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Quelle: Aller-Zeitung, 3. Juni 2005 “Ohne A39 verwüstet die Region”Weyhausen (tru). Dass sich der Nordosten Niedersachsens nach der Wende von alleine wirtschaftlich belebt, war nicht der Fall. Für Hartmut Schöberl, stellvertretenden Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg, ist die logische Konsequenz die Nordverlängerung der Autobahn 39. „Wir müssen die Region an das Verkehrsnetz anbinden, denn bei allen Gesprächen mit ansiedlungswilligen Unternehmen steht die Frage nach der Infrastruktur an erster Stelle“, so Schöberl bei der Pro-A39-Veranstaltung der FDP-Kreisverbände aus Gifhorn, Wolfsburg und Braunschweig in Weyhausen. Drastische Bilder benutzte Wolfgang Hermann, wirtschafts- und verkehrspolitischer Sprecher der FDP im Landtag: „Eine Hauptschlagader wie die A39 ist nötig, um Leben zu schaffen. Sonst wird diese Region verwüsten.“ Sein Landtagskollege Carsten Lehmann aus Braunschweig: „Die Region hat ihr Entwicklungspotenzial längst nicht ausgeschöpft.“ Dass die Autobahn gebaut werde, stehe völlig außer Frage, betonte Ulrich Kegel, beim Zweckverband Großraum Braunschweig Abteilungsleiter für die Regionalplanung: „Es geht nur noch um das Wann und Wo.“ Diether Herrmann, Leiter des Landkreis-Bauamtes, skizzierte den Kreislauf: „Die Autoindustrie ist auf kurze Wege zu den Häfen angewiesen. Die Kommunen hier sind auf die Einkommensteuern der VW-Mitarbeiter angewiesen.“ Ganz zu schweigen von der Entlastung von A2 und A7 sowie B4 und B248, die eine neue Autobahn mit sich brächte. Diese stehe auch für Wachstum in der Tourismusbranche, warb Busunternehmerin Edith Bischof, eine der 25 Zuhörer. „Wir brauchen die A39 so schnell wie möglich!“ Fast wortgleich äußerte sich Lothar Leusmann, Samtgemeindebürgermeister im Boldecker Land: „Alle Bürger aus Tappenbeck, Jembke und Barwedel hoffen darauf, dass die A39 möglichst schnell weiter gebaut wird.“ |