Quelle: Aller-Zeitung, 26. Mai 2005

“Weiterführung beeinträchtigt Landschaft und Menschen”

Tiddische (max). Gegner der geplanten Verlängerung der A 39 und Naturschützer trafen sich am Ende der Dorfstraße zum Auftakt geplanter Protestaktionen. Wilfried Sievers, Annette Niemann, Frank Warnecke und Birgit Becke, Sprecher der Bürgerinitiative „Keine A39“ führten eine Mahnwache am ehemaligen Einsiedlerhof von Willy und Frieda Ackermann an.

„Eine Weiterführung der A 39 durch die Samtgemeinde Brome beeinträchtigt sehr negativ die Landschaft, die Lebensbedingungen und zuletzt die Menschen in dieser Region“, erklärte Sievers und nannte die großen, schweren LKW beim Namen: „Es sind für mich Laster.“ Eine doppelte Bedeutung, die zum einen an unschöne Tier- und Lebensmitteltransporte erinnere, zum anderen auch an die Moral und Ethik.

„Laster sind keine niedlichen „Brummis“, wie die LKW im Volksmund verharmlost werden“, meinte Sievers, „diese Laster bringen auch Unmut und Sorgen.“ An Willy und Frieda Ackermanns Vermächtnis unter dem Motto „Das Leben ist die Tat, es entsteht durch Tun“ erinnerten die Akteure mit dem aus Holzlatten gezimmertes Wort „T-A-T“.

Annette Niemann, Frank Warnecke und Birgit Becke begrüßten die Mahnwache am Einsiedlerhof. Etwas enttäuscht waren die anwesenden Naturschützer und Autobahngegner allerdings, weil nur wenig unmittelbar betroffene Anwohner an der Protestaktion teilnahmen.

Die Minderung der Lebens- und Wohnqualität durch die A39 vor ihrer Haustür hätten die Hausbesitzer und Bauherren noch nicht richtig erkannt, waren sich die Aktivisten der BI einig.

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