Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 15. Juli 2006

“Dieser Bau ist nicht mehr gutzumachen”

“Ja zur A 39, Nein zur Vorzugstrasse” (AZ vom 24. Juni) — Andreas Leitis, Edendorf:

Die Stellungnahme der Mehrheit der Bienenbütteler Gemeinderatsmitglieder mit ihrem “Ja” zur A 39 aber “Nein” zur A 39 durch das Gemeindegebiet zielt lediglich darauf ab, nicht zu viele Wählerstimmen bei der anstehenden Kommunalwahl zu verlieren und ist daher kaum ernst gemeint. Denn jeder Gemeinderat wird aus taktischen Gründen die A 39 jeweils seiner Wählerschaft nicht vor der Haustür zumuten wollen.

Wer sich Autobahnen – zum eigenen (wirtschaftlichen) Vorteil – wünscht, möge in Regionen hoher Autobahndichte (zum Beispiel Ruhrgebiet) ziehen, und nicht die Lebensgrundlage und die Lebensqualität unzähliger Menschen, die von einer A 39 Schaden tragen, zerstören.

Eine A 39 steht für enormen nachhaltigen Flächen- und Steuergeldverbrauch, für gigantische Wert- und Nutzungswertminderungen noch weit größeren Ausmaßes und dies nicht näherungsweise mit einem adäquaten Ausgleich – und: Ein Fehler “A 39-Bau” ist nicht mehr gutzumachen, er dient nur anderen.

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