Quelle: Aller-Zeitung, 10. März 2006

Ein Faktor gegen die A 39?

BI argumentiert mit Nutzen-Kosten-Verhältnis

(rtm) Mit dem Nutzen-Kosten-Faktor ziehen die Bürgerinitiativen jetzt gegen die A 39 ins Feld. Für sie sind die Zahlen der Beweis der Unsinnigkeit des Autobahnbaus. Niedersachsens Wirtschaftsministerium, das diese Zahlen als veraltet ansieht, hält ganz andere Faktoren für viel wichtiger.

Der gesamte so genannte Hosenträger mit A 39, A 14 und B 190n kam bei einer Ermittlung im Jahr 2002 auch nach Auskunft des Ministeriums auf einen Nutzen-Kosten-Faktor von 3,4. Das heißt, dass der Nutzen um das 3,4-Fache höher liegt als die Kosten.

“Laut Verkehrsministerium Sachsen-Anhalt habe die A 14 für sich allein ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 4,6”, so Eckehard Niemann, Sprecher des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A 39. Seine Rechnung: “Für die A 39 bleibt lediglich ein Nutzen-Faktor von weniger als zwei.” Durch den Bau der A 14 könne der Nutzen der A 39 sogar auf unter eins sinken.

Einen Faktor für die A 39 hat das niedersächsische Ministerium nicht parat. Es spricht nur von den 3,4 für die gesamte Hosenträgervariante, und das sei eine alte Zahl. “Ein Wert, vom Bund ermittelt, der für die Aufnahme in das gesetzliche Bundesverkehrswegeprogramm entscheidend gewesen ist”, so Pressesprecher Andreas Krischat. Für Niedersachsen sei etwas Anderes noch heute viel entscheidender für den Bau der A 39: “Die Erschließung des ländlichen Raumes.” Die Zahl 4,6 aus Sachsen-Anhalt für die A 14 wollte Krischat nur mit einem Satz kommentieren: “Wenn beim Hosenträger Einzelteile heraus gezogen werden, sitzt die ganze Hose schief.”

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