Quelle: Aller-Zeitung, 28. Juni 2005

A39: Erstes Gutachten

(tru) Eins der Gutachten für die Nordverlängerung der A39 ist fertig: Die Landwirtschaftskammer Braunschweig hat im Auftrag der Landesbehörde Straßenbau in Lüneburg die verschiedenen Korridore untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass der östlichste Korridor durch die Samtgemeinde Brome, über sachsen-anhaltinisches Gebiet für die Landwirtschaft die verträglichste Variante wäre. In dem Gutachten steht allerdings auch, dass die Nullvariante – keine Autobahn – aus Sicht der Landwirtschaft am wünschenswertesten wäre.

Während sich Annette Niemann, Sprecherin des Dachverbands der Bürgerinitiativen gegen die A39, über diese Aussage freut, relativiert Ulrich Göttlicher, Leiter der Fachgruppe Regionalentwicklung bei der Landwirtschaftskammer Braunschweig, den Satz im Gutachten: „Aus Sicht der Landwirtschaft ist jeder Flächenverlust negativ. Dieser Satz ist ein Standardsatz, den wir in jedes Gutachten schreiben. Aber ein Eingriff in die Landwirtschaft muss sein, wenn er begründet ist.“ Im Vordergrund der Untersuchung habe daher gestanden, welche Strecke die wenigsten negativen Folgen für die Landwirte habe. „Da geht es um Bodenbewertung, Anbaustruktur, Beregnung und Agrarstruktur“, zählt Göttlicher Kriterien auf. Und für diese Kriterien habe der östliche Korridor die geringste Punktzahl erhalten.

Die Landwirtschaftskammer ist nicht der einzige Träger öffentlicher Belange, der zur Nordverlängerung der A39 ein Gutachten abgibt. Sie ist aber der Erste im Reigen, der das Schriftstück bei der Landesbehörde für Straßenbau in Lüneburg einreichte.

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