Quelle: Braunschweiger Zeitung, 28. Oktober 2006

350 Millionen Euro für Verkehr in der Region

Bundesverkehrsministerium legt Entwurf für Investitionsplan bis 2010 vor: A 39-Lückenschluss und ICE-Strecke

Von Christian Kerl

BERLIN. Das Bundesverkehrsministerium hat eine entscheidende Hürde für wichtige Verkehrsprojekte auch in Südostniedersachsen geräumt: Im neuen Entwurf für einen Investitionsrahmenplan bis 2010 ist die Finanzierung von einem halben Dutzend Vorhaben in der Region vorgesehen. Zentrale Projekte:

Die bislang eingleisige Eisenbahnstrecke Hildesheim-Braunschweig wird weiter für Geschwindigkeiten bis zu 160 Stundenkilometern ausgebaut. Der zweigleisige Ausbau soll folgen. Eingeplant sind bis 2010 rund 120 Millionen Euro.

Bestätigt ist der schon laufende Lückenschluss der Autobahn A 39 zwischen Cremlingen und dem Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter (44 Millionen Euro).

Die Autobahn A 7 zwischen der Anschlussstelle Seesen und dem Autobahnkreuz Salzgitter wird auf sechs Streifen erweitert (120 Millionen Euro).

Die Bundesstraße 188 kann östlich von Wolfsburg als Ortsumgehung Velpke-Oebisfelde neu gebaut werden (9,8 Millionen Euro).

Die Bundesstraßen von Bad Lauterberg nach Scharzfeld (B 27) und nach Bad Sachsa (B 243) werden auf Teilabschnitten für 55 Millionen Euro neu gebaut.

Der Mittellandkanal wird ausgebaut, in die Stichkanäle wird ebenfalls investiert – auch Salzgitter profitiert. In den Braunschweiger Hafen fließen 6 Millionen Euro für den Ausbau der Hafen-Schienenverbindung. Die regionalen Bundestagsabgeordneten von SPD und Union begrüßten die Entscheidung.

Bedeutung für die Region hat auch ein Planungsbeschleunigungsgesetz, das der Bundestag gestern beschloss: Für 85 ausgewählte Verkehrs- und Bauprojekte werden Planungszeiten verkürzt und Klagemöglichkeiten begrenzt – darunter ist die Autobahn A 39 von Wolfsburg nach Lüneburg, die sich im Finanzkonzept noch nicht befindet.

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