|
Quelle: Isenhagener Kreisblatt, 13. Mai 2006 “Schneller zum Opa”Hans-Ulrich Schrader, Wittingen, macht sich Gedanken zum Treckerkorso der Autobahngegner durch Wittingen (IK vom 11. Mai): Ich war gerade mit meinem Enkel im Vorgarten Blumen gießen, als aus der Ferne anhaltendes, lautes Hupen zu hören war. “Nanu, heute am Mittwochnachmittag eine Hochzeit”, dachte ich. Weit gefehlt, denn da sahen wir auch schon den Konvoi. Trecker mit Schildern und Transparenten, die gegen die A 39 demonstrierten. Nun meldete sich auch mein Enkel: “Opa, warum sind die Trecker denn so laut und machen so viel Gestank? Haben die Bauern keine Arbeit mehr?” “Die sind gegen die neue Autobahn, die irgendwann mal gebaut werden soll und nun ärgern sie sich darüber.” Können die Bauern denn nicht auch auf der Autobahn fahren?”, fragte mein Enkel. “Nein, mein Junge, die Trecker sind zu langsam!" “Aber die können doch mit ihren Autos auf der neuen Autobahn fahren.” Er ließ einfach nicht locker. “Dann braucht sich auch kein Lastwagen durch die Ortschaften zu quälen und die Kinder hätten einen sicheren Weg zur Schule und zum Kindergarten.” “Das stimmt”, bestätigte ich ihm seine Überlegungen. “Die Menschen müssen immer weiter zur Arbeit fahren und hätten es einfacher ihr Ziel zu erreichen. Eventuell siedeln sich hier auch neue Firmen an. Durch die Autobahn würden vielleicht viele mehr Menschen in unserer Region Urlaub machen.” “Ja, Opa, dann könnte ich dich auch viel schneller aus Berlin besuchen kommen! Weißt du was, Opa? Ich fände es gut, wenn hier eine Autobahn wäre.” “Ja, mein Junge, ich auch!” Hans-Ulrich Schrader |