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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 21. Januar 2007 “Welches Spiel spielt die Samtgemeinde?”Zu “Ein Dorf wird zerschnitten” (AZ-Kommentar v. 24. Januar) Es stimmt, man muss dem Rat der Gemeinde Lüder Respekt zollen, eine Resolution für die A 39 abgegeben zu haben, obwohl die Gemeinde dadurch zerstückelt und zerschnitten würde. Doch wie mag der Besuch auf den Vertreter der Straßenbaubehörde gewirkt haben? Erst kommt eine Pro-A39-Resolution, dann folgt der Versuch, den Streckenverlauf zu beeinflussen?Man kann es nicht hinnehmen, so Bürgermeister Siemeke . Wenn man etwas nicht hinnehmen kann und, wie es scheint, auch nicht wesentlich beeinflussen kann, kann man nur dagegen sein. Im übrigen sitzen im Rat seit dem Herbst ein paar neue Leute, eine Resolution kann man auch neu verfassen. Ich hoffe, die Gemeinde hat für die öffentliche Ratsitzung am 7. Februar eine genügend große Räumlichkeit gebucht. Es wird sehr interessant werden. Mienold Eilers, Lüder
Nachdem Ortolan und Heidelerche ihre Eier in Form eines Vogelschutzgebietes in das Bodenteicher Osternest gelegt haben, geht es nunmehr der Gemeinde Soltendieck an den Kragen. Die Gemeinde Soltendieck wird von den Bodenteichern und Lüderanern nicht erwähnt. Ist das Absicht? Was ist das für ein Spiel in der Samtgemeinde? Die Argumente aus Lüder kann ich wohl nachvollziehen. Aber kann man es sich so einfach machen: Die Autobahn wollen, jedoch auf Kosten anderer? In Soltendieck wird durch die "geringfügige" Verlegung der Vorzugstrasse bereits der Ortsteil Heuerstorf abgetrennt. Für Soltendieck, Heuerstorf und Kattien wird diese Variante erhebliche Lärmbelastungen bringen, denn dort wird die A 39 über einen Wall (Überquerung der Landesstraße und der Bahn) durch das Gemeindegebiet geführt. Es gibt bereits erhebliche Belastungen durch die Bahnstrecke. Eine weitere Verschiebung der A-39-Trasse Richtung Osten würde landwirtschaftlichen Betrieben die Existenzgrundlage entziehen, denn im Bereich des Ortsteiles Kattien wird damit weiteres wertvolles Ackerland zerstört. Ein Feuchtbiotop würde vernichtet, große Waldflächen zerschnitten und Naherholungsgebiet geopfert werden. Die Mehrheit der Soltendiecker Bürger ist bisher für eine Autobahnanbindung des Landkreises. Aber um jeden Preis? Es wäre sinnvoller in der Samtgemeinde mit einer Stimme zu sprechen, als klammheimlich zu versuchen, anderen den Schwarzen Peter zuzuschieben. Joseph Zettelmaier, Kattien
Respekt könnte man nur dann dem Rat der Gemeinde Lüder zollen, nachdem er durch die eigene Betroffenheit zur Erkenntnis gelangt ist, dass die Autobahn das Dorf zerstört, dass Existenzen gefährdet und vernichtet werden, wenn er die logische Konsequenz zöge und die Autobahn, wo auch immer sie lang führte, kategorisch ablehnen würde. Diese Autobahn wird in jedem Fall dazu führen, dass Menschen, Natur und Umwelt beeinträchtigt und zerstört werden. So etwas wie einen "optimalen Trassenverlauf" gibt es nicht. Deshalb mein Rat an den Gemeinderat Lüder: Sprechen Sie sich grundsätzlich gegen die A 39 aus, denn: "Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem andern zu". Christine Altmann, Stadensen
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