Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 20. Juli 2006

Klares Votum für die Vorzugstrasse

Damit die Gemeinde Soltendieck nicht zerschnitten wird

Von Walter Manicke

Soltendieck. Während sich die beiden Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bodenteich, nämlich der Flecken Bad Bodenteich und die Gemeinde Lüder, für eine Verlegung der Trasse der geplanten A 39 in Richtung Osten ausgesprochen haben, ist die Dritte im Bunde, die Gemeinde Soltendieck, für die Vorzugsvariante. Eine Verlegung, egal in welcher Form, wird abgelehnt, da dadurch eine Zerschneidung des Gemeindegebietes befürchtet wird.

Das beschloss der Rat einstimmig während der Sitzung am Dienstagabend im Gasthaus “Am Bahnhof”. Einmütig begrüßte der Rat, der unter dem Vorsitz von Bürgermeister Heinrich Prange tagte, den geplanten Bau der Autobahn. Während CDU-Fraktionssprecher Ulrich Schulenburg und SPD-Ratsherr Herbert Rathje keine Einwände gegen die von der Verwaltung erarbeitete Vorlage hatten, stieß sie dem Ratsherren Jürgen Wöhling (CDU) sauer auf. Sie sei zu bodenteichlastig, kritisierte er, damit könne er nicht leben. Hier würden die Belange des Fleckens zu sehr hervorgehoben. Das gelte auch für die Seewiesen, die für ihn “totes Gebiet”seien.

Diese Vorwürfe wies Gemeindedirektor Rainer Kölling zurück und wies darauf hin, dass die Vorlage nur eine Diskussionsgrundlage sei. Auch Bürgermeister Prange machte deutlich, dass die Gemeinde autark und frei sei in ihrer Entscheidung.

Zwar hat die Gemeinde noch Zeit, muss ihre Stellungnahme erst bis Ende des Monats bei der Landesbehörde für Straßenbau in Lüneburg einreichen, doch eine neue Ratssitzung wegen des Themas A 39 anberaumen, wollte die Mehrheit dann doch nicht. Man einigte sich auf eine Sitzungsunterbrechung, in der die Stellungnahme abgeändert und auf die Belange der Gemeinde Soltendieck zugeschnitten wurde. Der Satz, mit einer geringfügigen Verschiebung der Trasse um Bad Bodenteich herum könne man leben, fiel dann auch noch dem Rotstift zum Opfer.

Gefordert wird von der Gemeinde unter anderem auf die südwestlich von Flinten gelegene Autobahnzufahrt auf der L 265 zu verzichten. Im Falle einer Bedarfsumleitung werden insbesondere Gefahren für die an der L 265 in Soltendieck gelegene Grundschule und den Bahnübergang gesehen.

Konform geht Soltendieck mit den anderen Gemeinden bei der Querspange der B 190n. Die sollte in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes auf genommen werden.

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