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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 7. Juli 2006 Verkehrsentlastung für den OrtskernBau der A 39 soll in Bad Bodenteich Abhilfe schaffenVon Walter Manicke Bad Bodenteich. Um zu sehen, welche Auswirkungen der geplante Bau der A 39 auf die Verkehrsentwicklung in Bad Bodenteich hat, wurde von der Gemeinde das Ingenieur-Büro Schubert in Hannover mit einer Verkehrsuntersuchung beauftragt. Diese Ergebnisse sollen in die Stellungnahme des Rates zum Raumordnungsverfahren einfließen. Nun wird mancher stutzen und sagen, die Frist ist doch abgelaufen. Im Prinzip stimmt das, doch die Gemeinde hat bei der Landesbehörde für Straßenbau in Lüneburg eine Fristverlängerung durchsetzen können, die bis Ende Juli läuft. Man wolle in aller Ruhe beraten, so Samtgemeindebürgermeister Rainer Kölling. Die Fachleute aus Hannover kommen zu dem Ergebnis, dass die von der Landesbehörde vorgelegten Unterlagen zu den Verkehrsdaten im untersuchten Straßennetz im Raum Bodenteich nicht ausreichend sind, wodurch eine Beurteilung und Nachvollziehbarkeit des Datenmaterials sehr erschwert wird. Hier müsse nachgearbeitet werden, wird gefordert. Etwa 9000 Pkws und Lkws fahren derzeit pro Tag auf der Landesstraße 270 durch den Flecken Bad Bodenteich. Das haben aktuelle Verkehrszählungen ergeben. Aus den Unterlagen der Landesbehörde hat das Ingenieurbüro herausgelesen, dass es “nur” 4000 bis 5000 Fahrzeuge pro Tag seien. Aufbauend auf den Prognosen im Verkehrskonzept Bad Bodenteichs könnten gegenüber der Verkehrsuntersuchung zur A 39 differenziertere Aussagen zu den zu erwartenden Prognosewerten im Straßennetz des Raumes Bodenteich gemacht werden, sowohl auf der A 39 als auch auf der Bundesstraße 190n und den Anschlussstrecken. Während die Vorzugsvariante nach Aussage der Planer die größeren verkehrlichen Entlastungswirkungen – rund 2500 Fahrzeuge pro Tag – für Bodenteich insbesondere vom Schwerverkehr hat, weist diese Trasse jedoch Mängel in der Zerschneidung der Seewiesen auf. Eine Verschiebung der Trasse an den Rand der Seewiesen und mit einem größeren Abstand zur Ortslage minimiere diese Nachteile. Aber auch eine östlich von Schafwedel verlaufende Trasse, so Planer Knoche, kann zu einer Entlastung der Ortsdurchfahrt Bodenteich um rund 1500 Kfz pro Tag beitragen. Erhöht werden könne die Wirkung durch eine neue Untervariante südlich von Schafwedel mit einem Verschwenk in Richtung Westen zur Vorzugstrasse südwestlich von Langenbrügge. Allerdings berge eine Verknüpfung mit der Querspange ostwärts von Schafwedel ohne Verschwenkung die Gefahr, dass der Verkehr aus Richtung Wittingen weiter durch den Bad Bodenteicher Ortskern rollen könnte. Mit der Stellungnahme zum Autobahnprojekt wird sich der Rat des Fleckens Bad Bodenteich während seiner Sitzung am Montag, 10. Juli, befassen. Die öffentliche Debatte beginnt um 20 Uhr im Hotel “Braunschweiger Hof”. Weiterhin geht es an diesem Abend um die Städtebauförderung für den Bad Bodenteicher Ortskern. |