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Quelle: Wolfsburger Nachrichten, 29. März 2006 Autobahn 39 verschont BrackstedtPlanung für die Trasse vorgestellt – A 39 wird gerade nach Norden weitergebaut, aber nicht vor 2010Von Thorsten Geil Die Planung zum Weiterbau der Autobahn 39 nach Lüneburg nimmt endlich konkrete Formen an. Gestern wurde in Uelzen die Trassenführung vorgestellt. Die Autobahn wird definitiv nicht an Brackstedt vorbei geführt. In einer von mehreren Varianten war bislang vorgesehen, dass die neue Autobahn von Weyhausen aus nach Osten verschwenkt wird und quasi durch die Brackstedter Mühle führt. Das ist jetzt vom Tisch, denn die Straße wird relativ gerade nach Norden weiter gebaut. Sie führt östlich an Tappenbeck vorbei. Von dort aus geht es westlich an Jembke, Ehra und dem VW-Testgelände weiter in Richtung Wittingen. "Das ist unsere favorisierte Lösung, damit bin ich zufrieden. Die Streckenführung in Richtung Brackstedter Mühle hätte uns weh getan", sagte Oberbürgermeister Rolf Schnellecke auf Anfrage. Die Stadt werde nun auch den zügigen Bau fordern. "Es muss mit Hochdruck weiter gehen. Die Autobahn ist für Volkswagen und die Wolfsburger Wirtschaft lebenswichtig. Es gibt in ganz Deutschland keine Region, die in eine Richtung so schwach angebunden ist", sagte Schnellecke. Allerdings: Vor 2010 ist nicht mit dem ersten Spatenstich zu rechnen, wie die Landesbehörde mitteilte. Auch Siegfried Kayser, Geschäftsführer der IHK in Wolfsburg, betont die Bedeutung der neuen Autobahn nach Norden: "Es kann nicht sein, dass der größte Betrieb Niedersachsens auf Dauer nicht nach Norden angebunden ist. Die Autobahn ist für VW extrem wichtig. Sie hat auch für die IHK die allerhöchste Priorität", sagte Kayser. Auch das Speditions-Gewerbe freut sich auf die neue Autobahn. "Dadurch wird der Wirtschaftsstandort Wolfsburg attraktiver. Wir bekommen endlich eine vernünftige Anbindung an Hamburg und die anderen Seehäfen", sagte Florian Hansmann, Geschäftsleiter der Spedition Hansmann, einem der größten Logistik-Dienstleister der Region. |