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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 19. Mai 2007 Zeter und Mordio und AuwehZum Artikel "Kammmolch oder Mensch" aus AZ vom 10. Mai: So ist das wohl in dieser Welt: Wenn einem selbst "Die Steine auf die Füße fallen", schreit Mensch Zeter und Mordio und Auweh. In Sachen A 39 haben wir das ja bereits nach dem Strickmuster "für jedes Dorf die Lieblingsstraße", nur persönlich darf die A 39 nicht weh tun, vielfach erlebt - das St.-Florians-Prinzip von A-39-Befürwortern entlang der Trasse ließ grüßen, als die so genannte Vorzugsvariante seit dem 28. März aus dem Sack war. Fröhliche Urständ feiert diese opportunistische Mentalität allerdings nach wie vor: Nach der zweitägigen nichtöffentlichen Anhörung im Rahmen des Raumordnungsverfahrens in Uelzen am 19 und 20. April erinnern sich einige Politiker Oetzens dieses Prinzips nun erneut, indem sie ihr Baugebiet "Hofkoppel" gegen das Naherholungs- und das FFH-Schutzgebiet "Absunder" à la "Kammmolch oder Mensch" ausspielen. Und siehe da, jetzt ist auch der populistische Trittbrettfahrer in Person des seit Jahren bekennenden A-39-Befürworters, SPD-Mdl Jacques Voigtländer, zur Stelle. 2008 ist bekanntlich Wahl. Von Kammmolchen sind schwerlich Stimmen zu erwarten. Da macht er sich - die Ressentiments von Oetzener Bürgern gegen eine A 39 vor ihrer Haustür funktionalisierend - flugs anheischig, die Interessen der Menschen über die des Umwelt- und Naturschutzes zu stellen, obgleich jeder vernunftbegabte Mensch an sich inzwischen weiß, dass die Schutzgüter Mensch und Natur miteinander korrelieren, eine Einheit bilden und nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen, wenn Mensch und Natur überleben sollen. Den Vogel an opportunistischem Egoismus schießen jetzt allerdings Oetzens Bürgermeister Burmester, der Gemeindedirektor Schulz sowie die Gruppe Grüne/SPD ab: Da die Einwendungen der Gemeinde Oetzen - die Trasse, doch bitteschön, nicht vor ihrer Haustür zu verlegen - anlässlich des Raumordnungsverfahrens mit keinem Wort erwähnt wurden, beabsichtige die Gemeinde Oetzen, jetzt der "Klägergemeinschaft gegen die Planung und den Bau der A 39" beizutreten. Wow!! Jahrelang haben - neben anderen - Mandats-, Funktions und Parteivertreter der SPD nicht nur den Dachverband der BIs gegen die A 39, sondern auch den von ihm initiierten Klagefonds belächelt, verhöhnt und bekämpft. Nun will man, wo einem die A 39 laut Planung persönlich zu nah auf den Pelz rückt, sich zu ihnen ins Bett legen, um zu kopulieren. Bleibt nur zu hoffen, dass so viel Chupze und Dreistigkeit, so viel Respekt- und politische Unanständigkeit nicht nur von Oetzens Bürgern, sondern von allen ehrbaren, aufrichtigen und integeren Mitgliedern des Klagefonds durchschaut und dieser unsittlichen Braut die "Rote Karte" gezeigt wird. P.S.: Da man die Hoffnung auf die Lernfähigkeit des Menschen ja nie aufgeben soll: A-39- Befürwortern à la Reese, Voigtländer et al wäre anzuraten, z. B. mal eine Vorlesung der Leuphana Uni Lüneburg, Campus Suderburg, zu besuchen. Von den Professoren Dr. Brigitte Urban und Dr. Harald Burmeier können sie zum Thema drohende Klimakatastrophe pp u.a. lernen, dass jeder Quadratmeter Boden, der durch Beton oder ähnliches versiegelt wird, nicht mehr zur Verfügung steht, um Kohlendioxid aufzunehmen. Borvin Wulf, Suderburg |