Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 1. September 2005

Die erste Hürde genommen

Stadt Uelzen zahlt Planungskosten für Kirchweyher Ortsumgehung

Von Walter Manicke

Uelzen. Der Ortsrat Kirch- und Westerweyhe und der Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt gaben grünes Licht: Die Stadt wird die Planungskosten für den Bau der Kirchweyher Ortsumgehung vorfinanzieren. Nach der Entscheidung des VA, dem zweihöchsten Gremium nach dem Rat, hat die Verwaltung einen konkreten Auftrag erhalten und kann jetzt einen entsprechenden Antrag ans Land Niedersachsen stellen, erklärt Bürgermeister Otto Lukat auf Nachfrage der AZ. Und dies solle zügig geschehen, verspricht das Stadtoberhaupt.

Eigentlich wäre es ja Aufgabe des Landes Niedersachsen, die Planungskosten für den Bau der Kirchweyher Ortsumgehung zu bezahlen. Die Baukosten von rund fünf Millionen Euro müsste dann, wie berichtet, der Bund zahlen, da es sich um eine Bundesstraße handelt. Doch das Land hat bekanntlich kein Geld, um die Planungskosten des Projektes zu übernehmen, das bereits in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen wurde. Bloß, ohne fertige Planung gibt es keine Chancen, dass die Umgehungsstraße gebaut wird.

Da die Stadtverwaltung, die Politiker und natürlich auch die vom Verkehrslärm gebeutelten Kirchweyher davon überzeugt sind, dass die Ortsumgehung schnellstens gebaut werden muss, versuchte die Stadtverwaltung in Gesprächen mit dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen – und war erfolgreich.

Die Planungskosten,die auf die Stadt zukommen, werden mit 200 000 Euro veranschlagt. Einziger Wermutstropfen, beim Bau der Umgehung würde die Stadt nur die Hälfte der Planungskosten zurückbekommen. Wenn gar nicht gebaut wird, wovon Otto Lukat nach wie vor nicht ausgeht, würde die Stadt ganz auf den Planungskosten sitzen bleiben. Um den lärmgeplagten Menschen in Kirchweyhe zu helfen, ist die Stadt bereit, dieses finanzielle Risiko zu tragen.

Wenn alles klappt, könnte der Bau der Umgehung noch in diesem Jahrzehnt realisiert werden. Die Landesbehörde für Straßenbau ist jedenfalls bereit, die Planung so zügig wie möglich durchzuführen, wie deren Chef Friedhelm Fischer beim Gespräch in Hannover versichert hatte.

So könnte der zeitliche Ablauf aussehen: Vorbereitung der Planung noch in diesem Jahr; Planung in 2006, Planfeststellung in 2007; Ausschreibung, Vorbereitung, Auftragsvergabe und Bereitstellung der Grundstücke in 2008; Baubeginn 2009 oder 2010.

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