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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 10. Juni 2006 Alles spricht für den OstenEbstorfer Bauausschüsse votieren für A-39-VorzugstrasseVon Claus Rosenau Ebstorf. Der Verbrauch an wertvollen Böden sei im Osten geringer, die Kosten um 74 Millionen Euro niedriger angesetzt und die Erschließung erfolge sinnvoller dort als mit einer Streckenführung fast parallel zur A 7 – viele Argumente sprechen aus Sicht der Ebstorfer Verwaltung für die Vorzugstrasse der geplanten Autobahn 39. Ihnen schlossen sich jetzt mehrheitlich die Mitglieder der Bauausschüsse der Gemeinde Wriedel, des Fleckens Ebstorf sowie der Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf an. Ihre Empfehlung an die Räte für deren Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren: die Osttrasse der Autobahn 39 – im Gefolge des Landkreises – ausdrücklich zu begrüßen und zu unterstützen. “Müssen Sie nicht mehr Augenmerk auf die kritischen Punkte richten, die von der Westvariante berührte werden?”, hakte eine Zuhörerin bei der Sitzung des Samtgemeindebau- und Umweltaussschusses am Donnerstagnachmittag im Ratssaal nach. Seien doch die Einspruchsmöglichkeiten nach Abschluss des Raumordnungsverfahrens nur noch begrenzt. Als Beispiel nannte sie den Verlauf der Trasse dicht an Altenebstorf und den Wochenendhäusern am “Hamburger Busch” vorbei. Ausschussvorsitzender Hagen Tetzlaff (CDU) hielt indes die Ablehnung einer Westtrasse, wie sie in dem mit fünf zu zwei Stimmen gefassten Beschluss zum Ausdruck kommt, für ausreichend. Einen Gegenantrag brachte Hans Peter Hauschild (SPD) ein: Die Samtgemeinde solle den Bau der Autobahn gänzlich ablehnen. Zur Begründung führte er den Naturschutz an (Bedrohung des Oechtringer Moores), den befürchteten Wertverlust von Grundstücken und “den Verlust des Erholungswertes” der Landschaft: “Auf der Autobahn hinfahren wollen die Leute, aber neben der Autobahn Urlaub machen wollen sie dann doch nicht.” Weil “die Westtrasse für die Gemeinde Schwienau untragbar” sei und das für jeden betroffenen Ort gelte, schloss sich auch Schwienaus Bürgermeister Gustav Müller (SPD) diesem Votum an. Hauschilds Antrag wurde mit fünf zu zwei Stimmen abgelehnt. |