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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 21. November 2006 A 39-Route als OstereiVogelschutz: Planer erwartet keine großen Umwege / 14 500 EinwändeVon Marc Rath Uelzen/Lüneburg. Die Regierungsvertretung in Lüneburg hat gestern auf AZ-Nachfrage den Fahrplan für die A 39-Trasse in 2007 präzisiert. “Um Ostern herum” strebt die Landesbehörde den Erörterungstermin für Gemeinden und Träger der öffentlichen Belange an – und “Mitte des Jahres” soll die vom Land favorisierte Streckenführung endgültig feststehen, erklärte Holger Manthey, der das Verfahren für die Regierungsbehörde koordiniert. Manthey erwartet, dass Anfang des nächsten Jahres die Überprüfung des Streckenverlaufs abgeschlossen ist. Bei der neuerlichen Betrachtung muss das Landesstraßenbauverwaltung prüfen, inwieweit die Streckenführung wegen der Pläne des Landes verändert werden müssen, das Areal nördlich von Bad Bodenteich als Natura-2000-Vogelschutzgebiet bei der Europäischen Union nachzumelden (AZ berichtete). Manthey geht indes davon aus, dass der neue Status allenfalls dazu führt, dass die Trasse geringfügig weiter östlich von Bodenteich verläuft. Er rechnet weder mit großen Umwegen noch mit einer neuer Trasse. “Niedersachsen hinkt mit der A39 um rund drei Jahre hinterher”, bilanzierte am Wochenende vor Parteifreunden der Altmärker SPD-Bundestagsabgeordnete Marko Mühlstein. Der Verkehrspolitiker erwartet, dass Anfang 2007 für die A-14-Verlängerung nach Schwerin im Bereich Colbitz (Ohrekreis) der erste Bauabschnitt startet. Der Bundespolitiker betonte zudem, dass die Querverbindung B 190n für beide Autobahnen komme. Mitte 2007 werde für die altmärkische Route das Raumordnungsverfahren eröffnet. Für den niedersächsischen Teil liegt die Trassierung bereits seit dem Frühjahr vor. A-39-Koordinator Manthey prognostiziert, dass es beim Zusammenfügen beider Pläne zu keinen gravierenden Änderungen für die Anbindung bei Bad Bodenteich komme. Die Gifhorner CDU-Landtagsabgeordnete Ingrid Klopp hatte kürzlich jedoch die Finanzierbarkeit der Verbindung in Zweifel gezogen: “Es ist so, dass man sagt: Hoffentlich ist dann noch Geld da.” In den Augen des Dachverbandes der Bürgerinitiativen gegen die A 39 sind die jüngsten Verzögerungen und Irritationen um das Straßenbauprojekt hingegen ein “Zeichen für die Ratlosigkeit der Autobahnplaner”. Nach Angaben der Regierungsvertretung Lüneburg liegen nunmehr mehr als 14 500 Einwendungen gegen die Autobahn vor. “Viele werden es dabei nicht belassen, sondern sich aktiv in den Widerstand und in die Regional-Entwicklung einmischen”, zeigte sich BI-Sprecherin Annette Niemann zuversichtlich, das Projekt politisch und juristisch zu Fall zu bringen. |