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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 15. Juli 2006 A 39 ist nicht die Wahl-FrageVon Marc Rath Keine Frage, das ist eine (Wahlkampf)-Frage: Wie stehen die Kommunalwahlkandidaten zur geplanten Ost-Trasse für die A 39? Dass die Kreis-CDU in ihrer in dieser Woche erschienenen Wahlkampfzeitung darauf mit keiner Silbe eingeht, ist – nun ja – schon eine politische Pikanterie, in die die A 39-Gegner – wer kann es ihnen verdenken – mit Wonne reinpieken. Landauf, landab haben Kreis und Stadt Uelzen sowie viele Gemeinden die Verlängerung der A 39 als wichtigstes Infrastrukturprojekt der Region verkauft. Das ist sie zweifelsohne auch. Wo jetzt die Trassierung konkret wird, helfen denn auch weder St. Florian noch wegducken. Dem muss man sich stellen. Im Wahlkampf und auch in den Ratssitzungen. Wenn aber wie etwa in dieser Woche in Bodenteich Betroffene und Bürger nicht zu Wort kommen durften, wäre mehr Sensibilität und Rückgrat angebracht gewesen. So lässt die Gemeindeordnung eine Bürgerfragestunde zu. Die Ebstorfer haben es vorgemacht. Kleine politische Taschenspielertricks können dagegen allenfalls etwas verzögern, aber keine Meinungen unterdrücken. Der Preis dürfte mitunter hoch sein, die die Glaubwürdigkeit bleibt dabei auf der Strecke. Mehr Souveränität wäre hier dagegen ein gutes Markenzeichen. Die Frage dieses Wahlkampfes sollte die A 39 allerdings nicht sein. Für die Zukunft der Region geht es in den nächsten fünf Jahren doch um noch viel einschneidendere Fragen: Wie entwickeln sich Kreis und Kommunen, damit das Leben in Uelzen lebenswert bleibt, genügend Arbeit vorhanden ist, Kinder gute Bildungschancen bekommen, der Spagat von Familie und Beruf gelingen kann oder Senioren weiter ins kommunale Leben eingebunden sind... Das sind die Themen, für die jetzt Ideen und Konzepte gefragt sind. Hier müssen in den nächsten Jahren die richtigen Weichen gestellt werden. Daran werden sich die Kandidaten messen müssen. Dieses Uelzen der Zukunft muss dann auch gut zu erreichen sein – zu Wasser, per Schiene und auch auf Straßen. |