Quelle: Wolfsburger Nachrichten, 11. Mai 2005

Coling: “Keine A 39 bei Kästorf”

Ortsrat erfragt Sachstand – Einstimmig für Bolzplatz

KÄSTORF. “Die Trasse Gamsen-Kästorf ist vom Tisch." Mario Coling, Leiter des Amts für Stadtplanung und Bauordnung gab dem Ortsrat Kästorf Grund zum Aufatmen. “Durch den Bebauungsplan ‘Zur Lage II’, der am 29. April rechtsverbindlich wurde, ist der Korridor jetzt dicht. Das dürfte erledigt sein.”

Wie Coling erläuterte, seien zwar noch Alternativen durchgespielt, aber verworfen worden. In drei Planungskorridoren würden jetzt noch etwa 80 Varianten durchgespielt, die Vorzugstrasse könnte gegen Jahresende im öffentlichen Raumordnungsverfahren präsentiert werden. Für den Landkreis sei nur noch der Bereich Brome/Wittingen betroffen.

Das Baugebiet Hesegarten bleibt ein 4,5 Hektar großer Bereich mit etwa 50 Wohneinheiten. Die geplante Vergrößerung um 7 Hektar scheiterte am Grundwasserproblem: “150 neue Einwohner sind für das Kästorfer Kanalsystem gerade noch zumutbar”, so Coling. Da der Tonboden zudem nicht optimal für eine Bebauung ist, wird ein Regenrückhaltebecken erforderlich.

Hoffen dürfen die 8- bis 12-Jährigen im Bereich Silbereiche: Der Ortsrat erteilte der Verwaltung den Auftrag für alle Erfordernisse, um einen Bolzplatz nordöstlich des Epiphanias-Kindergartens anzulegen. Laut Bürgermeister Jürgen Völke dürften die Kosten für Pacht und Mähen einer 45 mal 30 Meter großen Fläche, zwei Tore für knapp 800 Euro sowie Sand zum Einstemmen überschaubar bleiben. Reinhard Losch (ULG) regte auf die Ausführungen Colings “wer eine gemähte Wiese mit festen Toren will, braucht eine Baugenehmigung” eine kleinere Lösung an, um die Wartezeit zu verkürzen: “Wenn also die Kinder die Tore nur andeuten, könnte man doch jetzt schon bolzen...” Völke warnte: Auf dem sehr unebenen Gelände und mit Selbstbau-Toren drohten Verletzungsgefahr. Willy Knerr dagegen sah “Folgeprobleme durch Lärm und Zäune. Das muss sorgfältig geklärt werden.”

Auch Renate Bobisch (SPD) meinte: “Ich habe da Bauchschmerzen, wir sollten nicht blind etwas anleiern.” Pragmatisch blieb Rita Wendig und machte damit den Weg zur Abstimmung frei: “Außer Lärm passiert auf einem Bolzplatz normalerweise nichts.” al

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