Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 6. Mai 2006

“Schneller an Uelzen vorbei”

“Ein, zwei, viele Stammtische” (AZ vom 21. April) — Karin von Lenthe, Wrestedt:

Sehr löblich scheint es zu sein, wenn Herr Mielken seine Heimatstadt Uelzen zu einer europäischen “Vorzeigestadt” machen möchte, indem er sich in Brüssel dafür einsetzen will, dass die EU den Bau der A 39 finanziert. Das genaue Gegenteil würde eintreffen – man fährt noch schneller an Uelzen vorbei. Herr Mielken scheint den Glauben zu hegen, dass sich zum Beispiel das Angebot in Uelzens Geschäften verbessern würde, wenn die Stadt durch eine Betonpiste mit “der großen weiten Welt” verbunden wird. Die fast 900 Millionen Euro an EU-Fördermitteln, welche zwischen 2007 und 2013 in die Region fließen sollen, sind sinnvoller für gezielte Regionalentwicklung einzusetzen als für eine Transit-Autobahn, die zum Zweck des Gütertransportes mit Lkws durchgängig vom Balkan nach Skandinavien gebaut werden soll. Die A 39 würde unserer Region nichts bringen außer Lärm und Landverbrauch mit allen negativen Begleiterscheinungen.

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