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Quelle: Gifhorner Rundschau, 4. Juli 2006 A 39: Bisher 9500 EinwändeBehörde gewährt Gemeinden, die die Frist nicht einhielten, AufschubVon Barbara Benstem GIFHORN. Am 30. Juni lief eigentlich die Frist für die Stellungnahmen zur Autobahn 39 ab. Eigentlich, denn nun wurde sie verlängert, zumindest für gut ein Dutzend Gemeinden, die die Lüneburger Behörde um Aufschub baten. 220 Gemeinden und Behörden waren mit ihren Stellungnahmen zum Bau der Autobahn zwischen Lüneburg und Wolfsburg gefordert. Auch Unternehmen und Einrichtungen wie Bahn, Post, Gas- und Stromlieferanten waren mit ihrem Votum gefragt. “Bis zum 30. Juni haben wir 100 Stellungnahmen erhalten”, schildert Holger Manthey von der Lüneburger Regierungsbehörde. Gut ein Dutzend Träger öffentlicher Belange habe aber um Aufschub gebeten. “Für sie haben wir die Frist verlängert”, schildert Manthey, der die Stellungnahmen im Rahmen des Raumordnungsverfahrens koordiniert. Aus der Öffentlichkeit sind bisher 9 500 Einwände eingegangen, was der Dachverband der Bürgerinitiativen als “überdeutliches Signal an die Politik” wertet. Sprecherin Annette Niemann: “Nach unserem Überblick fordert die große Mehrheit der Einwender stattdessen neue Verkehrskonzepte, ein Durchfahrverbot für schwere Lkw, den Ausbau der B 4 mit den dringend benötigten Ortsumgehungen und eine gezielte Regionalentwicklung.” Der Regierungsbehörde gehe es darum, alle Argumente aufzunehmen, erklärt Holger Manthey. Die Stadt Lüneburg hat beispielsweise eine Expertise über die Auswirkungen der Ost-Trasse durch das Stadtgebiet erstellen lassen. Die Befürworter der Autobahn stellen die Stärkung des hiesigen Wirtschaftsraumes in den Vordergrund. Die A 39 wurde 2003 in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen. Sie ist als vierstreifige Autobahn geplant und soll die A 39 bei Wolfsburg mit der A 250 Lüneburg – Hamburg verbinden. |