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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 23. Juni 2006 “Niemand will die A 39 vor der Tür”“Eine Chance für die Region” (AZ vom 15. Juni) — Klaus Rumpenhorst, Oetzen: Es ist immer wieder nett zu lesen, dass die Gemeinden oder auch Einzelpersonen die Autobahn in unserer Region befürworten. Interessant daran ist vor allem, dass sie aber niemand direkt vor seiner Türe haben möchte. “Die Autobahn muss als Chance für uns angesehen werden, sie darf aber nicht unsere Gemeinde durchqueren”, so auch der Tenor des Samtgemeindeausschusses Ebstorf. Dort werden die Gefahren für die Wasserschutzgebiete, der Verlust von Waldbeständen und die Gefährdung für den Tourismus; also viele der Gründe, die gegen den Bau einer Autobahn in unserer Region sprechen, aufgeführt. Ja, liebe Mitglieder des SGA und sehr geehrter Herr Wendt, was glauben Sie eigentlich, wie es den anderen Gemeinden ergeht? Sie meinen wohl auch, sie sind die wichtigste Gemeinde in dieser Region, die man nicht antasten darf! Und welche wirtschaftlichen Entwicklungen soll der Bau der Autobahn 39 mit sich bringen? Sollen entlang dieser Autobahn weitere nicht bebaute Industriegebiete entstehen, so wie auch schon an anderen Autobahntrassen in Westdeutschland, die in den letzten 20 bis 30 Jahren erstellt wurden? Die zu erwartenden Kosten von über 600 Millionen Euro dürften, wie bei vielen anderen Bundes- und Landesprojekten, bei weitem übertroffen werden. Dieses Geld sollte in unserer Region sinnvoller und vor allem aber auch nachhaltig eingesetzt werden. Ein Ausbau der vorhandenen Bundesstraßen und die Erstellung von Umgehungen sollte daher für unsere Region eine viel höhere Priorität haben als der Neubau der Autobahn. Auch die Samtgemeinde Ebstorf muss den Bau der A 39 ablehnen. |