begrüßen. Die BI Gemeinde Oetzen ist ganz klar absolut gegen den Bau der A39. Das schließt aber nicht aus, dass wir zusammen mit unseren Gemeindepolitikern außerdem auch gegen die so geplante Trassenführung 200 Meter am Ort Oetzen vorbei sind, und das aus einer Vielzahl von Gründen. Wir alle sind nicht nur sehr naturliebend, sondern durchaus auch in der Lage, unsere Abhängigkeit von einer intakten Natur zu erfassen. Die Oetzen so stark belastende Trasse wurde so geplant, um ein FFH-Gebiet "Kammmolch" nicht zu durchschneiden. Sie versiegelt bedauernswerterweise ebenso viel Fläche, zerstört ebenso viel Natur wie eine etwas weiter ab gelegene nicht geprüfte Variante. Wir sind "mensch" genug, um die Bedürfnisse eines in Deutschland zwar nicht einzigartigen, aber dennoch schützenswerten Kammmolchs nicht über die vor allem gesundheitlichen Bedürfnisse eines Dorfes zu stellen. Deshalb sind wir Herrn Voigtländer dankbar, wenn er uns dabei unterstützt, Oetzens Situation im Falle eines - hoffentlich nie realisierten - Baus der A39 zu entschärfen. Hoffentlich hat unsere sachliche sehr positive Aktion auch einen Anstoß in Richtung "weg von der A39" gegeben. Sicher aber ist, Herr Wulf, dass eine weniger komplizierte und dafür niveauvollere Ausdrucksweise dem Protest gegen die A39 weit dienlicher ist als die Ihre. Dunja Schulz-Meinass, Oetzen |