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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 20. Januar 2007 Ein Landkreis wird abgehängtVon Thomas Mitzlaff Die Bereitschaftspolizei traf es schon vor Jahren. Sie zog nach Lüneburg ab. Dann, nach der Grenzöffnung, schloss der Bund seine BGS-Ausbildungskaserne in Bad Bodenteich. Aus der Polizei-Inspektion (PI) Uelzen wurde ein Kommissariat, das ein Anhängsel der PI Lüneburg ist. Wer den Notruf 110 wählt, wird bald schon nicht mehr auf der Uelzener Wache, sondern in Lüneburg auflaufen. Und jetzt trifft es also die in Gr. Liedern stationierte Wasserschutzpolizei. Sie wird aufgelöst. Und man muss sich fragen, wen der offenbar nicht zu stoppende Aderlass als nächsten trifft. Ein Landkreis wird schleichend abgehängt. Dieses Gefühl haben immer mehr Menschen, die hier leben. Schlüssige Konzepte, um gegenzusteuern, gibt es nicht. Bei Vorschlägen, die den Landkreis voran bringen könnten, wird prompt auf die Bremse getreten. Dem Hamburger Verkehrsverbund beitreten? Ist wie in dieser Woche so ein Vorstoß auf dem Tisch, wird reflexartig erst einmal die Bremse gezogen. Bezeichnend ist da ein Gespräch mit Zeitungskollegen in der Landeshauptstadt zum aktuellen Thema Wasserschutzpolizei. „Uelzen, seid ihr nicht die, die doch eigentlich abgehängt werden wollen, die jetzt sogar gegen die Autobahn kämpfen?“ fragte ein Journalist am Rande. Nein, die sind wir nicht. Gut möglich, dass es eine schweigende Mehrheit für die Autobahn hier im Kreis gibt. Aber die Signalwirkung, die dieser Kreis offenbar ins Land sendet, ist fatal. Auch daran gilt es zu arbeiten. Schnellstens. Thomas.Mitzlaff@cbeckers.de |