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Quelle: Allgemeine Zeitung Uelzen, 3. Juni 2005 25 Prozent mehr LastwagenMaut-Ausweichverkehr: Behörde legt erstmals Zahlen für die B 4 vortm Uelzen. Der Lkw-Verkehr auf der Bundesstraße 4 hat im März 2005 um 25,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zugenommen: “Montags bis freitags verkehren durchschnittlich 3260 Lkws täglich zwischen Uelzen und Lüneburg”, nannte Friedhelm Fischer, Abteilungsleiter der Straßenbauverwaltung, jetzt gegenüber der AZ erstmals Zahlen. Ein Teil davon sei sicher ausweichender Schwerlastverkehr seit Einführung der Lkw-Maut auf Autobahnen, “man muss allerdings berücksichtigen, dass auch schon vor der Maut-Einführung die Zahl der Fahrzeuge auf der B 4 alljährlich um etwa zehn Prozent zunahm”, so Fischer. Allerdings seien die März-Zahlen nicht unbedingt repräsentativ, “da der Verkehr erfahrungsgemäß im Sommer erheblich höher ist.” Konkrete Pläne für eine Sperrung der B 4 als Ausweichroute für den Transit-Schwerlastverkehr gebe es vorerst nicht. 14 687 Fahrzeuge quälen sich im Schnitt täglich über die Bundesstraße 4, werktags sind es sogar noch 1200 mehr. Diese Ergebnisse spuckt die “Dauerzählstelle” aus, die die Straßenbauverwaltung Lüneburg in Grünhagen installiert hat. “Wir beobachten die Entwicklung sehr genau, gerade wegen der gestiegenen Zahl der Lastwagen gibt es bei uns ständig Anfragen von Anwohnern”, erläutert Abteilungsleiter Friedhelm Fischer. 25 Prozent mehr Pkws und 25 Prozent mehr Lkws als im Vorjahreszeitraum – Zahlen, die nur ahnen lassen, welchen Belastungen die Anlieger der Fernstraße mittlerweile ausgesetzt sind. Besonders betroffen sind die rund 30 Kilometer zwischen Uelzen und Melbeck – eine gleichlanger Bundesstraßenabschnitt wurde jetzt in Rheinland-Pfalz für den Transit-Schwerlastverkehr gesperrt: Zwischen Mainz und Worms dürfen seit 1. Juni keine Maut-Ausweichler mehr fahren – es ist das erste Verbot dieser Art. Es auch für die B 4 auszusprechen, ist nach Einschätzung Fischers problematisch: “Bundesstraßen dienen nun einmal dem überörtlichen Verkehr, die kann man nicht so einfach sperren.” Allerdings beobachte seine Behörde die Entwicklung sehr genau, “wir sind da ständig im Gespräch mit der Unfallkommission”. Ansonsten müsse man abwarten, “wie sich das einpendelt mit der Maut”. Manche Unternehmen testeten jetzt erst einmal die Ausweichstrecken, “vielleicht merken sie dann ja auch, dass diese Schleichwege für sie nichts bringen”. Übrigens sei das Geschwindigkeitsniveau in den Ortschaften der B 4 längst nicht so hoch, wie von den Anwohnern empfunden, so Fischer: So hätten Überprüfungen mit speziellen Messgeräten ergeben, dass etwa an der Ortseinfahrt von Jelmstorf aus Richtung Lüneburg das durchschnittliche Tempo 52,5 km/h betrage. |