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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 20. August 2005 “Konzepte für die Region fehlen”Kritische Töne zu den Äußerungen des Uelzener Promi-Politikers Struck“Trete weiter für die A 39 ein” (AZ 16. August) — Renate Niemann, Bienenbüttel: Für Herrn Struck reduzieren sich die Existenzsorgen unserer Rübenbauern um eine faire Zuckermarkt-Politik auf die schlichte Formel: “Wir wollen auch anderswo unsere Autos verkaufen, da müssen wir hier auch Zucker aus Brasilien zulassen.” Ob er wirklich nicht weiß, dass es bei der Auseinandersetzung um die Zuckermarktordnung gar nicht um den Marktzugang von billigem brasilianischem Zucker geht, sondern um den Abbau der bisher exportierten Zucker-Überschüsse der EU und um gezielte Sonderkontingente für den Zucker aus einer begrenzten Zahl ärmster Länder? Herr Struck meint offenbar, seine Wahlchancen durch den undifferenzierten Einsatz für die Autolobby zu verbessern. Zynisch, in diesem Zusammenhang von der “Sicherung der Strukturen im ländlichen Raum” zu sprechen. Da liegt der Gedanke nahe, diesen Maßstab der Seriosität seiner Argumente auch auf seinen unbeirrten Einsatz für die A 39 zu übertragen. Offenbar hält Herr Struck so beharrlich an der A 39 fest, weil ihm wirklich zukunftsträchtige Konzepte für unsere Region fehlen. Peinlich, dass sich ein hiesiger Abgeordneter erst jetzt über das Zukunftsprojekt Sunfuel-Produktion informieren lässt … |