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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 7. Januar 2006 “Hat Lüneburg von Autobahn profitiert?”Eine kritische Meinung zur geplanten A 39“Arbeitsplätze durch A 39” (AZ vom 31. Dezember) — Dr. Rainer Altmann, Stadensen: Nachdem es einige Zeit um das Pro und Contra der A 39 still geworden ist, nimmt der Bürgermeister von Uelzen, Herr Otto Lukat, wieder einmal Stellung und bekräftigt das Pro. Und da gibt es ein Problem. Denn die dort angeführten Argumente für die A 39 sprechen eigentlich dagegen! Betrachten wir uns Lüneburg, das gegenüber Uelzen noch dazu um rund 50 Kilometer näher an Hamburg liegt. Hat Lüneburg vom Bau der A 250 profitiert? Die aktuellen Arbeitslosenzahlen belegen das in keiner Weise. Die Vergreisung unserer Bevölkerung nimmt rapide zu. Diese Entwicklung lässt sich nicht rückgängig machen. Wer wird dann die so gepriesene Autobahn befahren? Rentner, die mal schnell vom Punkt A zum Punkt B rasen wollen? Wo sind dann die jungen Menschen, die möglicherweise zu einer Belebung der Situation auf dem Arbeitsmarkt beitragen könnten? Schon jetzt werden eindeutig weniger Neubaugebiete auf der “grünen Wiese” genehmigt. Zudem besteht eine permanente “Landflucht” gerade jüngerer Menschen in die Städte (siehe Wolfsburg). Die Ansiedlung der Firma Choren in Uelzen mit Schaffung von 150 Arbeitsplätzen wäre erstrebenswert. Die Befürworter der A 39 sollten aber die Baukosten von circa 1,4 Milliarden Euro dabei bedenken. Baukosten für eine Autobahn mit einem sehr hohen Umweltrisiko und unsinnig noch dazu. Die geplante A 39 wird eine einzige Transitstrecke, ohne jeglichen Nutzen für unsere Landbevölkerung. Und es ist leider nicht erstaunlich, dass sich bis heute kein namhafter Kommunalpolitiker mit den Argumenten der Autobahngegner sachlich auseinandergesetzt hat. Es ist so beschlossen, und weil es beschlossen ist, muss es auch gut sein. |