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Quelle: Wolfsburger Nachrichten, 11. Februar 2006 Trasse der A 39 erscheint in ReiseatlasGegner werfen Planungsbehörde bewusste Desinformation vor – Östliche Variante geplantVon Giso Bammel TÜLAU. 304 Farbseiten stark ist der “Traveling”-Reiseatlas Deutschland 2006/2007. Nun erregt das, was auf den Seiten 32 und 33 abgebildet, ist den Unmut der A 39-Gegner: eine bereits genau eingezeichnete Trassenführung der umstrittenen Autobahn 39 entsprechend der viel diskutierten östlichen Variante. Mangelnde Aufklärung und bewusste Desinformation – das sind die harten Vorwürfe der Autobahn-Gegner, die sich gestern im Tülauer Gasthaus Weise zu einer Krisensitzung trafen. Gerichtet sind sie an die Planer der Lüneburger Behörde für Straßenbau und Verkehrsplanung. “Bürgern wird erklärt, es sei noch keine konkrete Entscheidung zur Trassenführung in unserer Region getroffen, obwohl das Ergebnis ein ganz anderes ist”, kritisierte Martin Zenk. Hauptkritikpunkt: Der im Straßenatlas abgebildete Trassenverlauf der A 39 unterscheidet sich deutlich von dem, der im Bundesverkehrswegeplan eingezeichnet ist. Amtliche und offizielle Quellen seien es, die für die Erstellung der Atlanten verwendet würden – das habe der Verlag Mitglied Astrid Leibach erklärt. Redaktionsschluss war im Mai 2005. Zu diesem Zeitpunkt sei aber seitens der Verkehrsplanungsbehörde immer wieder beteuert worden, dass noch keine konkrete Entscheidung über die Trassenführung gefallen sei, betonen die Gegner. Ein Widerspruch, denn laut Verlag werden nur behördlich autorisierte Informationen für die Atlanten verwendet. Für die Region entscheidende Abweichungen seien insbesondere im Bereich Hoitlingen und Tiddische sowie Jembke zu erkennen. Eine Entscheidung über die Trassenführung scheint nach Ansicht der A 39-Gegner bereits gefallen zu sein. Eine Information der betroffenen Bürger indes fehle. Friedrich Winkelmann, Ratsmitglied aus Wittingen, befürchtet im Fall einer bereits getroffenen Entscheidung sogar eine Präklusion. Das heißt, Bürger könnten aufgrund der Versäumnis gesetzlicher Fristen rechtliche Ansprüche nicht mehr geltend machen. Die Folge: Die A 39 würde sicher kommen. |