Quelle: Wolfsburger Nachrichten, 3. August 2005

Sander: Wir Brauchen die A 39

Niedersachsens Umweltminister zu Besuch im Otter-Zentrum Hankensbüttel – Aktion “Natur erleben”

Von Burkhard Ohse

HANKENSBÜTTEL. “Heute ist ein richtiger Ottertag”, begrüßte der Vorstandsvorsitzende der Aktion Fischotterschutz und Nachfolger von Claus Reuter, Dr. Ralph Kirchner-Heßler, Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) aufgrund des schönen Wetters.

“Sie leisten wirklich gute Arbeit”, lobte dieser gestern während seines Besuches im Otterzentrum die Mannschaft des Naturschutzzentrums. Dass die Aktion Fischotterschutz ein bereits seit 1992 im ganzen Land anerkannter Naturschutzverband und damit ein gemeinnütziger Verein ist, war ihm indes noch nicht ganz klar, denn selten läge ein Antrag des Zentrums auf seinem Tisch, erklärte der Umweltminister.

“Richtig ist die Förderung von Projekten wie die des Otterzentrums, aber nur mit den Menschen der Region”, so Sander. Ostniedersachsen sei eines der “Sorgenkinder” des Landes. Daher müsse man die “Highlights entlang der ehemaligen Zonengrenze” nach vorne bringen.

Zur Förderung der Region sprach sich der Minister auch für den Bau der Autobahn A 39 aus. “Die brauchen wir unbedingt, um diese Region zu entwickeln und damit die Menschen diese Landschaft erleben können”, forderte er. Eine A 39 könne auch für eine Entlastung der Nebenstraßen sorgen.

Derzeit wird im Umweltministerium zudem die Bewilligung eines Antrags im Rahmen der Ministeriumsaktion “Natur erleben” geprüft. Mit Sander kam gestern eine Sachbearbeiterin des Ministeriums ins Otterzentrum, um weitere Einzelheiten zu besprechen. Inhalt des Antrags ist es, den Lebensraum des Fischotters vor allem entlang der Ise für Interessenten weithin sichtbar zu machen. Entschieden wird über den Antrag voraussichtlich Ende des Monats, hieß es.  ohs

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