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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 30. Mai 2006 Von der A 39 durchs Kurgebiet?Bevenser wollen Anschlussstelle bei Altenmedingen in Richtung Bienenbüttel verschiebenVon Ines Bräutigam Bad Bevensen/Bienenbüttel. Der Dachverband der Bürgerinitiativen gegen die A 39 empfindet es als “neuen Gipfel der perspektivlosen Schieberei von A 39-Varianten”. Für Dieter Holzenkämpfer ist es nichts weiter als “ein Entgegennehmen von Informationen”. Denn der Bienenbütteler Bürgermeister habe von seinem Bevenser Amtskollegen, Samtgemeindebürgermeister Knut Markuszewski, lediglich “zur Kenntnis genommen”, dass man in der Kurstadt überlege, eine Verlegung der Anschlussstelle (AS) der A 39, die laut Vorzugsvariante zwischen Altenmedingen und Secklendorf vorgesehen ist, in Richtung Norden – also in Richtung Bienenbüttel – zu erreichen. Hintergrund für diese Überlegungen: Die Bevenser befürchten, dass mit einer AS bei Altenmedingen der Zubringerverkehr durch das Kurgebiet der Stadt Bad Bevensen fließen würde. Deshalb sollte auf diese AS verzichtet werden und stattdessen sämtlicher Zubringerverkehr nur über die AS Römstedt laufen. Von hier aus solle eine neue Straßenverbindung nach Röbbel geschaffen werden, damit der Verkehr über die Landesstraße 252 in die Kurstadt geleitet werden kann – etwas abseits vom Kurgebiet. In einem verwaltungsinternen Vermerk (der auch der AZ vorliegt) hat Dieter Holzenkämpfer festgehalten, dass er über diese Pläne unterrichtet worden sei. Von Beratungen zwischen den beiden Verwal-tungschefs über diese Bevenser Pläne, wie es Eckehard Niemann, Pressesprecher der Dachverbandes, formuliert, könne aber keine Rede sein. “Da ist nichts beraten oder gekungelt worden, und darauf lege ich großen Wert”, so Holzenkämpfer, der damit Eckehard Niemanns Vorwurf der “perspektivlosen Sankt-Florians-Schieberei in Hinterzimmern” energisch zurückweist. Mit einer Verschiebung der AS gen Norden befürchten die Autobahngegner allerdings eine Zunahme des Verkehrs in und um Bienenbüttel. Eine Befürchtung, die Dieter Holzenkämpfer persönlich allerdings nicht nachvollziehen kann. Ob bei Edendorf, Hohnstorf oder Wulfstorf –“über solche Anschlussstellen würde nur der reine Zielverkehr nach Bienenbüttel führen.” Das sei aber seine persönliche Auffassung, beraten und entscheiden müssten letztendlich die Politiker. Gestern Abend wurden die Pläne vom Bad Bevenser Bauausschuss beraten (die AZ berichtet in der morgigen Ausgabe). Samtgemeindebürgermeister Knut Markuszewski wollte der Sitzung nicht vorgreifen und gestern gegenüber der AZ noch keine Stellung zu den Plänen nehmen. Am kommenden Donnerstag, 1. Juni, wird der Bevenser Stadtrat zum Raumordnungsverfahren der A 39 Stellung nehmen. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Kurhaus. Der Bienenbütteler Bauausschuss wird am 15. Juni zu diesem Thema tagen. |