Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 3. Dezember 2005

“Verkehrsverstöße sind die Regel”

B 4-Situation: Mehr Eigenverantwortung gefragt

“Horrorunfall bei Glatteis” (AZ vom 24. November) — Frank Schwarze, Bienenbüttel:

Seit 30 Jahren kenne ich die B 4 zwischen Uelzen und Lüneburg und bin seit fünf Jahren Anwohner. Grundsätzlich gebe ich der Berichterstattung und den Leserbriefen über die vielen schrecklichen Unfällen auf der B4 recht. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass jeder Autofahrer eine Eigenverantwortung an der Verkehrssituation trägt.

Seit dem Ausbau der B 4 mit Seitenstreifen hat die Durchschnittsgeschwindigkeit erheblich zugenommen. Dass Pkws mit weit über 120 km/h unterwegs sind, ist keine Ausnahme, sondern die Regel. Trotz Gegenverkehrs wird überholt. Es wird gnadenlos nach rechts abgedrängt.

Vielleicht sollte man nochmal die Verkehrsregeln abdrucken: Der Randstreifen darf von Fahrzeugen, die schneller als 60 km/h fahren können, nicht benutzt werden.

Es ist natürlich einfach, die Schuld den Lkws, dem Straßendienst und dem “Noch-Nichtbau” der A39 zu geben. Aber an der Zunahme der schweren Unfälle hat die Verantwortungslosigkeit der Pkw-Fahrer einen erheblichen Anteil.

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