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Quelle: Hamburger Abendblatt, 2. Dezember 2005 Für die CDU hat Porwol alle ChancenLüneburg: Im September 2006 wird ein neuer Landrat gewähltVon Elke Schneefuß Lüneburg - “Natürlich ist es reizvoll, irgendwann einmal der erste Mann in der Kreisverwaltung zu sein”, sagt Dr. Stefan Porwol (50, CDU), verheiratet, zwei Kinder. Seit 1987 ist der Jurist Hauptverwaltungsbeamter in der Lüneburger Kreisverwaltung, da ist der Wechsel in den Sessel des Landrats naheliegend. Die Möglichkeit, die Zukunft zu gestalten, lockt ihn, auch wenn die Haushaltslage schwierig ist: “Mit Kreativität können wir noch immer etwas voranbringen.” Ob Porwol von der CDU bei der Kommunalwahl 2006 ins Rennen geschickt wird, darüber entscheidet heute abend in Amelinghausen der CDU-Kreisverband. Allerdings gilt seine Nominierung als sicher. Porwol möchte etwas voranbringen, vor allem auch für die Bürger im Ostkreis, dies ist sein Anliegen. Der östliche Teil des Landkreises Lüneburg leidet unter sinkenden Einwohnerzahlen, während der Rest der Region ein beliebtes Ziel für Neubürger ist – ein Trend, den Porwol stoppen möchte. “Auch diese Region ist lebenswert, das muß deutlicher werden. Dafür braucht der Ostkreis eine gute Infrastruktur.” Die Elbquerung bei Neu Darchau gehört dazu, auch wenn sie von vielen Einheimischen abgelehnt wird. “Die Elbfähre ist bei Eisgang nicht fahrtauglich”, sagt Porwol. Auch die A 39 soll der Region nutzen, obwohl sie von vielen als “VW-Rennpiste” verspottet wird. “Auch in unserer Region gibt es Zulieferer für VW. Und warum sollen wir dem Lüneburger Mittelstand nicht neue Absatzmärkte in Braunschweig und Wolfsburg erschließen? Wir müssen aufhören, nur in Kreisgrenzen zu denken.” Die Bündelung der Kräfte in der Metropolregion liegt ihm am Herzen: “Wir Kommunen sollten zusammenarbeiten, wo immer das möglich ist.” Obwohl auf seinem Terminkalender meistens drangvolle Enge herrscht, ist Porwol ehrenamtlich tätig und Mitglied diverser Institutionen und Vereine. Solch ein Engagement möchte er anderen schmackhaft machen: “Wir werden die Fürsorge des Staates immer mehr durch eigene Tatkraft ersetzen müssen.” Steigende Nachfrage für die Jobs im Ehrenamt, das wünscht sich der leidenschaftliche Motorradfahrer. “Auch so kann man etwas voranbringen”, meint er, “wenn viele mitziehen, ist das gar nicht schwer.” |