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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 21. Januar 2007 “Wasserkreuz statt Autobahn”Zur Kolumne “Ein Landkreis wird abgehängt” (AZ v. 20. Januar) Dass die A 39 tatsächlich eines fernen Tages gebaut wird, ist keineswegs sicher. Dafür gibt es eine viel zu starke Konkurrenz an der Küste, die dort die A 22 fordert. Und dafür sind die Vorzeichen, wie sie sich in Zeiten von erkanntem Klimawandel, Aussterben von ganzen Tierarten und der Diskussion um CO2-Belastung und knapper werdendem Öl darstellen, viel zu schlecht. Wäre es angesichts dieser Tatsache nicht ratsam, dass Politiker und Presse aufhörten, unsere Region schlecht zu reden und fatale Signalwirkungen ins Land zu senden? Fiederike Hein, Groß Thondorf
Welche Rettung soll diese Autobahn für den Landkreis Uelzen bringen? Es werden keine blühenden Landschaften entstehen. Innovation im und für den Landkreis wird wieder einmal ausgebremst, stattdessen wird die Lösung aller Probleme auf das Allheilmittel Autobahn geschoben Arnim Brandes, Lüneburg
Jeder, der sich ein wenig informiert, weiß, dass eine Autobahn möglicherweise die Mobilität erhöht, nicht aber die Attraktivität der Gegend, durch die sie führt. Zudem beweisen heute Wirtschaftswissenschaftler leicht, wie der Prozess des Aufsaugens durch den wirtschaftlich stärkeren, größeren Nachbarn von statten geht. Burkhard Bisanz, Sprecher der Aktion Ostheide, Reinstorf
Der BGS hat mit dem Wegfall der Grenze seine Berechtigung in unserem Landkreis verloren. Wenn der Hainberg noch vorgehalten wird, so ist der Grund in den jährlichen Castor-Transporten zu sehen. Die Konzentration der Wasserschutzpolizei in Lüneburg ist aus Kostengründen doch verständlich. Uelzen sollte den Ausbau des Wasserweges fordern, damit auch dort Container-Schiffe passieren können. Ein Wasserkreuz wäre eine realistische Vision. Der Bau einer Autobahn durch den Landkreis ist keine Perspektive. Joachim Detzkies, Natendorf
Ich bin überrascht, welche Bedeutung der Autor der 39 beimisst, wenn er sie in einem Atemzug mit dem Abzug von Kasernen und der Auflösung der Wasserschutzpolizei nennt um zu verdeutlichen, dass der Landkreis Uelzen droht, völlig abgehängt zu werden. Ein Nachweis darüber, dass die Transitautobahn A 39 positive Entwicklungen welcher Art auch immer mit sich bringt, fehlt vollständig. Hier sind doch vielmehr Lobbyisten am Werk, unter anderem prominente Vertreter der IHK, die sich persönliche Vorteile erhoffen. Volkswirtschaftlich bringt die A 39 überhaupt keine positiven Effekte - der Bürger trägt, wie immer, die Zeche. Uwe Bilau, Wittingen
Erst im Dezember hat der Uelzener Stadtkämmerer bekannt geben können, dass sich die Einnahmen durch die Gewerbesteuer im Jahr 2006 unerwartet positiv entwickelt haben und dass Uelzen im Vergleich mit anderen Städten dieser Größe überdurchschnittlich hohe Gewerbesteuereinnahmen zu verzeichnen hat. Ist das ein Kennzeichen für eine sterbende Stadt? Ganz anders sieht es in Lüneburg aus: Dort hat die Eröffnung der A 250 in der Statistik der Arbeitslosenzahlen keinerlei Spuren hinterlassen. Andreas Conradt, Himbergen
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