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Quelle: Cellesche Zeitung, 4. August 2006 A39: Kreis Celle hat keine BedenkenTrasse auf B4 soll geprüft werdenKeine Bedenken gegen den Bau der A39 hat der Landkreis Celle. Das ist der wichtigste Satz einer Stellungnahme der Kreisverwaltung zu dem Vorhaben, eine neue Autobahn von Wolfburg nach Lüneburg zu bauen. Gemeinden aus dem Landkreis Celle sind an dem Verfahren nicht beteiligt worden, haben aber dennoch eine Position, die andere Kommunen artikuliert haben. CELLE. Für die westliche Trasse entlang der Bundesstraße 4 spricht sich der Landkreis Celle im Rahmen der Planung der neuen A39 aus. Die neue Autobahn soll den Verkehr zwischen Wolfsburg und Lüneburg schneller machen. Die Frist für Stellungnahmen von 220 angeschriebenen Kommunen lief Ende Juli aus. Rund 140 Kommunen haben Stellungnahmen abgegeben. Insgesamt sind es etwa 10000, die bei der Regierungsbehörde in Lüneburg angekommen sind. Der Landkreis Celle hat generell keine Bedenken beim Bau der A39, er hat aber „Anmerkungen, die berücksichtigt werden sollten”, formuliert. Eine davon ist die, dass die B4 als Trasse genutzt werden sollte. Der Landkreis meint, „dass sie für die Verkehrserschließung des Landkreises Celle im Verhältnis zu den anderen geprüften Varianten die größte positive Wirkung hätte”. Als „unverzichtbar” sieht es die Kreisverwaltung an, dass die Stadt Celle und der östliche Teil des Landkreises „durch kurze, schnelle und leistungsstarke Verbindungsstraßen an die Autobahn angeschlossen werden” sollten. Die Landesstraßen in diesem Bereich sind derzeit nicht in diesem Zustand. Der Landkreis Celle weist schließlich noch darauf hin, „dass jede vernünftige Verkehrserschließung voraussetzt, dass die Ortsumgehung Celles fertiggestellt wird”. Nicht beteiligt wurde die Samtgemeinde Lachendorf, die sicher zu den Profiteuren einer solch schnellen, Landkreis-nahen Verbindung gehören würde. Samtgemeindedirektor Jörg Warncke spricht sich aber wie der Landkreis für einen vierspurigen Ausbau der jetzigen B4 aus. „Das ist eigentlich die Haupttrasse, die uralte Salzstraße zwischen Braunschweig und Lüneburg”, sagte Warncke. Diese Sicht teilen auch einige Kommunen, die derartige Stellungnahmen abgegeben haben. Die B4 als Trasse zu nutzen, werde man noch einmal prüfen, sagte Holger Manthey von der Lüneburger Regierungsbehörde. „Mit ein bisschen guten Willen könnte man die B4 so nutzen und würde keine Gemeinde zerschneiden müssen”, sagte Warncke. Außerdem würde es günstiger als eine völlig neue Trasse werden, schätzt der Lachendorfer. Natürlich müssten dann Ortsumgehungen gebaut werden, so Warncke. Die Stadt Celle und die Samtgemeinden Eschede und Flotwedel sind ebenfalls nicht gehört worden. „Natürlich kann ich aus infrastrukturellen Gründen nicht für die vom Land favorisierte Trasse sein. Eine Variante westlich von Hankensbüttel wäre für den Bereich Flot-wedel/Lachendorf/Eschede nutzbringender. Ein zumindest teilweiser Verlauf auf der Trasse der B4 würde helfen, weniger Fläche zu versiegeln”, sagt Flotwedels Samtgemeindebürgermeister Helfried H. Pohndorf. Die Anbindung über die B191 zu planen, entspricht den Vorstellungen der Stadt Celle, sagte Pressesprecher Wolfgang Fischer. Im Herbst soll der nächste Erörterungstermin sein. Andreas Babel |