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Quelle: Volksstimme, 17. November 2006 Mit Hochdruck an die A 14, Zittern um Geld für die B 190 nLänderübergreifender Arbeitskreis tagte gestern Nachmittag in ArendseeVon Holger Thiel Geballte Informationen zum Planungsstand der Verlängerung der A 14, der A 39 und zum Bau der B 190 n gab es gestern in Arendsee. Dort tagte nach langer Pause erstmalig wieder der planungsbegleitende und länderübergreifende Arbeitskreis zur Hosenträger-Variante. Mehr als 130 Politiker, Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen und Mitarbeiter diverser Verwaltungen aus vier Bundesländern waren zu dem vom Stendaler Bundestagsabgeordneten Marko Mühlstein (SPD) organisierten Auftakt erschienen. Arendsee. Eingeweihte werden gestern gestöhnt haben: “Nichts Neues”. Aber diese Sicht verzerrt. Denn geballte Informationen über den Plangsstand in den vier Bundesländern Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, die allesamt an der Hosenträger-Variante beteiligt sind, gab es so schon lange nicht mehr. Deutlich wurde: 2012 könnte die Nordverlängerung der A 14 in Richtung Schwerin fertig sein. Vorausgesetzt, Gerichtsverfahren blockieren nicht die Bauarbeiten, und die schwierigen Probleme beim Umgang mit ökologisch sensiblen Gebieten können gelöst werden. Die Finanzierung des insgesamt rund 775 Millionen Euro teuren Vorhabens steht. Allerdings mit einer Fußnote: Das Bundes-Verkehrsministerium hat, um einen schnellen Bau zu ermöglichen, das Projekt von einer Ko-Finanzierung aus dem EFRE-Fonds der Europäischen Union abhängig gemacht. Für die drei ostdeutschen Länder bedeutet dies Abstriche bei anderen Vorhaben und damit am Ende politische Verteilungskämpfe. Doch gestern zeigten sich unter anderem Bundestagsmitglieder zuversichtlich, dies im Sinne der A 14 lösen zu können. Doch zur H-Variante gehören auch die Verlängerung der A 39 von Wolfsburg nach Lüneburg und die rund 110 Kilometer lange Querspange B 190 n. Zwei Projekte, für die es wohl erst nach 2010 Baurecht geben wird. In dem von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee aufgelegten Fünf-Jahresplan für Verkehrsinvestitionen tauchen beide Projekte deshalb nicht auf. So bleibt der Region am Ende nur die Hoffnung, dass der Bund nach 2010 dafür Geld bereitstellt. Gerade die B 190 n ist für die Altmark von großem Interesse, soll sie doch mit einer Elbebrücke bei Havelberg für eine direkte Anbindung an den Großraum Berlin sorgen. Bis zum März 2007 wollen die Straßenplaner die Vorzugstrasse gefunden haben, Anfang Juli soll der Antrag auf Eröffnung des Raumordnungsverfahren gestellt werden, erklärte in Arendsee gestern Eberhard Arndt, zuständiger Abteilungsleiter im Landesverkehrsministerium. Im gleichen Jahr beginnen bei Colbitz die Bauarbeiten an der A 14. |