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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 6. Mai 2006 “EU-Gelder lieber für Regionalprojekte”“A-39-Hilfe aus Europa?” (AZ vom 29. April) — Eckehard Niemann, Bienenbüttel: Gut die Betonung von Herrn Dr. Elster, dass der Alt-Bezirk Lüneburg die Ziel-1-Mittel der EU in Höhe von 900 000 Euro vor allem wegen der Auspendler im Hamburger Speckgürtel bekommt. Wir sind also keineswegs das “Armenhaus der Nation”, nur weil wir Fördergelder bekommen. Unsere Region hat viele Stärken: z.B. eine starke und breite Ernährungswirtschaft, hohe Potentiale für High-Tech-Unternehmen bei nachwachsenden Rohstoffen, eine intakte Kulturlandschaft, die viele Familien anzieht. Unsere Region ist – beim Ausbau der schon vorhandenen Kur- und Tourismus-Infrastruktur – attraktiv für das Wohnen und die Betreuung älterer Menschen (ein immer zukunftsträchtigerer Sektor). Und nicht zuletzt: wir haben ganz viele leistungswillige und pfiffige Unternehmer und Arbeitnehmer. Dies alles gilt es zu mobilisieren und mit Hilfe der EU-Gelder auszubauen. Der Landkreis muss jetzt dringend das von der EU geforderte “Bottom-up-Prinzip” umsetzen - Netzwerke von unten zur Entwicklung von Ideen und Projekten. Umso abstruser, wenn für die “Nonsens-Autobahn” mit ihrem kläglichen Nutzen-Kosten-Verhältnis und ihrer erwiesenen Unwirtschaftlichkeit nunmehr nicht nur 600 Millionen Schulden geplant werden, sondern zusätzlich die Zweckentfremdung von Hunderten Millionen EU-Fördergeldern. Wem bitte sehr, Herr Dr. Elster, wollen Sie diese zweckentfremdeten Autobahn-Gelder vorenthalten: Der Ansiedlung der Sunfuel-Firma Choren, die den Standort Uelzen übrigens laut AZ unter anderem wegen der vorhandenen guten verkehrlichen Anbindung ins Auge fasst? Choren braucht für den Abtransport von Sunfuel beileibe keine A 39, sondern für die Rohstoff-Erfassung ein Netz von ausgebauten Kreis-, Landes- und Bundesstraßen! |